Eberl und Frontzeck – frischer Wind?

Juni 13th, 2009

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9 Responses to “Eberl und Frontzeck – frischer Wind?”

  1. ElkeHB on Juni 14, 2009 21:13

    Prognose?
    Das ist doch genau der Punkt, diese riesige Erwartungshaltung. Ich denke, dass Eberl und Frontzeck ihre Sache richtig gut machen werden, aber trotzdem werden wir gegen den Abstieg kämpfen. Nicht so knapp, wie in der vergangenen Saison, vielleicht sollte der Nichtabstieg etwas früher feststehen, aber mehr als Platz 12 oder 13 ist vorerst nicht drin. In der darauf folgenden Saison kann dann das von Dir erwähnte “gesicherte Mittelfeld” angestrebt werden und danach werden wir sehen…
    Was ich meine ist, dass die Erwartungen erst einmal niedrig sein MÜSSEN und dem Team samt Trainer und Sportdirektor Zeit gelassen werden muss.
    Bitte nicht schon wieder Druck nach den ersten vier Spieltagen, sondern der vielbeschworenen Kontinuität eine Chance geben!!

    PS: und auf so einen Egoisten wie Marin kann ich gerne verzichten.

  2. Stefan (Weltsicht Südtribüne) on Juni 14, 2009 21:36

    Jetzt frage ich mich von außen nur, welches Konzept Eberl verfolgt. Die bisherigen Transfers erinnern mich eher an ein “Weiter so!” Unter vielen Verpflichtungen wird schon einer passen, oder so.

  3. Dülp on Juni 15, 2009 13:37

    @ElkeHB: Im Prinzip hast du völlig recht. Auf der anderen Seite: wenn Gladbach bereits 6 Millionen für Neuzugänge ausgegeben hat und jetzt ggf. nochmal 7 Mios für Arango auf den Tisch legen könnte – dann bekommst du einfach die Erwartungshaltung, dass man sich zumindest von Mainz, Freiburg, Bochum punktemäßig distanzieren möchte. Wir Gladbacher sind ja nicht besonders gut darin aus der jüngeren Vergangenheit zu lernen.

    Meine persönliche Erwartungshaltung lautet: Eine gewisse Konstanz, was Ausrichtung und Stammpersonal angeht und dass vor der Saison dafür gesorgt wird, alle Baustellen zu schließen. Und möglichst keinen einzigen Spieltag auf einem Abstiegsplatz verbringen.

    @Stefan: Das ist dir nicht ohne Grund aufgefallen. Man weiß bisher nur von der Existenz dieses mysteriösen Konzeptpapiers, vom Inhalt ist bisher nichts nach außen gedrungen. Außer Rahmenpunkte wie zum Beispiel ein durchgängiges System von der E-Jugend bis zu den Senioren.

    Am den bisherigen Neuzugängen konnte man ebenfalls noch nichts ablesen. Eigentlich läuft es so wie jedes Jahr: Der Kader wird erstmal mit ein paar Millionen auf 35,36 Leute aufgepustet und anschließend landen 10 Aussortierte zum Sonderpreis auf dem Grabbeltisch.

    Wenn man etwas Positives erkennen möchte, dann vielleicht, dass anscheinend die Baustellen im Kader (Off. MF, Sturm, Abwehrzentrum) angegangen werden. Warum allerdings erstmal wieder drei defensive Mittelfeldspieler verpflichtet wurden – das kann ich beim besten Willen nicht verstehen.

  4. Gregor Keuschnig on Juni 15, 2009 14:40

    Naja, die Profileigenschaft “anpassungsfähig” ist mindestens zweideutig. Leute die mir sagen, sie seien anpassungsfähig, begegne ich mit Skepsis, weil sie unter Umständen in vorauseilendem Gehorsam zu sehr an Altem festhalten und Loyalität mir Kreativlosigkeit verwechseln. Vielleicht meint man aber auch nur das realistische Einschätzen der Möglichkeiten (bspw. hinsichtlich des Kaders).

  5. Dülp on Juni 15, 2009 23:31

    Ich verstehe “anpassungsfähig” im Sinne von undogmatisch und teamfähig. Eine Person, die nicht stur eigenen Ideen hinterher läuft, sondern auch Vorgaben umsetzen kann und sich dazu nicht zu schade ist.

  6. C. Antonius on Juni 25, 2009 16:52

    Meiner Meinung nach hat Eberl die Marin-Geschichte sehr souverän und geschickt gelöst; sein Gesellenstück sozusagen. Durch geschickte Interview-Aussagen hat er sich eine Position der Stärke verschafft. Vieles ist zwar Spekulation, aber andere wären vielleicht mit 2 Millionen weniger vom Verhandlungstisch weggegangen.

  7. Dülp on Juni 26, 2009 18:37

    @C.Antonius: Ich finde es gut, dass Eberl die Sache in trockene Tücher gebracht hat – Reisende kann man nicht aufhalten. Aber ich hätte mir doch eine höhere Ablöse für Marin versprochen angesichts der Ablösesummen, die im Moment auch in Deutschland für andere, weniger talentierte, weniger besondere Spieler aufgerufen werden. Deshalb würde ich es nicht Gesellenstück nennen, sondern eine ordentliche Abwicklung im Rahmen der Möglichkeiten.

  8. C. Antonius on Juni 28, 2009 12:21

    @Dülp

    sehe ich nicht ganz so, aus den folgenden Gründen: die 12-Mio Grenze eines Jansen war in diesem Jahr nicht zu packen

    – wegen der allgemeinen Wirtschaftslage – weil relativ früh klar war, dass es nur einen ernsthaften Bieter gab (also ein Monopson, ich Klugscheißer), und der war nicht Bayern – Borussia eigentlich in einer schwachen Position war, da sie trotz aller Aussagen, das Geld nicht unbedingt zu brauchen, auf jeden Fall jetzt verkaufen mussten. Alles andere war geschickter Bluff. Wenn man bedenkt, dass die Gegenseite ein paar Jährchen mehr Erfahrung besitzt, war das schon sehr gut von Eberl.

    Und abgesehen davon halte ich die 8.5 (?) Mio. für Marin schlicht überteuert.

  9. Dülp on Juni 30, 2009 22:49

    @C.Antonius: Vielleicht ist Marins Marktwert tatsächlich niedriger, als ich ihn aus dem Gefühl heraus taxiere – und ich gehe mal davon aus, dass es noch einen Nachschlag gibt, abhängig von Einsätzen, Länderspieleinsätzen etc.

    In Eurem Blog habt ihr ebenfalls aus dem Handgelenk 10 Mios aufgerufen – und ich hatte das Gefühl, das wäre die allgemeine Stimmungslage auch in der Presse gewesen.

    Ende letzter Saison hatte der HSV ebenfalls Interesse angemeldet, aber der Spieler war zum Verhandlungszeitpunkt mir Bremen bereits einig – es liegt nicht nur an der Anzahl der potentiellen Interessenten, sondern auch an den Präferenzen des Spielers.

    Als Gesellenstück könnte es sich im Laufe der Saison herausstellen, wenn Arango Marin adäquat ersetzt und noch ein paar bisher vermisste Qualitäten einbringen kann – dann wäre es in der Differenz der Ablösesummen ein sehr gutes Geschäft.

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