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Live-Blogging: Gladbach – Kaiserslautern

Februar 1st, 2008

19.47: Tor für Kaiserslautern. Kopfball Runström in der 90. Minute nach einem Freistoß von Halbrechts. Lautern feiert, Gladbach flucht. Dies war einer der überflüssigsten Punktverluste, die ich seit langem gesehen habe. Nach der zweiten Roten Karte hat die Borussia das Laufspiel eingestellt und das Ergebnis noch nicht mal mehr verwaltet. Das war überheblich und phlegmatisch.

19.42: Lautern schnuppert am Ausgleich. Thomas Kleine klärt kurz vor der Linie für den geschlagenen Heimeroth.

19.37: Falls der ein oder andere Zuschauer den Eindruck haben sollte, ST Voyagers Lieutenant Tuvok würde im Lauterer Mittelfeld rumlaufen: Das ist Patrice Bernier, der dringend einen anderen Haarschnitt braucht.

19.31: Kein Tor für Gladbach. Daems hat nicht getroffen. Nach einer Freistoßhereingabe Ndjengs von der Eckfahne verlängert Rösler per Kopf. In diesem Moment steht Daems Abseits und der Linienrichter hebt die Fahne zurecht, als der Innenverteidiger die Kugel über die Linie bugsiert.

19.26: Die erste große Chance nach dem Platzverweis hat Lautern in Person von Bellinghausen, der eine hohe Flanke aus sieben Metern volley neben das Tor drischt.

Rote Karte gegen Josh Simpson! Harte Entscheidung, aber vertretbar. Simpson geht mit gestrecktem Bein in die Knochen von Daems, ohne den Ball treffen zu können. So oder so war das Foul am Gladbacher 16er völlig überflüssig. Rekdals Brecheimer müsste langsam voll sein.

19.21: Beda holt sich die Rote Karte ab – Grätsche in die Achillessehnen von Neuville. Rekdal kotzt gerade am Spielfeldrand ab. Der Kapitän und Abwehrchef dürfte dem FCK mindestens die nächsten beiden Spiele fehlen.

19.15: Bellinghausen hat ebenfalls kein Zielwasser getrunken. Aus sieben Metern schafft er es nicht einzuschieben – Heimeroth bringt seinen Körper zwischen Torlinie und Ball. Eine Volleyabnahme nach der folgenden Ecke klatscht an den Außenpfosten. Langsam werde ich wieder wach.

19.13: Nando Rafael demonstriert zweimal hintereinander, wie man aus fünf Meter freistehend vor dem Tor scheitern kann. Wahrscheinlich wollte er nur seinem Vorbild Neuville nacheifern, der eine Minute zuvor das gleiche zustande gebracht hatte. Das musste die Vorentscheidung sein.

19.05: Wiederapfiff, keine Änderungen auf beiden Seiten. Ndjeng gibt per Freistoß eine erste Kostprobe, dass Gladbach nun vielleicht etwas mehr Ernsthaftigkeit an den Tag legen will. Sippel klärt mit den Fingerspitzen im linken unteren Eck.

18.41: Rösler holt sich mit einer rüden Grätsche die fünfte gelbe Karte ab. Vielleicht holt das die Gladbacher aus dem Dämmerzustand.

18.30: Ein müdes Spiel. Kaiserslautern arbeitet sich an der Gladbacher Verteidigung ab. Die Borussia hingegen beschränkt sich auf das Allernotwendigste. Die meisten Angriffsversuche scheitern, wenn Ndjeng den Ball vertändelt.

18.20: Seit einer viertel Stunde geht nur noch sehr wenig. Lautern hat sich ein wenig berappelt, sprich es lässt keine Großchancen mehr zu. Das ist es aber auch. Wenn mal eine schöne Aktion kommt, dann von Bellinghausen.

Was ist eigentlich aus der ominösen norwegischen Eckballtraube geworden, die der FCK zu Saisonbeginn im Repertoire hatte?

18.08: Rekdal hat die Faxen dicke und schickt die ersten Spieler zum Aufwärmen hinters Tor.

18.03: Beinahe das zweite Tor für die Borussia. Neuville darf sich auf links den Ball zur Flanke sekundenlang zurechtlegen. In der Mitte schafft es die Lauterer Abwehr nicht, den keine 1,80 Meter großen Rafael am Kopfball zu hindern. Glanzparade von Sippel.

Lautern lässt alles das vermissen, was es in einem Spiel gegen Gladbach gefragt wäre. Man könnte meinen, dass die Spieler absichtlich das Gegenteil von dem machen, was ihnen Rekdal mit auf den Weg gegeben hat.

18.00: TOOOOOR für Gladbach! Brutale Abwehrschwäche des FCK bei einer Freistoßflanke von Ndjeng. Rösler köpft nach 51 Sekunden ein.

17.55: Auf Gladbacher Seite eine kleine Überraschung in der Aufstellung. Coulibaly beginnt im linken Mittelfeld. Kleine spielt von Anfang an in der Innenverteidigung, Rafael für den gesperrten Friend im Sturm. Bei Lautern, wie in der Vorrunde mit einer Doppel-6, dürfen die erst vor wenigen Tagen verpflichteten Neuzugänge Mandjeck und Iacob ran.

Gladbach: Heimeroth, Voigt, Daems, Kleine, Levels, Paauwe, Coulibaly, Ndjeng, Rösler -Rafael, Neuville
Lautern: Sippel – Weigelt, Schönheim, Beda, Müller – Mandjeck, Demai, Bernier, Bellinghausen – Iacob, Simpson

17.30: N’abend allerseits. Statt dem geplanten Bierchen im Stadion muss ich mich heute auf Kamillentee vor den Fernseher beschränken. Winter sucks. Meine Laune hellt ein wenig Christoph Daum auf, der den Premiere-Fieldreporter bei jeder Frage sowas von auflaufen lässt:

“Herr Daum, ein Sieg zu Karneval?”
“Karneval? Wen interessiert Karneval? Wir sind hier beim Fußball”
“Aber Ihre Fans würde ein Sieg das Feiern sicher versüßen.”
“Unsere Fans feiern das ganze Jahr, dazu brauchen die weder Karneval noch einen Sieg”

Uiuiui, da ist aber jemandem eine Laus über die Leber gelaufen.

Der Nordpark in Gladbach sieht spärlich besetzt aus. Kaiserslautern scheint wenig Anhang mitgebracht zu haben. Eitel-Sonnenschein herrscht bei Ziege und Luhukay. Da gibts nicht viele Fragen für das Interview. Etwas besseres als “Werden Sie heute versuchen, ein frühes Tor zu erzielen?” sollte einem Journalisten dennoch einfallen.

Erstmals in seiner neuen Funktion vor der Premiere-Kamera: Fritz Fuchs, der für seinen FCK als Ziel ausgibt, am Ende der Saison vor St. Pauli zu stehen. Sonst hat auch er nichts anderes als die üblichen Durchhalteparolen (“Auch heute spielen 11 gegen 11”).

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One Response to “Live-Blogging: Gladbach – Kaiserslautern”

  1. C. Antonius on Februar 2, 2008 14:16

    Das Tor von Daems war auf jeden Fall nicht Abseits, da der Ball vom Lauterer Spieler kam. Vielleicht Handspiel?

    Insgesamt fand ich das Spiel nicht so schlecht, wie es gemacht wird. Einige gute Kombinationen waren dabei, allerdings darf man gegen neun den Gegner eigenltich nicht kontern lassen….

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