Die dritte Liga ist wild und spannend
Vor einem Jahr hatte ich etwas davon geschrieben, dass es in der dritten Liga nicht mehr spannender werden könnte als just in dieser Saison. Ich hatte mich geirrt. In der Regionalliga Nord ist das Tabellenbild fast das gleiche wie vor Jahresfrist. Den Ersten trennen gerade mal sechs Punkte vom Zehnten. In der letzten Saison war es St. Pauli, das sogar nur den elften Tabellenplatz zu diesem Zeitpunkt einnahm. Damit ist eigentlich alles gesagt hinsichtlich der Prognosen, die man abgeben kann.
Ein wenig tragisch mutet der Aufrtritt der Wuppertaler an, die lange Zeit souveräner Tabellenführer waren, aber nun seit fünf Spieltagen keinen Sieg mehr landen konnten. Bitter vor allem weil Erfolgstrainer Jerat in der Winterpause ohne näher erkennbaren Grund gefeuert und durch Wolfgang Frank ersetzt wurde.
Völlig wild ist auch die Süd-Liga, wo drei Aufsteiger die Saison gerockt haben und mit dem SV Sandhausen ein Verein nur 10 Kilometer von Hoffenheim entfernt ein wenig das gallische Dorf auf Platz zwei hinter den nicht aufstiegsberechtigten Stuttgarter Amateuren markiert und auch der FSV Frankfurt Ambitionen auf die zweite Liga hat
Währenddessen gehen Drittliga-Traditionsvereine (wenn es sowas gibt) den Bach runter. Die Stuttgarter Kickers zum Beispiel. Siegen, Pfullendorf und Lübeck.
Es lohnt sich also, den Rest der Saison auf die Regionalliga zu blicken, da in der ersten Liga fürs erste ein wenig Langeweile eingekehrt ist im Meisterschaftsrennen.
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3 Responses to “Die dritte Liga ist wild und spannend”


Stimmt ja, aber ist es nicht irgendwie lustig, Pfullendorf den Status eines Drittliga-Traditionsvereins zukommen zu lassen?
Lübeck kann von Glück sagen, daß die Saison zuende gespielt werden darf. Die Insolvenz schwebt dauerhaft.
Traditionsclubs… Das tut mir echt in der Seele weh. Ich mag Lautern nicht, aber absteigen sollen die auch nicht. Aber noch schlimmer finde ich: Darmstadt 98 insolvent!
Die Lilien mit Fans, von denen einer den döfsten Spruch auf seinem Schal hatte, den ich je bei einem Fußball-Fan gesehen habe: “Wir sind die Heiner, uns schlägt keiner!”
Dass Darmstadt auch “Heiner-Stadt” genannt wird, habe ich erst später erfahren. Hat den Spruch aber auch nicht besser gemacht.
@kurtspaeter: Ich gebe zu, Pfullendorf als Traditionsteam einzuordnen ist nur ein sehr individueller Eindruck bedingt durch jahrelanges Anstoss-3-Zocken, wo “Pulle Pfullendorf” stets eine ganz gute Rolle in der dritten Liga spielt. Objektiv ist es kein 3-Liga-Traditionsverein.
@steckschuss: Die Darmstädter haben einfach ein Sprachproblem. Das Böllenfalltor soll auch nach Pappeln benannt sein, weil der Baum in der Gegend “Bölle” heißt.