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Gladbachs Bankrotterklärung

November 30th, 2008

Aus der Überschrift ist es nicht schwer zu schließen, wie ich das Spiel gegen Cottbus einordne. Es war eine der schlimmsten Vorstellungen, die in den letzten Jahren von diesem Verein dargeboten wurden. Was mich konsterniert hinterlässt, ist der Zustand der Abwehr, die nicht mal gegen eine absolut limitierte Offensive zu einem Ansatz von Ordnung und Souveränität findet.

Die rechte Abwehrseite, in der Vorwoche schon die Sollbruchstelle,  wurde mit Gohouri neu besetzt, aber in keiner Weise stabiler. Es war nahezu lächerlich, wie mit nur einem Doppelpass das komplette Gefüge zur Implosion gebracht wurde. Das reicht einfach nicht, das hat nichts mit Athletik und Schnelligkeit zu tun, das ist taktischer Kindergarten.

Das Erstaunlichste an diesem Spiel war, dass Gladbach durchaus die Möglichkeiten hatte, das Spiel in der zweiten Halbzeit zu drehen. Beim Stand von 1:2 hatte alleine Rob Friend eine ganze Hand voll Chancen, auszugleichen. Das war  nicht Gladbacher Klasse geschuldet, sondern der Tatsache, dass Energie nicht weiter die offensiv die Abwehr bearbeitete, sondern sich zurückzog. Es war einfach das Mindeste, was man gegen einen solchen Gegner erwarten kann, aber kein Stück mehr.

Gladbach ist jetzt mit dem KSC Abstiegskandidat Nr. 1 und sollten nicht in der Winterpause drei neue Abwehrspieler kommen, die die Qualität klar verbessern, dann wird es nicht reichen.

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9 Responses to “Gladbachs Bankrotterklärung”

  1. Martin on November 30, 2008 20:32

    Die einzige Hoffnung ist ja, dass da unten alle so furchtbar schlecht sind. Karlsruhe sehe ich ebenfalls ganz klar als Abstiegskandidat Nummer 1 und Frankfurt und Hannover rutschen da auch nochmal mit unten rein.

  2. Yalcin [fehlpass.com] on Dezember 1, 2008 11:00

    Ja, Gladbach braucht dringend andere Verteidiger, aber woher nehmen?
    Die einzige Hoffnung ist, das sich das Kollektiv gemeinsam gegen den Abstieg stemmt und dass die Konkurrenzen einen Ticken schlechter sind.

  3. Alex on Dezember 1, 2008 13:45

    Gohouri stand einfach falsch. 10 mehr von ihm, das ist meine einzige Hoffnung. Das wurde auch hier erkannt: http://www.derwesten.de/nachri.....etail.html

  4. Dülp on Dezember 1, 2008 15:28

    @Alex: In dem verlinkten Artikel steht zum Thema Gohouri “in der Defensive völlig indisponiert”. Was hat das mit deiner Aussage zu tun.

    Ganz davon abgesehen, gehört es zu den Mindestanforderungen an einen Bundesligaverteidiger, nicht eklatant falsch zu stehen. Das taktische Verhalten der Viererkette gepaart mit fehlender Schnelligkeit ist genau das, was uns im Moment das Genick bricht.

  5. taktiktafel on Dezember 1, 2008 17:03

    Das Kommen der drei heiligen Abwehrspieler dürfte dank der recht soliden finanziellen Situation von Gladbach kein Problem sein, nur ob die erstligatauglich und sofort einsetzbar sind, das ist die Frage.
    Schliesslich sind die jetzigen Abwehrspieler ja damals vom Gladbacher Kompetenzteam (-Meyer) für gut genug für die 1. Liga befunden worden …
    Einerseits spricht vieles für einen lange offenen Abstiegskampf, andererseits IMHO ein paar Indizien klar gegen Gladbach: die schwächste Abwehr aller Abstiegskanidaten, der schon erfolgte Trainerwechsel (sollte es den “berühmten” Ruck gegeben haben, dann habe ich ihn verpaßt) und die so frühe Ankündigung von Transfers. Auch die Schauspieleinlage von Marin (getroffen vom tödlichen Finger Tremmels) deutet auf schiere Panik hin.

  6. Dülp on Dezember 1, 2008 17:37

    Dass man in der Winterpause drei Abwehrspieler bekommt, die als sichere Verstärkungen durchgehen, ist zwar höchst unwahrscheinlich. Aber es ist einer der wenigen, wenn nicht der einzige Strohhalm, an den ich mich klammern kann.

  7. Patrick on Dezember 1, 2008 17:55

    Ich denke Gladbach wird sich noch fangen. Bis zur Winterpause ist es wichtig so viele Punkte wie möglich zu holen, danach wird man dann sehen, ob die angekündigten Verstärkungen etwas an der Situation ändern können.
    Als Gladbachfan bin ich natürlich optimistisch! ;)

  8. sternburg on Dezember 2, 2008 13:20

    Wenn man wirklich Geld in die Hand nehmen und gleich drei Abwehrspieler holen will*, dann erscheint mir das nicht so unrealistisch, eine gute Quote einzufahren.
    Ich meine, die Defensive ist der Mannschaftsteil, der mit Geld und einer einzigen gelungenen Vorbereitung noch am ehesten zu flicken ist.

    Zeigt uns ja Köln dieses Halbjahr ganz gut.

    *Das hat natürlich auch Risiken, auch für das Mannschaftsgefüge. Aber diese ist man mit der Verbannung unserer drei Mittelfeldler ja schon eingegangen.

  9. Dülp on Dezember 5, 2008 19:54

    @sternburg: Das Mannschaftsgefüge wurde schon vor der Saison demontiert. Da kann nicht mehr viel passieren. Unsere Führungsspieler sind keine Effenbergs sondern Neuvilles. In der Abwehr steht außer Daems jeder in der Kritik.

    In der Winterpause brauchst du praktisch nur Volltreffer. Bei drei neuen Abwehrspielern müssten mindestens zwei einschlagen.

    Angesichts des aktuellen Zustands stehen aber, da hast du recht, die Chancen gut zumindest bessere SPieler als die vorhandenen finden zu können. Wenn ich aber lese, dass Meyer an einem Kluge dran ist, dann frag ich mich, ob die Prioritäten richtig erkannt werden.

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