Live-Blogging: Aachen – Gladbach
22.05: Schlusspfiff. Gladbach ist mit einem hart erkämpften Punkt sichtlich zufrieden. Keine Frage: Das Remis ist gerecht, ein Sieg wäre für Aachen schmeichelhaft gewesen. Der Spielverlauf spielte der Alemannia voll in die Karten. Nach dem 1:0 konnte die Mannschaft ihre kämpferischen Qualitäten voll ausspielen. Im Gegensatz zur bisherigen Saison stand die Abwehr absolut sicher und sie bot der Borussia den eigenen Schwachpunkt, Standardsituation, sehr selten an. Gladbach mit einer überzeugenden zweiten Hälfte, aber nie mit einem guten Ball auf Friend. Der Ausgleich war nur der individuellen Klasse von Neuville geschuldet.
22:00: Nach dem Tor folgte nur eine kurze Druckphase der Gladbacher. Seitdem zeigt sich die Borussia zwar überlegen, aber kommt wie zuvor nicht mehr zu Chancen. Aachen hat sich wieder sortiert.
21:52: TOOOOOOOR für Gladbach! Neuville zum 1:1! Dabei war der Junge beinahe abgetaucht in der zweiten Hälfte. Aber wenn er am Ball war, dann hat es gerappelt – einmal Latte , einmal Tor. Im 16er nimmt er den Ball knapp rechts neben dem Elferpunkt auf, schlängelt sich um den Gegenspieler und drückt ab. Das überragende Anspiel kam von Coulibaly. Also: Alles richtig gemacht von Luhukay.
21.50: Coulibaly kommt für Marin. Wobei Marin der mit Abstand auffälligste Spieler der zweiten Hälfte war. Fast alles lief über ihn auf der linken Seite.
21.45: Strammer Flachschuss von Voigt in die rechte Ecke, doch Stuckmann hat die Finger dran. Vorher gab es ein Spiegelbild des Gladbacher Spiels: Ein hoher Ball aus dem Halbfeld flipperte durch den Aachener 16er, ohne dass irgendjemand kontrolliert in dessen Nähe hätte kommen können. Spielt Neuville eigentlich noch mit?
21:34: Nächste Großchance für Gladbach. Marin beweist aus 13 Metern seine Ungefährlichkeit. Der eigentlich optimal zurückgelegte Ball rutscht ihm über den Spann und wird zur Bogenlampe, die über die Querlatte eiert. Immerhin hatte sich Marin die Gelegenheit selbst eingeleitet.
21.31: Fünf Zentimeter fehlen nach einer Freistoßflanke, als Rösler zum Flugkopfball ansetzt. Der Ball trudelt an seiner Stirn vorbei ins Toraus.
21.28: Lattentreffer für Gladbach Neuville zieht von halblinks, Höhe Strafraum, ab und lässt dem Torwart keine Chance.
21.25: Gladbach kommt mit mehr Druck aus der Kabine, aber nicht mit mehr Ideen. Trotz gefühlten 90 Prozent Ballbesitz hat Aachen wieder die beste Chance der Anfangsphase. Nemeth ersprintet sich einen Steilpass auf der rechten Angriffsseite und geht alleine aus spitzem Winkel auf den Torwart zu. Für die optimale Alternative, den Abschluss, fehlt ihm der Mut und er passt wie beim 1:0 in die Mitte, doch da steht diesmal Bögelund.
21.15: Mein Näschen hat mich nicht ganz getäuscht. Touma kommt für Ndjeng in die Partie.
21.00: Halbzeit. Das Fazit bleibt das gleicht: Gladbach kommt nicht durch, hatte keine zählbare Torchance. Nach der Pause sollte der ein oder andere frische Spieler seine Chance bekommen. Hier bieten sich insbesondere die Außenpositionen an. Ndjeng wäre der erste Kandidat. Marin hat zwar einen schweren Stand in dem knüppelharten Spiel, aber auch einige ganz ordentliche Situationen. Wie immer trennte er sich zu oft einen Moment zu spät vom Ball. Neuville und Friend hingen völlig in der Luft. Ihre Leistung ist kaum zu bewerten. Röslers Leistung ist höchstens in der Defensive annehmbar, bei eigenem Ballbesitz ist er kaum zu sehen. Voigt versuchte einige Bälle zu verteilen, aber ließ Präzision vermissen. Er scheint mit dem nassen Rasen nicht zurecht zu kommen.
20.50: Aachen ist näher am zweiten Treffer als Gladbach am Ausgleich. In der Abwehr schaut es nicht gut aus. Vor allem Bögelund ist meist zwei Schritte zu spät. Aus der Aachener Fankurve (oder Fangerade?) schallt seit dem 1:0 Daueranfeuerung durch den Tivoli. Bis zur Halbzeit wird für die Alemannia wahrscheinlich nichts mehr anbrennen und dann muss sich Luhukay etwas einfallen lassen, den in den letzten 15 Minuten war keine Kombination über mehr als drei Stationen zu sehen.
20.40: Gladbach bringt nur Stückwerk zustande. Aus dem Halbfeld versuchen Bögelund, Ndjeng, Voigt immer wieder halb hohe Bälle in die Mitte oder flache Pässe an den Strafraumrand, die sich Neuville aus der Mitte erlaufen soll, um flanken zu können. Aber Aachen ist stes auf dem Posten oder die Hereingaben sind zu ungenau. Die Alemannia zeigt sich in der Offensive hingegen präzise und kann fast jeden Vorstoß in zumindest aussichtsreiche Position spielen.
20.31: Gladbach findet langsam zu seinem Spiel, es mangelt aber klar an Torchancen. Voigt hat – zumindest offensiv – noch nicht zu seiner Rolle gefunden. Aachen verteidigt jetzt geschickt und beschränkt sich auf Konter.
20.24: Aachen trägt einen herrlichen Konter über Ebbers nach Ecke Gladbach nach vorne. Der Spielzug war so wunderbar wie der Abschluss bescheiden. Hinter den Schuss hätte Fiel ein Butterbrot herwerfen müssen, damit er nicht verhungert.
20.21: Zweite gelbe Karte im Spiel nach bösem, unnötigem und obendrein absichtlichem Foul von Jerome Polenz an Marin in Höhe der Mittellinie. Herzlichen Glückwunsch Herr Polenz. Gegen Marin nach zehn Minuten vorbelastet zu sein, ist ein sehr clevere Entscheidung.
20.19: 1:0 für Aachen. Ein kurzer Steilpass hebelt die linke Gladbacher Abwehrseite aus. Nemeth geht durch und passt auf den in der Mitte völlig freistehenden Ebbers, der nur noch einschieben muss. Gladbach wollte Ebbers Abseits stellen, doch im Moment des Steilpasses stand der Mittelstürmer passiv, bei der Hereingabe von Nemeth auf gleicher Höhe mit Marin. Also traurigerweise ein absolut korrektes Tor.
20.15: So startet man in ein Derby: Gelbe Karte nach zwei gespielten Sekunden für Rob Friend. Gladbach startete mit einem hohen Flugball auf Außen. Friend stieg mit Anlauf hoch und traf seinen Gegenspieler mit dem ausgefahrenen Arm im Gesicht. Keine Absicht, aber ziemlich ungeschickt.
20.11: Bei Gladbach hätte ich fast mit einer Pause für Ndjeng gerechnet, der zuletzt nicht mehr frisch wirkte. Touma hätte nach seiner beherzten Auftritt gegen St. Pauli eine Chance verdient gehabt.
Gladbach: Heimeroth – Daems, Brouwers, Gohouri, Bögelund – Marin, Rösler, Voigt, Ndjeng – Neuville, Friend
Aachen: T. Stuckmann – Polenz, Olajengbesi, N. Herzig, Casper – Krontiris, Fiel, Plaßhenrich, D. Brinkmann – Ebbers, Nemeth
20.00: Zeit, den Sender zu wechseln. Und wen begrüßt Michael Leonhard als Experten? Kalla Pflipsen. Aaargh. Die ganze Nummer nochmal. Ich glaub ich guck mir bis Anpfiff die Werbung auf dem DSF an.
Bei Aachen sind Leiwakabessy, Kolev und Rhegekampf nicht im Kader. Angeblich aufgrund schlechter Trainingsleistungen. Seeberger vertraut beinahe derselben ersten Elf, die in der Vorwoche gegen Paderborn gewinnen konnte. Nur Fiel kommt für Lagerblom.
19.50: Derby-Zeit, Live-Blogging-Zeit. Während Kalla Pflipsen als DSF-Experte gerade die Werbetrommel in eigener Sache rührt (“Habe ich schon erwähnt, dass ich mit Jos Luhukay den Trainerschein gemacht habe? Ich habe also jetzt einen Trainerschein! Trainerschein! Trainerscheeeiiiin!”), macht sich Alex Voigt für seinen Einsatz in der Startelf bereit. Er vertritt Patrick Paauwe im defensiven Mittelfeld. Für Svärd und Polanski rücken damit Einsätze von Beginn an in weite Ferne – zumindest in dieser Saison und bei diesem Verein.
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