Waldhof: Almosen vom Feindbild
Bitterer geht’s glaub ich nicht für einen Fan. In den letzten 5 Wochen hat Waldhof Mannheim den Aufstieg weitgehend verspielt, hat festgestellt, dass der Kader unglaublich viel zu teuer ist für die Regionalliga und musste sich schließlich erneut von Dietmar Hopp retten lassen.
Genau jenem Dietmar Hopp, der das Feindbild Nummer 1 ist. Dem nicht verziehen werden kann, dass er eine Kreisliga-Mannschaft in die Bundesliga führte statt dem Traditionsverein.
Dass es die Vereinsführung Mannheims war, die die Jahrhundertchance verspielte, als Hopp vor ein paar Jahren noch offen war für ein Waldhof-Engagement – egal. Dass er dem Verein für 3 Millionen ein Jugendzentrum gebaut hat – egal. Was zählt, ist die verletzte Ehre.
Von seiner Gnade abzuhängen, zum zweiten Mal von ihm vor der Insolvenz gerettet worden zu sein, das tut weh. Und ich bin mir sicher, es gibt nicht wenige, die lieber einen Neustart in der Kreisliga in Kauf genommen hätten, als auf Almosen aus der benachbarten Provinz angewiesen zu sein.
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