Seifert, Kind, DFL – bitte unters Kopfkissen legen
Der altehrwürdige Telegraph titelt “Bundesliga shows English Premier League how to take football fans into the 21st century”. Autor Jeremy Wilson beschwört all das als Zukunftskonzept für die Premiere League, was Seifert, Kind und Co gerade mit der Abrissbirne bearbeiten. Sein Besuch im Gladbacher Stadion beim Spiel gegen Bayern “underlined some of the alternative ideas and structures that English administrators should consider.”
Und weiter: “It is doubtful whether any country has succeeded quite like Germany in transporting the soul of football from yesteryear into a safe and modern environment while still producing an outstanding international team and thriving domestic competition. The Bundesliga (...) could also serve as a future example to an English system currently straddling a tight-rope between world domination and the risk of alienating parts of its traditional support base.”
Diesen Artikel sollten sich die Kollegen bei der DFL ausdrucken und unter das Kopfkissen legen. Viel Kohle und die weltbesten Spieler bedeuten nämlich noch lange kein attraktives Angebot für die Fans. Denn im direkten Vergleich zur Bundesliga, “the contention that England hosts the most exciting world league is highly debatable.”
(Redaktioneller Einwurf: Die spielerische und taktische Qualität stand beim Artikel außen vor. Das ist ein anderes Thema, das aber imho nichts mit der finanziellen Ausstattung der Clubs zu tun hat. Wie kurtspaeter vor ein paar Tagen hier richtig kommentierte: Die deutschen Clubs sind in den letzten Jahren nicht gegen englische ausgeschieden, sondern gegen schottische, griechische, holländische).
Druckversion
2 Responses to “Seifert, Kind, DFL – bitte unters Kopfkissen legen”


Was hälst du eigentlich von Marko Marins Comicfigur in Zusammenarbeit mit der BILD? Hast du die gemalt?
Geschickter Marketing-Gag oder unangebrachte Überheblichkeit, die auch als Aroganz ausgelegt werden kann?
Die Comic-Aktion halte ich für recht harmlos. Natürlich zeugt die Geschichte davon, dass sich Marins Entwicklung bereits deutlich von der Borussias abgekoppelt hat. Da er aber bisher absolut durch Leistung überzeugt hat (als einer der wenigen) und sich auch neben dem Platz absolut unprätentiös gibt, kann ich nichts dagegen einwenden.
Witziger als den Comic-Marin finde ich den Werbevertrag mit Pattex. Das ist so naheliegend, da musste jemand drauf kommen.