Zu viel der Ehre: Hopp ist Sport-Manager des Jahres

April 19th, 2008

Zu Beginn dieses Posts soll die Frage stehen: Was ist ein Sport-Manager? Wikipedia sagt: “Ein Manager ist eine Führungskraft in einem wirtschaftlichen Unternehmen. Betriebswirtschaftlich leitet und verantwortet er Geschäfte, Finanzen, Personalwesen und Planungen einer wirtschaftlichen Organisation.”

Nun dürfte sich alleine mit dieser kurzen Definition die Wahl als Farce erwiesen haben. Denn Hopp leitet weder, noch verantwortet er. Er spült alleine Geld in die Kasse und zieht mehr oder weniger im Hintergrund die Fäden. Nun mag man zugute halten, dass die Auszeichnung vom Magazin für Heuschrecken verliehen wurde und der Horizont dort nicht gerade ins sportliche Tagesgeschäft hineinreicht.

Dass sich die Argumente für die Wahl alleine auf die Anzahl der Millionen beschränken, die Hopp in die sportliche Struktur und Infrastruktur seiner Heimatregion gepumpt hat, tut sein übriges.

Eine Auszeichnung mit diesem Titel sollte dem gesunden Menschenverstand zufolge einem Verantwortlichen überreicht werden, der mit limitierten Mitteln ein optimales Ergebnis erzielt. Unlimitierte Mittel zur Verfügung zu stellen, sollte an sich noch kein außerordentlicher Verdienst sein.

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5 Responses to “Zu viel der Ehre: Hopp ist Sport-Manager des Jahres”

  1. Easyfunk [welt-hertha-linke] on April 21, 2008 21:16

    Na, ich glaube, dass du das ganze Projekt in Hoffenheim doch zu einseitig beurteilst. Schließlich gibt er nicht nur das Geld, sondern hat klare Vorstellungen von dem Aufbau des Dorfvereins hat. Er ist eben kein Abramowitsch, der nur die besten Spieler kauft um den Erfolg zu haben. Nur, weil er sich nicht um alles selber kümmert, ist er noch lange nicht kein Manager…

  2. Dülp on April 22, 2008 13:03

    Ich beurteile das Projekt Hoffenheim gar nicht einseitig und bin mir durchaus bewusst, dass Hopp die Richtlinien vorgibt. Meine Aussagen waren auch gar nicht negativ gemeint.

    Manager hat für eindeutig was mit Tagesgeschäft zu tun. “Entscheider” wäre für mich die treffende Bezeichnung für Hopp.

  3. Easyfunk [welt-hertha-linke] on April 22, 2008 14:58

    In dem von dir zitierten Beitrag heißt es: “Der Titel würdigt Entscheider, die sich um den Sport besonders verdient machen.”

    Das hat er doch. Wohl auch deiner Ansicht nach, oder? Und dass er dafür sein Privatvermögen zur Verfügung stellt ist ja erst einmal nichts schlimmes. Insofern kann ich deine kritischen Worte nicht recht nachvollziehen.

    Ginge es um die Person Hopp und vor allem darum, wie er seine Millionen zusammenwirtschaftet, könnte ich mich einer kritischen Betrachtung anschließen. Aber das wäre ja ein anderes Thema…

  4. Dülp on April 22, 2008 20:34

    Die Bezeichnung “Entscheider” steht eben im Kleingeschriebenen und ganz groß drüber steht “Manager”. Ich möchte hier nicht in Haarspalterei verfallen. Im Sinne von “Entscheider” kann ich die Auszeichnung unterschreiben. Aber dann sollte man die Veranstaltung auch so nennen. Dann stehen eben auch ein Martin Kind in Hannover zur Wahl oder ein Werner Altegoer in Bochum. Als Manager würde ich die aber niemals bezeichnen.

  5. Easyfunk [welt-hertha-linke] on April 22, 2008 20:36

    Gut, da können wir uns einigen. ;-) Denn insofern teile ich deine Meinung. Den Hauptteil der Arbeit, die dann in Erfolg mündet, leisten in der Tat meistens die Trainer, Scouts und sportlichen Leiter.

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