Bundesliga-Blog USA
Mich treibt es ja beinahe jedes Jahr in die USA, deshalb weiß, dass auch dort die Bundesliga geschaut wird. Viele Spiele laufen sogar live, was mit schon das ein oder andere Mal den Arsch gerettet hat. Mittlerweile, und das ist bisher an mir vorbei gegangen, wird dort auch über die Bundesliga gebloggt. Und zwar ambitioniert.
Dank eines Backlinks bin ich auf bundesligatalk.com aufmerksam geworden und werde mir das Geschehen dort etwas näher anschauen.
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Genau jetzt wäre ich gerne Köln-Fan
Fritz Walter wurde in seinem Heimatort ein Denkmal gesetzt, das Stadion in Kaiserslautern trägt seinen Namen. Vor dem Hamburger Stadion steht Uwe Seelers Fuß in Bronze.
Warum? Diese beiden Spieler blieben ihrem Verein ihre gesamte Karriere treu, obwohl sie finanziell deutlich bessere Angebote ausschlugen und in ambitionierteren Mannschaften hätten spielen können.
Heute muss sich ein Spieler öffentlich abwatschen lassen, wenn er nicht alleine auf das Konto und die potentielle Titelsammlung schielt, sondern seinem Herzen folgt und zu dem Verein wechselt, bei dem er sich zuhause fühlt.
In Deutschland wird dies scheinbar nicht mehr gewürdigt. Ich habe keinen Kommentar ohne ironischen Unterton gelesen (außer in der Lokalberichterstattung), in dem ihm dies als Charakterstärke angerechnet oder allgemein als positives Signal im kommerzialisierten Fußball-Geschäft gewertschätzt würde (anderslautende Beiträge bitte ich in den Kommentaren zu verlinken). Vielmehr wird beinahe überall seine Qualität relativiert.
Ich freue mich, dass nach langer Zeit mal wieder ein Fußballer Zeichen gesetzt hat: Es gibt auch noch Dinge, die nicht in Zahlen messbar sind. Als Kölner Fan hätte ich im Moment eine gute Zeit. Bin ich aber leider nicht.
Der Podolski-Transfer ist ja nicht nur ein Transfer an sich, sondern auch ein Zeichen, wo es in der Zukunft hingehen soll. Wenn eine Mannschaft wie Köln oder Gladbach aufsteigt und sich in der Liga hält, dann gibt es für den nächsten Schritt eigentlich keine andere Alternative als groß zu investieren, um wieder dahin zu kommen, wo man sich gefühlt sowieso seit zwei Jahrzehnten befindet.
Es ist eine Menge Risiko dabei – aber scheiß drauf. Nachher kann Köln keiner vorwerfen, eine Chance nicht genutzt zu haben.
So sieht es also in Köln aus: Die Stadt fällt in einen kollektiven Rausch, Torhüter Mondragon würde für den Podolski-Transfer auf Gehalt verzichten und sogar Novakovics Achillessehnen-Reizung erfährt ob der positiven Schwingungen eine wundersame Heilung.
Sollte man das aktuell genaue Gegenteil Kölns suchen, man würde in Gladbach fündig. Hier suchen Spieler das Weite. Steve Gohouri zieht es nach England und um diese Ambition zu unterstreichen übt er sich in demonstrativer Lustlosigkeit. Dabei ist er der Abwehrspieler, der physisch noch am ehesten höheren Ansprüchen gerecht werden könnte – vorausgesetzt man treibt ihm Undiszipliniertheiten und Unkonzentriertheiten aus.
Sueddeutsche.de stimmt angesichts der Leistungen in den Vorbereitungsspielen bereits einen Abgesang an. Und die ARD setzt unser Kompetenz-Team nur noch in Anführungszeichen und stellt Max Eberl unangenehme, aber notwendige Fragen.
Wird langsam Zeit, dass die Rückrunde beginnt, bevor ich in Depressionen verfalle.
Update: Positive Kommentare gab es doch. Habe ich gerade bei Indirekter Freistoß gelesen.
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Die Woche bei der Borussia: Mal wieder ein Talent verschenkt?
Langsam wird das hier das Pleiten-, Pech- und Pannen-Blog. Kurzfazit dieser Woche: Der für teuer Geld gekaufte Abwehrretter Dante hat sich einen Muskelfaserriss zugezogen und dürfte damit für den Rückrundenstart ausfallen. Währenddessen scheint der HSV an dem als untauglich aussortierten Marcel Ndjeng Gefallen gefunden zu haben. Dies wäre nur eine weitere Episode in der altbekannten Geschichte: Gladbach und Auge für Talent.
Im Fall Ndjeng bin ich zwiegespalten. Natürlich hat er die hohen Erwartungen, die er anfangs weckte, im letzten Jahr nicht bestätigen können. Die bisherige Saison taugte allerdings auch nicht dazu, ihn aufzubauen. In der Rückrunde der Zweitliga-Saison hat er viele Chancen nicht genutzt und wanderte berechtigt auf die Bank. Auch in den Einsätzen, die er zu Beginn der Saison bekam, konnte er sein Potential nicht bestätigen. Jetzt stellt sich mal wieder die Frage: Lag das am Spieler oder an den Umständen bei der Borussia? Mich würde es jedenfalls nicht wundern, wenn er in einem anderen Verein aufblüht.
Die beste Nachricht der Woche kommt deshalb aus Köln: Die Daumsche Lebensversicherung Novakovic hat eine Achillessehnenreizung, so dass sich der FC tatsächlich nochmal Gedanken um den Klassenerhalt machen müsste, sollte das eine längerfristige Geschichte werden. Ein potentieller Konkurrent mehr da unten.
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Transfervergleich: Gladbach – Hoffenheim
Es heißt ja immer, dass Hoffenheim mit den Hopp’schen Millionen nur so um sich schmeißt, während Traditionsvereine wie Gladbach oder Köln von der Hand in den Mund leben. Schauen wir doch mal was transfermarkt.de für die letzten drei Saisons an Ausgaben für Neuzugänge ausspuckt:
- Hoffenheim: 30,1 Millionen
- Gladbach: 27,2 Millionen
Tatsächlich. Hoffenheim hat mehr investiert als der Mitaufsteiger. Die Zahlen sind nicht bestätigt, Gladbach könnte sogar mehr ausgegeben haben als die TSG oder andersrum – die Differenz könnte defacto ein wenig größer sein (Dietmar Hopp gibt die Transferausgaben mit 25 Mios an). Das ändert nichts an der Tatsache, dass Gladbach knapp 30 Mios das Klo runtergespült hat und wie wild kleinere Summen für unterdurchschnittliche Spieler verbrannte, während Hoffenheim große Summen in wenige sehr gute Spieler investierte.
So viel also dazu, dass Hoffenheim nur aufgrund des Mäzenentums an der Spitze steht. Gladbach hätte sich mit den vorhandenen Mitteln dieselbe Mannschaft zusammenkaufen können. Fragt sich: War es ein Vorteil oder ein Nachteil, auf eine vorhandene Bundesliga-Mannschaft aufzubauen? Hatte Rangnick sogar eine bessere Ausgangsposition, weil er seinen Kader aus dem Nichts und ohne Anspruchshaltung aufbauen konnte? Wie seht ihr das?
Die Einzelauflistung:
Gladbach
08/09
- Bailly 2,5 Mio
- Bradley 2,5 Mio
- Dante 2,5 Mio
- Matmour 2,6 Mio
- Galasek 0,05 Mio
- Alberman 0,65 Mio
- Callsen-Bracker 0,75 Mio
07/08
- Friend 1,2 Mio
- Colautti 1,6 Mio
- Schachten 0,2 Mio
- Brouwers 0,25 Mio
- Coulibaly 0,45 Mio
- Rösler 0,5 Mio
- Paauwe 0,5 Mio
- Ndjeng 0,67 Mio
- Kleine 0,7 Mio
06/07:
- Heimeroth 0,75 Mio
- Insua 4 Mio
- Svärd 0,3 Mio
- Baumjohann 0,25 Mio
- Gohouri 1,5 Mio
- Thygesen 1,5 Mio
- Degen 1 Mio
- Delura 0,1 Mio
Hoffenheim:
08/09:
- Wellington: 4,5 Mio
- Beck 3,2 Mio
- Özcan: 1 Mio
- Gustavo: 1 Mio
- Vorsah: 1 Mio
07/08:
- Eduardo: 7 Mio
- Obasi: 5 Mio
- Haas: 0,05 Mio
- Ba: 3 Mio
- Ibertsberger: 0,25 Mio
- Compper: 0,2 Mio
- Nilsson: 1,9 Mio
- Weis: 0,15 Mio
- Ibisevic: 1 Mio
06/07:
- Hesse 0,06 Mio
- Copado: 0,3 Mio
- Sahilovic: 0,25 Mio
- Mesic: 0,17 Mio
- Janker: 0,1 Mio
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Meine Fan-Seele auf dem Prüfstand
Ein paar Wochen war es sehr ruhig hier. Mir fehlte schlichtweg die Lust, mich mit Fußball zu beschäftigen. So angepisst war ich bisher in meiner Fan-Karriere noch nie. Die Gladbacher Personalpolitik treibt mich zur Weißglut.
Was ich erlebe, ist Advocaat Reloaded. Ein Trainer erklärt den Kader für untauglich und darf mehr oder weniger blind einkaufen. Das ist mir viel zu einfach.
Natürlich musste Meyer in der Abwehr nachlegen. Aber das hätte sachlich und punktuell ablaufen könne. Stattdessen wurde die Qualität in allen Mannschaftsteilen infrage gestellt. Und mir schmeckt es nicht, dass jeder, den man als Charakterkopf bezeichnen könnte, abgesägt wurde. Das konterkariert alles, was noch vor Kurzem als Philosophie ausgerufen wurde.
Mag sein, dass mit den neuen Spielern die Stammelf auf ein besseres Niveau gehoben wurde. Nur fehlt mir bisher der Glaube daran. Hinter fast jedem Transfer steht ein großes Fragezeichen und aufgrund der bisherigen Erfahrung fehlt mir das Vertrauen in das Gladbacher Händchen.
In der Innenverteidigung soll ein Dante helfen. In der französischen Liga konnte er sich nicht durchsetzen, in der belgischen war er ein Leistungsträger. Ob das auf Anhieb reichen wird? Bundesliga ist ein anderer Schnack. Ein Madlung auf dieser Position – der ebenfalls zur Diskussion stand – hätte mich deutlich mehr überzeugt.
Stalteri hat in der Premiere League Defizite in Tempo und Spiel bewiesen und ihm mangelt es an Spielpraxis. Ob er auf Anhieb eine klare Verbesserung gegenüber Voigt darstellt oder ob er ähnlich eingeht wie der mit Vorschusslorbeeren geholte Jaures? Ich tendiere zunächst zu zweiter Option.
Galasek soll ja in der tschechischen Liga der totale Abräumer gewesen sein. Aber da schießen auch Marek Heinz und Vaclav Sverkos knapp 20 Tore pro Saison. Ein Siegel für die aktuell vorhandene Qualität ist das für mich nicht. Mit einem halben Jahr Vertrag im Rücken wird das Herzblut nicht in Strömen fließen.
Bailly ist der einzige Neuzugang, dem ich vorbehaltlos zustimme. Der Junge ist entwicklungsfähig, kann angeblich gut mitspielen und beendet für’s erste die unselige Torwart-Diskussion. Apropos Diskussion. Diskussionswürdig ist das, was dahinter passiert ist. Nicht Heimeroth geht, sondern der gerade von Meyer zur Nr. 1 beförderte Gospodarek. Das versteht kein Mensch. Wenn man Heimeroth so absägt, muss man ihn abgeben. Selbst dann, wenn Gospodarek auch geht. Dann sitzt eben Löhe als Nr. 2 auf der Bank.
Hätte ich nicht eine Dauerkarte – der Nordpark würde mich sobald nicht wiedersehen. Sollte es tatsächlich für den Klassenerhalt reichen, wäre meine Euphorie dennoch sehr gebremst. Ich habe, was ich nicht für möglich gehalten hätte, eine emotionale Distanz zu dem Verein aufgebaut. Nein: Die emotionale Distanz hat sich von selbst aufgebaut. Ein seltsames Gefühl.
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Baumjohann zu Bayern: Transfers, die ich nicht verstehe
Alexander Baumjohann wechselt ziemlich sicher zu Bayern. Das finde ich einen der erstaunlichsten Transfers der letzten Jahre. Der Junge hat keine fünf sehr guten Spiele für Gladbach gemacht. Er hat sich auch nicht als Antreiber oder entscheidender Mann auf dem Platz gezeigt – abgesehen von zwei Spielen gegen Bremen und Bayern, wo er lange unauffällig war aber die wichtigen Tore erzielt oder vorbereitet hatte. Zwei Spiele. Reicht das mittlerweile für Bayern?
Im Fall Marin ist es ja noch nachvollziehbar, dass man ein Mega-Talent an Land ziehen will, bevor es ein anderer Verein bekommt. Aber mit der Verpflichtung Baumjohanns schwächt man noch nicht mal einen anderen Club.
Und selbst einem Marin sei der Wechsel eine Nummer kleiner ans Herz gelegt. Bremen, Hamburg oder Stuttgart – zwei, drei Jahre als Backup für Ribery kann nicht das Ziel sein.
Aber zurück zu Baumjohann: Toni Kroos sollte das warnende Beispiel sein. Der Kerl ist erst 18, hat sich auf allen Ebenen schon mehr empfohlen als der Gladbacher und will trotzdem wechseln – aus berechtigten Gründen. Gegen einen Tausch mit kleinem Zuschuss hätte ich natürlich nichts einzuwenden, klappen wird der wohl nicht. Baumjohanns Trainer in der nächsten Saison wir wohl eher Gerland heißen als Klinsmann. Aber wer weiß: Einen ähnlichen Status hatten auch Compper und Polanski; und die spielen mitterweile in Sphären, in die Gladbach in den nächsten zehn Jahren nicht hinkommen wird.
Die Bayern-Community nimmt es gelassen hin: Lass den Typen mal kommen. Kostet so gut wie nix und schaden kann es auch nicht. Da reibt sich die Sau am Baum.
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Ich bin Gladbach-Fan – holt mich hier raus!
So ist es, in Hoffenheim-Land ein Borussia-Fan zu sein: Beim Training meiner Kreisliga-Mannschaft bin ich die Lachnummer und jedesmal, wenn ich eine Chance neben das Tor kicke, schreit der Trainer von der Außenlinie “Gladbaaach! Gladbaaach!”
Aber es ist ja was dran. So viel hätte ich im Laufe der letzten Woche gar nicht essen können, wie ich kotzen wollte. Das Dortmund-Spiel hat mir erstmal die Lust auf Fußball verhagelt und deshalb – dachte ich – käme die Winterpause zur rechten Zeit.
Aber nein: Es ist keine Zeit der Erholung. Die Borussia lässt mich genauso weiter rotieren wie im Laufe der 90 Minuten am Freitag. Drei Dinge bringen mich zur Weißglut:
1. Neuzugänge
Als Neuzugänge scheinen angepeilt: Galasek, Stalteri, Klimowicz, Bastürk und sogar Edgar Davids. Durchschnittsalter: 33,5 Jahre. Alle über ihren Zenit hinaus, langsam und/oder verletzungsanfällig und mangels Einsätzen nicht im Wettkampf-Modus unterwegs (bis auf Galasek).
Möchte man es wohlwollend betrachten, würde man sagen: Meyer gibt der Mannschaft mit geballter Erfahrung und Cleverness Stabilität. Nur lehrt mich die Erfahrung, dass mit alternden Stars nichts zu holen ist. Selbst die Winter-Transfers der legendäre Saison 04/05 waren gegenüber den gehandelten Namen Jungspunde: Elber, Keller, Böhme, Moore und Thijs.
Möchte man weiter Positives interpretieren, dann, dass diese Spieler vielleicht mit einem Halbjahres-Vertrag zunächst zufrieden sind und man sich keinen Ballast für den Gang in die zweite Liga an das Bein bindet. Dafür hätte man dann ein paar neue Jugend-Trainer oder Scouts, denn ganz ohne Perspektive kommen gerade ältere Spieler nicht.
Eine Lösung für die großen Defizite in Sachen Speed und Qualität in der Abwehr ist hingegen nicht in Sicht.
2. Hans Meyers Coaching
Offensichtlich bei dem Kaufhaus-des-Westens-deja-vu ist eines: Auch Hans Meyer kann mit dem aktuellen Kader nicht erfolgreich arbeiten. Dabei muss man ihm den Vorwurf machen, dass er in den wenigen Spielen, die er in der Verantwortung stand, viele Fehler gemacht hat, die man gerade von einem erfahrenen Coach nicht erwartet hätte.
Er traf auf eine völlig verunsicherte und aufgrund der Rotation wenig eingespielte Mannschaft. Die erste Amtshandlung hätte sein müssen, ein festes System und eine klare Stammelf zu etablieren. In beiden Punkten tat Meyer genau das Gegenteil und knüpfte nahtlos an die Ära Luhukay an. Es wechselte Systeme durch und schaffte es sogar, auf der Torwartposition drei Spieler einzusetzen. Statt den Profis das Selbstbewusstsein zurückzugeben, stellte er öffentlich ihre Tauglichkeit infrage.
Von daher ist die aktuelle Einkaufstour nur konsequent. Aber so kann es nicht funktionieren. Als Trainer weiß man, welche Spieler man hat, bevor man einen Vertrag unterschreibt. Und dann sollte man zumindest ein paar Steine auf den anderen lassen. Alles andere ist zu einfach.
3. Das Kompetenz-Team
Die Marke „Kompetenz-Team“ hat der PR-Abteilung sicher einige Lorbeeren eingebracht. Denn, wow!, Gladbach hat erstens Kompetenz und zweitens ein Team in der sportlichen Führung. Leider taugt das Label nicht mehr als der Aufdruck „Light“ auf der Zigarettenpackung.
Was bei Gladbach geht, gibt Hans Meyer vor.
Christian Ziege hat sich erst selbst in der Hierarchie ein paar Stufen nach unten befördert und wurde dann innerhalb kürzester Zeit abgesägt. Wer glaubt schon an die „persönlichen Gründe“? Er war gerüchteweise der Einzige, der gegen die Verpflichtung Meyers als Trainer gestimmt hat. Würde das stimmen, dann müsste man ihm eine gewisse Konsequenz bescheinigen. Allerdings hätte er sich dann gar nicht als Hütchenaufsteller hergeben dürfen, sondern sofort das Handtuch schmeißen müssen.
Mit Max Eberl ist jetzt ein Sportdirektor im Amt, den ich für nicht mehr als einen Grüßaugust halte. Jedenfalls ist er nicht mit der notwendigen Autorität ausgestattet, einem Meyer im Ernstfall Paroli bieten zu können; nicht mit dem Netzwerk ausgestattet, um echte Schnäppchen an Land zu ziehen; und nicht mit einer Vision am Start, die Gladbach zu einem modernen Verein werden lassen könnte.
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Live-Blogging: Dortmund – Gladbach
22.40: Endlich ist die Hinrunde vorbei. Das war schlimmer als in den schlimmsten Alpträumen erwartet. Ich weiß nicht, wie ich dieses Spiel oder irgendwas in den letzten sechs Monaten gutreden soll. Trotz einer Halbzeit in Überzahl gab es im ganzen Spiel eine einzige Torchance. Und die hat noch nicht mal zum Tor geführt.
Ich bin konsterniert und melde mich fürs erste hier ab. Ich hab zu knabbern.
22.02: Ich hab offiziell keinen Bock mehr.
21.57: Erste Torchance für Borussia. Dankbarer Ball für Weidenfeller.
21.50: 2:0 für Dortmund. Mal wieder aus dem Nichts heraus. Unfassbar. Kuba dribbelt auf Außen, drei Gladbacher stehen weniger als einen Meter entfernt. Trotzdem kann Kuba in die Mitte auf Sahin passen, der den Ball völlig freistehend nur noch einschieben muss. Das ist das bekannte Abwehrproblem.
Bereits vorher konnte man keine Überzahl der Gladbacher erkennen. Die Spielweise ist genauso fantasielos wie in der ersten Hälfte. Torchancen gleich Null. Das ist in der Offensive über die volle Distanz ganz schlecht und in der Abwehr punktuell. Eine tödliche Mischung.
21.48: Mit Colautti kommt der zweite Stürmer für Jantschke, dem Kuba ungewollt einen Jochbeinbruch zugefügt hat. Diese taktische Umstellung wäre sowieso fälig gewesen.
21.35: Um das Positive hervorzuheben: Gladbach war besser, hat keine Chancen zugelassen und spielt jetzt in Überzahl. Das Negative: Es gab Null eigene Chancen. In der Offensive geht ganz wenig und weil sich Dortmund jetzt zurückziehen wird, dürfte die Hoffnung auf Standards liegen. Und der junge Tony Jantschke, ein Lichtblick in den letzten anderthalb Spielen, wurde halb bewusstlos vom Platz getragen.
21.11: Gelb-Rot Hajnal, Gladbach in Überzahl. Hajnal, schon verwarnt, setzt ganz überflüssig gegen Heimeroth nach und fügt dem Gladbacher Keeper eine üble Wunde am Knie zu. Völlig berechtigt.
21.10: Parallelität zur letzten Woche. Eine gar nicht mal unbeholfene Abwehr-Aktion von Gladbach landet auf dem Fuß vom Gegner. Allerdings so unglücklich, dass für den Gegner alles passt.
21.07: Tor für Dortmund aus dem Nichts. Sonntagsschuss aus 25 Metern von Zidane. Bis dahin war Dortmund nicht einmal in eine gefährliche Situation gekommen.
21.00: Gladbach ein Mü besser als Dortmund. Immerhin. Mit kompakter Staffelung lässt das Team nichts zu. Allerdings geht bisher auch gar nicht Richtung Tor. Chancen bisher: Fehlanzeige.
20.53: Ganz wenig, was Dortmund zeigt. Der BVB passt sich einem niedrigen Niveau an. Viele hohe Bälle, die wie ein Flummi zwischen den Abwehrreihen hin und her springen.
20.47: Geplänkel deluxe. Aber Gladbach ist nicht schlechter.
20.39: Nach den ersten Spielzügen zu urteilen ist es zumindest in der Defensive eine 4er-Kette, Dorda lässt sich zurückfallen bei Angriffen des Gegners. Die Offensiv-Taktik ist mal wieder von langen Bällen auf Friend geprägt. Schlecht: Gladbach verursacht Freistöße auf den Außenpositionen. Und in der Mitte wartet u.a. ein Subotic auf die Flanken von Hajnal.
20.24: Dortmund mit gewohnter Aufstellung, Hummels rutscht für Santana rein. Gladbach in der Aufstellung von Premiere mit einem strangen 3-4-3 und mal wieder vielen Umstellungen. Brouwers soll in einer 3er-Abwehr-Kette links spielen, der junge gelernte Linksverteidiger Dorda dafür im links im Mittelfeld. Mal was Neues. Überraschungseffekt statt Stabilität. Oder doch nicht? kicker.de macht aus denselben Spielern ein 4-4-2.
20.20: Klopp spricht von einem “sehr starken Gegner”. Hallo? Wer ist denn dann ein schwacher Gegner, wenn nicht Gladbach im Moment? Richtig, Jürgen Klopp, in der Offensive kann Gladbach Chancen produzieren. Aber vier eigene Tormöglichkeiten reichen in der Regel für zwei Tore.
20.13: Mal wieder ein Frust-vorpogrammierter Abend. Ich traue der Mannschaft genauso wenig zu wie vor dem Spiel gegen Leverkusen. Einziger Hoffnungsschimmer: Das letzte Spiel war spielerisch besser als erwartet und abseits vom Ergebnis war Gladbach gleichwertig, wenn nicht besser. Um was zählbares rauszuholen, müsste aber einiges in der Abwehr besser laufen als bisher. Ich bin gespannt, ob Meyer die ambitionierte Elf der letzten Woche wieder auflaufen lässt.
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Ein verschwörerisches Foul
Hat sich hier einer über die deutschen Schiedsrichter beschwert? Nein? Gut.
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Hoffenheim-Transfergerüchte: Hildebrand kommt
Wie ich gerade über @pleitegeiger via Twitter erfahre, hat Hoffenheim Timo Hildebrand verpflichtet. Nun gut, die Quelle ist bild.de, das gerne etwas vorschnell Transfers verkündet.
Überraschen würde es mich allerdings nicht im geringsten. Dieser Transfer ist mehr als logisch. Hildebrand wurde Hoffenheim per Berater schon vor der Saison angeboten. Jetzt ist die TSG in einer Position, in der sie dem Keeper sogar eine echte Perspektive auf die CL bietet. Also attraktiver für Hildebrand. Der wiederum ist ablösefrei, also attraktiver für Hoffenheim. Und es geht um die einzige Position, auf der der Tabellenführer echtes Verbesserungspotential hat. Da passt alles.
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