Zuschauerboom in Wehen

November 4th, 2007

“Wir müssen leider draußen bleiben” – sonst hängt das Schild eher vor Metzgereien und Hunde sind darauf abgebildet. Vor zwei Wochen bei der Liga-Premiere der Brita-Arena traf es leider die Fans. Wehen hatte die Kapazität des neuen Stadions überschätzt und rund 300 Anhänger vor dem Stadion stehen lassen müssen.

Gut, das war das Derby gegen Mainz. Als neutraler Beobachter musste man davon ausgehen, dass die Horde von der anderen Rheinseite hauptverantwortlich für den Andrang war. Heute gegen 1860 gab es allerdings ein kaum verändetes Bild. Das DSF meldete ausverkauft, die Wehener Homepage hingegen rund 1.000 weniger, wenn man von der Mainzer Zuschauerzahl abzüglich 300 Plätze ausgeht.

Nicht nur aufgrund der puren Masse, auch aufgrund der im TV zu erahnenden Stimmung scheint Wehen in Wiesbaden angekommen zu sein. Über die Zahl von sechs Fanclubs kann man zwar immer noch schmunzeln. Aber der Verein scheint die Menschen in der neuen Heimat zu begeistern und kein Dorfverein mehr zu sein, sondern ein solider Zweitliga-Club werden kann. Das ist erstmal eine Vorgabe, die das andere New-Kid-In-Profi-Fussball, Hoffenheim, bestätigen muss. Von der aktuellen Stimmung hier in Baden zu urteilen: Das wird schwer. Von Euphorie ist wenig zu spüren, eher immer noch von Misstrauen.

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One Response to “Zuschauerboom in Wehen”

  1. steckschuss on November 6, 2007 01:36

    Ich verhalte mich lieber abwartend.
    Kann mir nicht wirklich vorstellen, dass da aus dem Nichts zwei neue Vereine mit Umfeld entstehen können. Es gibt zu viele Strohfeuer-Beispiele von Clubs, die mal am großen Geld gekratzt haben (vor meiner Haustür: Bonner SC), die seit Jahren ein klägliches Oberliga-Dasein fristen mit einer drölfköpfigen Ultra-Gruppierung und den üblichen Opa-mit-Enkel-Tribünenhockern…

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