Hans-Günter Bruns, Held meiner Jugend

Januar 9th, 2008

Winterpause. Zeit, einen fast vergessenen Helden zu würdigen. Hans-Günter Bruns.

So etwa 1984 gab es bei Borussia Mönchengladbach erste Ansätze von Merchandising. Die Borussia verkaufte weiße T-Shirts mit den Konterfeis der Spieler für wahrscheinlich weniger als zehn Mark. Der Renner waren Uwe Rahn, Frank Mill und mit Abstrichen Hans-Jörg Criens. Ich allerdings wollte Bruns.

Für mich war er der Mann. Nicht nur, dass man ihn aufgrund seiner blonden Mähne noch aus den höchsten Rängen des Block 32 klar ausmachen konnte. Nein, er war der Chef auf dem Spielfeld und kombinierte Robustheit mit lässiger Eleganz in der Spieleröffnung. Er spielte so, wie es der Name “Hans-Günter” erahnen ließ. Er war der Libero, der den deutschen Fußball Anfang der 80er auszeichnete.

Wenn heute ausschließlich an die großen Zeiten der Gladbacher Ende der 70er erinnert wird, dann vermisse ich den Respekt vor der Mannschaft, die in den Folgejahren immer noch guten, erfolgreichen Fußball gespielt hat, aber stets knapp gescheitert ist. Die Mannschaft, die immer noch fantastisch kontern konnte. Und vor meinem inneren Auge ist Bruns das Gesicht dieses Teams, noch vor Rahn oder Criens. Für den Platz in den Annalen fehlte Bruns lediglich ein Titel in seiner Zeit als Führungsspieler.

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9 Responses to “Hans-Günter Bruns, Held meiner Jugend”

  1. Stuuuns on Januar 10, 2008 00:32

    jo. auch einer meiner liebsten spieler zu der zeit. leider viel zu wenig gewürdigt.hat zur zeit auch als trainer mit oberhausen erfolg. als aufsteiger auf dem 3.platz in der regionalliga.

  2. klinkinho on Januar 10, 2008 12:13

    ich hatt datt borowka schöcht. selbe zeit. datt war mal nen vorbild.

    legendär hgbruns in uerdingen, grotenburch kampfbahn mit dem lustigen elefanten als maskottchen auf der so glaube ich ersten animierten anzeigetafel der liga, als beide ein nullnull zum klassenerhalt brauchten und auch so spielten. bruns schlug einen langen “pass” über 50m nach vorne, der auf dem nassen rasen über den torwart sprang und nur knapp vorbei ging. ein riesenraunen in beiden blöcken.

  3. r0ssi on Januar 10, 2008 13:11

    warst du nicht auch damals beim bruno-abschiedsspiel? ich erinnere mich zwar nicht mehr richtig dran aber es war garantiert ein schöner abend.

  4. Marius on Januar 10, 2008 15:12

    Großartige Zeit, großartiger Spieler! Vielleicht aber blicke ich auch nur deshalb verklärt in diese Zeit zurück, da mein Erinnern selektiv arbeitet. “Früher war alles besser!” Bin letztens über ein Foto von ihm im letzten MontagsKicker gestolpert. Frisur nahezu unverändert. Ist halt ein Typ.

  5. Dülp on Januar 10, 2008 15:20

    Früher war nicht alles besser, die Borussia aber definitiv.

    Foto gibts hier:

  6. Herr Wieland (Drei Ecken, ein Elfer) on Januar 10, 2008 22:41

    Euer Günter ist ein Schalker, hey, hey *sing

    Um ehrlich zu sein, wirklich erinnern kann ich mich an seine Anfänge bei den Blauen auch nicht mehr, auch ich verbinde ihn mit Borussia. Mehr noch verbinde ich aber Herrn Heynckes als Trainer mit dieser Zeit.

    Und den Manager mit der Pfeife. Wie hieß der noch gleich? Irgendwatt mit G, oder?

  7. Herr Wieland (Drei Ecken, ein Elfer) on Januar 12, 2008 15:41

    Grashoff.
    Fiel mir grade wieder ein.

    Da muss erst ‘n Schalker kommen, um sich die eigenen Fragen zu beantworten *tztz

  8. Dülp on Januar 12, 2008 23:27

    Sorry Herr Wieland, mir war, als hätte ich deine Frage beantwortet. Ich wollte dir sogar noch ein schönes Bild raussuchen, denn der Herr Grasshoff ist immer noch im Stadion präsent – nämlich als Coverboy der Ultras

    Er war übrigens der erste Manager im deutschen Fußball und kam aus Hamburg – was seine hanseatische Geschäftsführung erklärte.

  9. Carmen on Februar 26, 2011 22:30

    Ja, das war eine schöne Zeit – die 80er. Spieler wie Hans-Günter Bruns dürften nie älter werden. Mit ihm hat Fußball mehr Spaß gemacht. Solche Pesönlichkeiten sucht man heute leider vergeblich. Der Bruno ist ja nun leider nicht mehr bei RWO. Ich hoffe aber, er trainiert weiter. Männer wie ihn braucht der Fußball. Ich bewundere ihn seit Jahrzehnten. RWO hätte ihn behalten sollen, einen besseren als Bruno werden sie ohnehin nicht finden. Alles Gute, Bruno!

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