Live-Blogging: Jena – Gladbach

April 16th, 2008

19.20: Abpfiff. Ein glücklicher, glücklicher Punkt für Gladbach. Jena war optisch nicht unbedingt besser, hatte aber unglaubliche Chancen, die es nicht nutzte. Simak machte ein fantastisches Spiel, war der beste Mann auf dem Platz. Gladbach hatte so gut wie keine Torgelegenheiten, aber die wurden genutzt. Colautti war ein absoluter Glücksgriff, aber ohne die fantastischen Vorlagen von Marin, dem besten Gladbacher, hätte er auf verlorenem Posten gestanden. Der Rest des Gladbachers Mittelfelds ließ fast alles vermissen, was es in so einem Spiel braucht. Der Sturm hing völlig in der Luft. Friend und Neuville ohne jegliche Aktion. Die Innenverteidigung mit bisher unbekannten Fehlern: Daems hebt zweimal unnötig das Abseits auf. Brouwers zweimal kurz vor dem Eigentor. Allerdings musste man in diesen Situationen auch fragen, wo Paauwe war, der Simak niemals in den Griff bekam. Das war vielleicht die rechtzeitige Warnung, dass der Rest der Saison kein Selbstläufer ist.

19.13: Herzstillstand Teil 2: Torghelle köpft aus zwei Metern Heimroth in die Arme.

19.12: Herzstillstand! Brouwers köpft an den eigenen Pfosten.

19.11: Luhukay ist mit dem Punkt zufrieden. Neuville geht raus, dafür kommt Kleine rein. Gladbach wieder im 4-4-2.

19.10: Was spielt der Simak ein geiles Spiel. Nach einem 30 Meter Dribbling spielt er Schied im 16er frei. Zentimeter im Abseits.

19.03: TOOOOOR für Gladbach! 2:2. Ecke Marin, Kopfball Colautti vom kurzen Fünfereck.

Zuvor bereits eine Riesenchance. Brouwers verlängerte per Hinterkopf eine Freistoß-Flanke von Marin, Jenas Keeper klärte im letzten Moment.

19.00: Kribbelige Situation: Simak fällt an der Strafraumgrenze. Schiedsrichter Weiner gibt zurecht Freistoß. Das waren Zentimeter. Jenas Trainer Henning Bürger regt sich so sehr auf, dass er auf der Tribüne Platz nehmen darf.

Der Freistoß geht knapp über den Winkel.

18:56: Erneut eine 1000-prozentige von Jena. Schied beinahe mit seinem dritten Tor. Völlig freistehend zieht er ab, aber Heimeroth zeigt erneut eine Sensationsparade.
18.52: TOOOOR für Gladbach. Colautti per Kopf vom Fünfer nach Flanke Marin. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

18.47: Mega-Chance für Jena. Ausgangspunkt erneut Simak, wieder mit einem glänzenden Doppelpass, doch diesmal schliesst er selbst ab, scheitert aber dank einer Glanzparade von Heimeroth. Erneut hob Daems das Abseits auf und überraschte damit seine Kollegen.

8.43: Gladbach in der zweiten Hälfte im 3-4-3. Die linke Gladbacher Abwehrseite verwaist. Wenn es brennt, rückt Daems raus. Vorne nun Friend als Mittelstürmer, Colautti links, Neuville rechts.

Die Chancen für Gladbach häufen sich – allerdings nur relativ gesehen zur ersten Halbzeit. Gegessen ist das Spiel jedenfalls noch nicht.

18.40: Abseitstor. Rösler köpft nach Freistoß Marin ein. Für mich kein Abseits von Rösler, dafür stand Friend direkt hinter ihm einen halben Meter drin. Der Linienrichter hat wohl Rösler Position gewertet. Unglücklich.

18.37: Den Auftakt in der zweiten Halbzeit macht Jena. Eine Flanke “klärt” Brouwers knapp neben den Pfosten zur Ecke. Im Gegenzug zirkelt Marin den Ball per Außenrist auf Friend, doch der köpft in Rückenlage über das Tor. Kurz darauf kommt Schied nach einem Konter in aussichtreicher Position aus 17 Metern zum Schuss, verzieht aber weit neben das Tor.

18.30: Luhukay ist böse. Gladbach kam schon nach zehn Minuten aus der Kabine. Stürmer Colautti kommt für Verteidiger Voigt.

Halbzeit: Es war bisher so ziemlich die schlechteste Saisonleistung von Gladbach. Von konstruktivem Spiel kann nicht die Rede sein. Es gibt bisher kein Rezept gegen das kompakte, lauffreudige Mittelfeld der Jenaer. Im Gegenteil: Viele Ungenauigkeiten, ein kaum vorhandenes Kombinationsspiel. Die Außenpositionen sind tot und in der Mitte ist es viel zu eng, als dass von dort erfolgversprechende Chancen vorbereitet werden könnten. Es gab tatsächlich nur einen kläglichen Torschuss in der gesamten Halbzeit. Stattdessen viel Herumgestolpere.

Damit hier noch was geht, muss eine andere Mannschaft aus der Kabine kommen. Jena wird nun Beton anrühren und nur durch Standards oder Einzelaktionen könnte es einen Anschlusstreffer geben.

Nachtrag zum 1:0: Es war ein Riesenfehler von Daems, der 10 Meter(!) hinter der seinen Viererketten-Kollegen steht und das Abseits aufhebt.

18:16: 2:0 für Jena. Jena drückt aufs Glabacher Tor. Simak bekommt den Ball kurz vor dem 16er, spielt einen Doppelpass und schickt dann Werner steil. Seinen Schuss kann Heimeroth nur abklatschen. Marcel Schied steht auf dem Posten und schiebt ein. Zum kotzen.

18.12: Der erste Torschuss von Gladbach durch Rösler. Gefährlich war’s aber nicht.

18.10: Jena hat jetzt den Defensiv-Modus eingeschaltet. Lässt Gladbach kommen, steht mit 11 Mann in der eigenen Hälfte. Gladbach tastet sich aus dem Halbfeld heran, lässt den Ball durch die Defensive laufen. Doch nie findet die Borussia die entscheidende Anspielstation. Aus Verlegenheit werden dann hohe Bälle Richtung Strafraum geschlagen, die Jena dankend aufnimmt und rausschlägt.

18.00: Nach der Auswechslung von Levels gab es doch keine taktische Umstellung. Ndjeng ist in die Viererkette gerückt. Coulibaly nun im rechten Mittelfeld. Eine für mich nicht ganz nachvollziehbare Änderung. Ndjeng soll wohl von rechts hinten mehr Druck nach vorne entwickeln.

17.57: Riesenchance für Jena. Allagui wird im Strafraum angespielt, kann aus spitzem Winkel zehn Meter vor dem Tor frei abziehen, knüppelt den Ball aber über das Tor. Da sah Gladbach nicht gut aus. Ausgangspunkt war ein fataler Fehlpass von Paauwe direkt vor dem eigenen 16er.

17.53: Erster Wechsel bei Gladbach. Coulibaly kommt für Levels. Der Verteidiger ist offensichtlich nicht verletzt. An der Leistung kann es nicht liegen, Levels hatte bisher kaum etwas zu tun. Also eine taktische Änderung von Luhukay, der wohl sieht, dass es im Mittelfeld bisher keine Anspielstationen gibt und dort Überzahl erzeugen will.

17.47: Jena spielt sehr aufwendig im Mittelfeld mit Simak in der Offensive und einer Dreier-Kette dahinter, die extrem früh angreift und stets Überzahl am Ball erzeugt. Sobald Gladbach die Mittellinie überquert steht ein betonharter 7er-Block vor dem Strafraum. Lange Bälle auf Friend und Dribblings durch Marin sind im Moment die einzigen Mittel, mit denen es konstruktiv nach vorne geht.

17.40: 1:0 für Jena. Agui startet auf außen durch, schiebt den Ball in die Mitte in Simaks Lauf. Der spielt einen Sahne-Steilpass auf Marcel Schied. Heimeroth stürzt auf den Stürmer zu, doch der bleibt eiskalt und schiebt die Kugel vom 16er am Keeper vorbei ins Tor.

Es war die allererste Torchance überhaupt in dem Spiel, das zuvor fahrig und ungenau von beiden Mannschaften geführt wurde.

17.37: Lahmer Auftakt. Das Logo des Jena-Sponsors sorgt bei mir immer wieder auf neue für Erheiterung. Gnihihihi.

17.29: Randnotiz: Alexander Voigt wurde zu Jenas “Sportler des Jahres 2007” gewählt. Das sagt wohl alles über die Qualität des aktuellen Kaders.

17.27: Trotz guter Leistung in der Vorwoche muss Kleine bei Gladbach wieder auf die Bank, weil Brouwers nach Rotsperre in die Mannschaft rückt. Touma hat auch seine zweite Chance nicht genutzt und Ndjeng erhält den Vorzug im rechten Mittelfeld. Gladbach damit mit der Stammelf der Saison:

Gladbach: Heimeroth – Voigt, Daems, Brouwers, Levels – Marin, Paauwe, Rösler, Ndjeng – Neuville, Friend

Jena: Khomutovski – A. Maul, R. Müller, Kandelaki – Kikuchi, N. Hansen – Ziegner, Simak, Werner – Allagui, Schied

17.25: Warum in aller Welt darf eigentlich Peter Kötzle schon die ganze Saison als “Experte” für die zweite Liga auftreten? Außer Allgemeinplätzen und Phrasen gab es nichts, nichts, nichts. Dazu ein Temperament, dass auf gepflegten Haschisch-Konsum schließen lässt und anscheinend null Vorbereitung auf die Spieltage.

17.19: Das Rezept heute sollte einfach sein: Simak aus dem Spiel nehmen, der Rest läuft von alleine. Jena kann es sich nicht leisten, sich hinten rein zu stellen. Die Abwehr der Gastgeber ist so in etwa das Schlechteste, was in der zweiten Liga rumläuft.

17.15: So wird’s gemacht: Zwei Tage lang vorgearbeitet, um heute rechtzeitig vor der Glotze sitzen zu können. Leider haben Mainz und Köln nicht ähnlich versagt wie am Wochenende, deshalb kann es heute nur um die Verteidigung des Status quo gehen. Doch selbst dies wäre ein Schritt nach vorne, denn je näher das Saisonende rückt, desto mehr wiegt ein 9-Punkte-Vorsprung.

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2 Responses to “Live-Blogging: Jena – Gladbach”

  1. Königs on April 17, 2008 09:37

    Touma war verletzt, von “Chance nicht genutzt” kann also keine Rede sein

  2. Dülp on April 17, 2008 09:40

    Yep, hab ich später auch erfahren, dass Touma verletzt war. “Chance nicht genutzt” lass ich trotzdem mal so stehen, denn seine Leistung fand ich entsprechend.

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