The Sport-Blog-Oscar goes to….
Bei Jürgen gibt es die Wahl zum besten Sport-Blog-Post des Jahres. In der Auswahl finde ich zwei Beiträge herausragend, weil nicht nur Schlagzeilen wiedergekäut werden, sondern eigene Recherche dahinter steht. Zum einen dogfoods Beitrag zur Doping-Affäre bei Team Telekom, zum anderen (auf regionaler Ebene) Knuts Anmerkungen zur Berichterstattung der Siegener Zeitung über die Sportfreunde Siegen.
Dabei bin ich im Zwiespalt. Denn was soll Bloggen eigentlich können? Für mich heißt Bloggen Meinung. Fakten zu bewerten und zu kommentieren. Und zwar in einer Art und Weise, dass den üblichen Medien ein Kontrapunkt gesetzt wird. Dass ich tiefere und treffendere Analysen der Situation lese – Analysen, die Klischees vermeiden. Analysen, die diskutieren, wie das Spielsystem der eigenen Mannschaft funktioniert und warum sich dieses positiv oder negativ ausgewirkt hat. Analysen, die nicht so furztrocken sind, wie der Taktikkasten im Kicker. Eine Diskussion auf hohem Niveau also.
Wenn ich dieses als Maßstab nehme, dann hat Stefan von der Südtribüne vor gefühlten anderthalb, zwei Jahren, die für mich besten Postings geschrieben. Und bei Oliver Fritsch habe ich das auch häufiger gefunden (jedoch nicht im nominierten Beitrag). Deshalb lese ich kurtspaeter deutlich lieber, als zum Beispiel das Bundesliga-Blog.
Kontinuierliche Qualität steht bei Jürgen (kann bei Jürgen) nicht zur Abstimmung (stehen). Deshalb tendiere ich zu den oben gelobten Beiträgen, bei denen eigentlich den Journalisten vorbehaltenen Qualitäten überzeugen.
Ich bin zwar auch nominiert, aber wohl eher außer Konkurrenz. Ein Cartoon steht halt eher neben allen anderen Beiträgen und ist nicht wirklich vergleichbar. Gegen Stimmen für meinen Beitrag hab ich natürlich trotzdem nichts. Immer her mit den Stimmen.
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7 Responses to “The Sport-Blog-Oscar goes to….”


Danke für die Blumen. Ich wünschte, ich hätte Zeit und Muße das Niveau zu halten. Was mich daran erinnert, dass ich mich irgendwann entscheiden muss, wie ich mit dem Blog weitermache…
Tja, Zeit und Muße sind echt ein Problem. Auch ich hab vor ein, zwei Jahren definitiv auf besserem Niveau gebloggt. Das demotiviert mich immer mal wieder, aber aufhören mag ich trotzdem nicht.
Nein, nicht aufhören. Auf keinen Fall. Komme gerade von der Konferenz der Sportjournalisten in Dortmund zurück und muss sagen: Die Wahrnehmung von eurer/unserer Arbeit (ja, Arbeit!) steht doch erst am Anfang. Was wir alle gut brauchen könnten, ist mehr Publikum. Eines, das auf dem derzeitigen Niveau mithält und vielleicht sogar Anforderungen stellt. Dann sieht die Sache gleich ganz anders aus.
Ich sachs mal so Jungs: ab und an Olivenöl ist besser als jeden Tag Margerine.
Das Problem ist aber, dass man für ab und an Olivenöl letztlich mehr Zeit aufwenden muss als für jeden Tag Margarine. Leider.
Ich seh grade, daß man meinen letzten Einwurf auch mißverstehen kann. Also sicherheitshalber: Ich meine, mir ist es lieber, wenig von euch zu lesen, als gar nix (um dann anderen Schund lesen zu müssen).
Stefan hat natürlich trotzdem recht, leider.
Stefan bringts auf den Punkt. Einen wirklich originellen Beitrag zu schreiben, braucht nicht nur die Idee, sondern oft auch einige Recherche. Da muss man sich Zeit für nehmen, in der man auch fünf Billig-Posts runterschreiben kann. Die bringen ein Blog aber nicht wirklich weiter – jedenfalls nicht, wenn man nicht zwischendruch ein paar Highlights schreibt. Während des Studiums ist mir das jedenfalls deutlich leichter gefallen.