FCK: Die Essenz der Misere hat ein Gesicht
Es war für mich die Essenz all dessen, was in Kaiserslautern falsch läuft. Ein einziges Interview im DSF. Ein dicker, froschmäuliger Mann, der die erbärmlichen, fettigen Überreste seines Kopfhaars vom linken Ohr quer über die Glatze gekämmt trug, stapfte, das Hemd provisorisch über den gigantischen Bierbauch in die Hose gestopft, aus einem Gasthof im tiefsten Westerwald und begann über die Trainerpolitik des FCK zu referieren.
Man kann sich mein Erstaunen vorstellen, als mir die Einblendung verriet, dass es sich nicht um eine Fanbefragung handelte, sondern um eine offizielle Auskunft des Lauterer Vorstandssprechers. Noch viel größer war mein Erstaunen, als ich den Namen Hans-Artur Bauckhage googelte und sich dieser optische Hartz-IV-Empfänger, der sich mit jeder in die Kamera gegrinsten Aussage tiefer in die Scheiße ritt, als ehemaliger Vize-Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz erwies.
Nun ist nicht nur mein Glauben in die Demokratie erschüttert. Ich wurde wieder daran erinnert, dass beim FCK die Zeiten der Provinzfürsten nie geendet haben, nur durch ein kurzes Zwischenspiel, als Rene Jäggi die Hauptverantwortung trug, einen solide wirkenden Anstrich bekommen hatten, der mittlerweile mehr als abgeblättert ist und sämtliche maroden Stellen nicht mehr verbergen kann.
Vermutlich haben dieser Mann, Bauckhage, und seine Mitstreiter aus Versehen gar keine so schlechte Verpflichtung getan. Wenn einer unter diesen Bedingungen arbeiten kann, dann Milan Sasic. Schließlich waren seine drei letzten Trainerstationen die TuS Koblenz, der VfL Hamm und die DJK Gebhardshain-Steinebach. Wo liegt Gebhardshain? Direkt bei Daaden. Und wo hat der Bäckermeister Hans-Artur Bauckhage seinerzeit seine politische Karriere im Gemeinderat begonnen? Genau. In Daaden. Da kann ja fast nicht mehr schief gehen.
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6 Responses to “FCK: Die Essenz der Misere hat ein Gesicht”


Hoppla…was für Hausnummern. Gibt es Gebhardshain überhaupt noch … und die jüngere Vergangenheit vom VFL Hamm war ja auch nicht mehr allzu glorreich und das wird wohl auch so bleiben.
Also kommt er auch irgendwie aus der “Region”, der Sasic. Dann passt das doch zum Motto des FCK “regional denken, regional spielen”. Obwohl selbst dafür sind sie ein Jahr zu spät dran…
wieso glaube in die demokratie verloren? jedes bundesland hat die vertreter, die es verdient.
Da muss ich Mza zustimmen.
zum Trainer: Vielleicht sollte man erst mal ein paar Spiele abwarten, bevor man urteilt.
Gebhardshain gibts noch, und zwar da, wo Sasic den Verein übernommen hat. In der Kreisliga B. Unter Sasic gabs immerhin den Aufstieg in die Landesliga. Der VfL Hamm hat es inzwischen in der Kreisliga A verschlagen. Bei beiden Stationen kann man wohl ohne näher zu recherchieren sagen, dass es nicht ausschließlich auf den Trainer ankommt, sondern vor allem auf die Kohle, die der örtliche Bauunternehmer in den Verein reinpunpt.
@mza und sippel: Ich könnte euch zustimmen, wäre nicht der Mann, der Bauckhage in diese Position gehievt hat, heute der Kanzlerkandidat der SPD.
Und kleine Brötchen backen kann er auch
Hier mal unter früher ausgeübte Berufe schauen:
http://www.landtag.rlp.de/...
und dann hier entlang:
baeckerei-bauckhage