Live-Blogging: Wolfsburg – Gladbach

Oktober 28th, 2008

21.48: Endstand 0:3.  Gladbach im Stil eines Absteigers. Selbst nach dem 0:2 hat die Mannschaft es nicht geschafft, auch nur irgendeine Chance zu entwickeln. Das Offensiv-Spiel war in der zweiten Halbzeit tot wie eine Wasserleiche.

Dieses Spiel musste man nicht gewinnen, aber man hätte sich Selbstbewusstsein holen können. Das Gegenteil ist er Fall, die Bundesligatauglichkeit steht einmal mehr infrage und angesichts der zweiten Halbzeit muss man an dieser erheblich zweifeln. Völlig unverständlich, warum Gladbach trotz eines Rückstands sich einigelte und nicht mal im Ansatz Pressing spielte und Druck auf die Wolfsburger Abwehr entwickelte. Nur in den ersten 20 Minuten ging ein kleines bisschen, allerdings auch ohne echte Chancen zu entwickeln.

Meyer hat viel Arbeit vor sich, Gladbach knüpfte nahtlos an die Leistungen unter Luhukay an. Es wäre Zeit für eine längere Pause. Leider gibt es die genau jetzt nicht.

Natürlich war nicht dieses Spiel entscheidend. Entscheidend werden die nächsten beiden Spiele gegen Frankfurt und Bielefeld.  Es wird ein großer Kampf werden.

21.31: Zweiter Elfer für Wolfsburg. Erneut völlig berechtigt. Albermann holt Gentner unnötig von den Beinen, Misimovic verwandelt ganz sicher.

21.30: Wolfsburg schaltet drei Gänge zurück. Gladbach ist nicht in der Lage, sich auch nur eine einzige Chance herauszuspielen. Das ist ganz schlecht.

21.20: Das ist verdammt noch mal zu wenig. Bei Balleroberung in der Abwehr stehen oft sechs Gladbacher auf einer Linie am 16er und es gibt  keine Anspielstation im Mittelfeld. Das kann man bei 0:0 machen, aber nicht bei 0:2.

21.15:  Tor für Gladbach, leider irregulär. Hohe Flanke auf Friend, der sich mit vollem Körpereinsatz beim Kopfball im Fünfer durchsetzt und den Ball an die Latte nagelt. Der Abstauber ist drin. Aber Kempter entscheidet auf Foul von Friend und zückt sogar die gelbe Karte. Durch die rosarote Gladbach-Brille betrachtet würde ich sagen: rustikaler Körpereinsatz, sonst nix.

21.13: Gladbach mach viel zu wenig, stellt sich trotz Rückstand hinten rein und schafft in den ersten zehn Minuten der zweiten Halbzeit keinen einzigen Angriff zu starten, geschweige denn einen Angriff in Tornähe zu bringen. Das ist ganz schlecht.

21.12: 2:0 Wolfsburg, Kopfball-Tor Madlung. Freistoß vom 16er-Eck, Madlung kann sich in enger Deckung  durchsetzn und nickt locker ein.

21.oo: Gladbach ohne Wechsel aus der Kabine. Ich warte auf Marin. Gladbach braucht dringend mehr Ballsicherheit im Mittelfeld, damit die Mannschaft nachrücken kann und aus der Defensive rauskommt.

20.41: Es hatte sich angekündigt. Gladbach stand zu wackelig. Es war eine Frage der Zeit, bis ein Wolfsburger so einfach durchgehen kann. Die Art und Weise, wie er und anschließend Grafite gestoppt wurden, war naiv. Das waren zwei Elfmeter innerhalb einer Sekunde. Der erste wurde nur wegen Vorteil nicht gegeben.

Gladbach hat gut angefangen, hätte eigentlich Selbstvertrauen tanken können, aber dann völlig unverständlich das aggressive Pressing eingestellt und sich hinten rein drängen lassen.

20.39: Elfmeter für Wolfsburg. Blödes, übermotiviertes Foul von Frederic Löhe. 1:0 durch Grafite.

20.30: Wolfsburg feldüberlegen, Gladbach nur mit Entlastungsangriffen. Die werden aber nicht mal gefährlich. Im Moment ist das zuwenig, vor allem weil man jederzeit das Gefühl hat, dass Magaths Truppe ein Tor schießen könnte.

Löhe agiert unsicher, irrt bei hohen Bällen durch den Strafraum. Die Abwehr lässt zu viel in Höhe des 16ers zu. Zu Beginn des Spiels hat man gesehen, wie Wolfsburg zu schlagen wäre: Aus der eigenen Defensive raushalten, vorne entschlossen und früh attackieren. Irgendwann zwischen den 10 und 15. Minute hat Gladbach den Druck eingestellt.

20.18: Löhe mit zwei Unsicherheiten kurz hintereinander. Einmal unter der Flanke durchgesegelt, einmal in einer kniffligen Situation mit einer zu inkonsequenten Faustabwehr 16 Meter vor dem Tor, die Dzeko auf den Fuß fällt. Der zieht direkt ab und verfehlt nur um Zentimeter.

Sobald Wolfsburg in der Nähe des Gladbacher Tors auftaucht, wird es brenzlig. Das geht nicht lange gut. Die anfängliche Überlegenheit der Gladbacher ist Geschichte. Die Gastgeber jetzt klar Herr auf dem Platz.

20.13: Toller Angriff von Gladbach, dirigiert von Alberman. Wieder sehr breite Spielanlage, der Ball wechselt zweimal den Flügel, bevor Matmour auf Bradley flankt, der den Ball nicht unter Kontrolle bekommt und eher harmlos in die Arme von Benaglio schiebt.

20.10: Wolfsbrug startet sehr nervös mit hoher Fehlpassquote. Gladbach attackiert früh, spielt Forechecking in der gegnerischen Hälfte.  Das Aufbauspiel des VfL scheint konstruktiv, das Spiel wird breit gemacht.

Die erste Riesenchance hat dennoch Wolfsburg. Eine weite Flanke von Hasebe setzt Dzeko per Kopf an die Unterkante der Latte. Ein Spiegelbild des Bayern-Tors von letzter Woche.

19.59: Die Aufstellungen:

Wolfsburg: Benaglio – Riether, Madlung, Barzagli, M. Schäfer – Josué – Hasebe, Gentner – Misimovic – Grafite, Dzeko

Gladbach:  Löhe – Svärd, Kleine, Daems, Voigt – Alberman, Paauwe – Matmour, Bradley, van den Bergh – Friend

Bei Gladbach also auf dem Papier kein 4-4-2, sondern ein 4-5-1 wie in der Vorwoche, allerdings kann sich das auf dem Platz ganz anders darstellen.

19.55: Faustdicke Überraschung im Gladbacher Tor. Für den verletzten Gospodarek spielt nicht Heimeroth, sondern der dritte Mann Frederic Löhe. Höchststrafe für den ehemaligen Stammkeeper. Auf links läuft tatsächlich van den Bergh für Marin auf, einer der bei seinen wenigen Einsätzen in der zweiten Liga immer überzeugte, aber nie eine echte Chance bekam.

19.50: Die letzten 5 Spiele ging bei Wolfsburg wenig. 1 Sieg, 2 Remis, 2 Niederlagen. Der VfL ist im Moment kein übermächtiger und vor allem kein gefestigter Gegner. Heute geht es für Magath also schon um einiges. Nervosität statt breiter Brust. Das ist die Chance für die Borussia.

Bei Gladbach hatte Meyer keine Zeit, die Lehren aus dem Karlsruhe-Spieler seiner Mannschaft zu vermitteln. Das Feintuning dürfte also noch Luhukayscher Schule entspringen, Meyers Einflussmöglichkeiten beschränkt sich auf das Psychologische.

19.45: Der Express kündigte heute morgen einen (Überraschung) Systemwechsel bei Gladbach an. 4-4-2 statt 4-5-1, Marin auf die Bank, van den Bergh rein. Ob’s stimmt?

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4 Responses to “Live-Blogging: Wolfsburg – Gladbach”

  1. Tom on Oktober 29, 2008 08:36

    Ich bin wirklich gespannt ob Hans Meyer die Fohlen retten kann. Ich denk mal das wird keine einfach Aufgabe. Wenn du da unten mal drinsteckst, ist das vor allem ein Kopfproblem. Fussball spielen können sie ja.

  2. Bernic on Oktober 29, 2008 09:56

    Ich bin wirklich mal gespannt, ob Tom mithilfe solcher Deppenkommentare seinen Radlverkauf ankurbeln kann.

  3. Stefan (Weltsicht Südtribüne) on Oktober 30, 2008 12:31

    Wenn seine Fahrräder so platt sind wie seine Kommentare sicher nicht.

  4. Dülp on Oktober 31, 2008 19:50

    Lass ich mal stehen, weil lustig.

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