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DFB windet sich aus dem Doping-Fall

März 6th, 2009

Irgendwie war es so zu erwarten, denn in allem, was die DFB-Verantwortlichen von sich gegeben haben, schien durch, dass die Spieler verschont werden sollen und dass das Strafmaß in diesem Präzendenzfall milde ausfallen werde: Janker und Ibertsberger, die beiden Zu-Spät-Pinkler, sind auf ganzer Linie freigesprochen worden und alle Schuld wurde den Doping-Beauftragten der TSG und damit dem Verein angelastet.

Nun gut. Sollte es tatsächlich so sein, wie es Theo Zwanziger betont, dass der “Sachverhalt akribisch untersucht” wurde und die Spieler tatsächlich nichts von der Doping-Probe wussten, dann ist das in Ordnung. Allerdings bewahre ich mir deutliche Zweifel an dieser Aussage, denn der DFB selbst hat aufgrund seines bisherigen Umgangs mit dem Thema ein großes Interesse daran, dass die Angelegenheit geräuschlos über die Bühne geht – den bekannten Klüngel mit Hoffenheim noch gar nicht in die Betrachtung einbezogen.

Dem Verein droht laut SpOn jetzt eine Geldstrafe von – heyheyhey -  bis zu 150.000 Euro. Bliebe es dabei, es wäre ein Witz. Auch ohne die Vereinsbrille aufzuhaben, kann das nicht die Sanktion sein. Damit irgendjemand irgendetwas versteht, muss ein Punktabzug dazu kommen. Sonst wäre das bisherige System, Vereinsangehörige als Dopingbeauftragte einzusetzen, eine Generalbefreiung von jeglichen Konsequenzen in Dopingfällen.

Immerhin scheint der DFB seine Schlüsse zu ziehen und setzt künftig Chaperons ein. Dass dies nicht viel früher passiert ist, sondern im Prinzip eine Freifahrtschein für Manipulationen ausgestellt wurde, kann gar nicht oft genug betont werden.

Edit: Hintergrundmaterial und die DFB-Erklärung im Wortlaut gibt es bei Jens Weinreich.  Ich habe ihn übrigens mit dem Zwanziger gegen Zwanziger unterstützt. Wer Fußball-Fan ist, sollte es genauso machen.

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