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Live-Blogging: Wolfsburg – Gladbach

Oktober 28th, 2008

21.48: Endstand 0:3.  Gladbach im Stil eines Absteigers. Selbst nach dem 0:2 hat die Mannschaft es nicht geschafft, auch nur irgendeine Chance zu entwickeln. Das Offensiv-Spiel war in der zweiten Halbzeit tot wie eine Wasserleiche.

Dieses Spiel musste man nicht gewinnen, aber man hätte sich Selbstbewusstsein holen können. Das Gegenteil ist er Fall, die Bundesligatauglichkeit steht einmal mehr infrage und angesichts der zweiten Halbzeit muss man an dieser erheblich zweifeln. Völlig unverständlich, warum Gladbach trotz eines Rückstands sich einigelte und nicht mal im Ansatz Pressing spielte und Druck auf die Wolfsburger Abwehr entwickelte. Nur in den ersten 20 Minuten ging ein kleines bisschen, allerdings auch ohne echte Chancen zu entwickeln.

Meyer hat viel Arbeit vor sich, Gladbach knüpfte nahtlos an die Leistungen unter Luhukay an. Es wäre Zeit für eine längere Pause. Leider gibt es die genau jetzt nicht.

Natürlich war nicht dieses Spiel entscheidend. Entscheidend werden die nächsten beiden Spiele gegen Frankfurt und Bielefeld.  Es wird ein großer Kampf werden.

21.31: Zweiter Elfer für Wolfsburg. Erneut völlig berechtigt. Albermann holt Gentner unnötig von den Beinen, Misimovic verwandelt ganz sicher.

21.30: Wolfsburg schaltet drei Gänge zurück. Gladbach ist nicht in der Lage, sich auch nur eine einzige Chance herauszuspielen. Das ist ganz schlecht.

21.20: Das ist verdammt noch mal zu wenig. Bei Balleroberung in der Abwehr stehen oft sechs Gladbacher auf einer Linie am 16er und es gibt  keine Anspielstation im Mittelfeld. Das kann man bei 0:0 machen, aber nicht bei 0:2.

21.15:  Tor für Gladbach, leider irregulär. Hohe Flanke auf Friend, der sich mit vollem Körpereinsatz beim Kopfball im Fünfer durchsetzt und den Ball an die Latte nagelt. Der Abstauber ist drin. Aber Kempter entscheidet auf Foul von Friend und zückt sogar die gelbe Karte. Durch die rosarote Gladbach-Brille betrachtet würde ich sagen: rustikaler Körpereinsatz, sonst nix.

21.13: Gladbach mach viel zu wenig, stellt sich trotz Rückstand hinten rein und schafft in den ersten zehn Minuten der zweiten Halbzeit keinen einzigen Angriff zu starten, geschweige denn einen Angriff in Tornähe zu bringen. Das ist ganz schlecht.

21.12: 2:0 Wolfsburg, Kopfball-Tor Madlung. Freistoß vom 16er-Eck, Madlung kann sich in enger Deckung  durchsetzn und nickt locker ein.

21.oo: Gladbach ohne Wechsel aus der Kabine. Ich warte auf Marin. Gladbach braucht dringend mehr Ballsicherheit im Mittelfeld, damit die Mannschaft nachrücken kann und aus der Defensive rauskommt.

20.41: Es hatte sich angekündigt. Gladbach stand zu wackelig. Es war eine Frage der Zeit, bis ein Wolfsburger so einfach durchgehen kann. Die Art und Weise, wie er und anschließend Grafite gestoppt wurden, war naiv. Das waren zwei Elfmeter innerhalb einer Sekunde. Der erste wurde nur wegen Vorteil nicht gegeben.

Gladbach hat gut angefangen, hätte eigentlich Selbstvertrauen tanken können, aber dann völlig unverständlich das aggressive Pressing eingestellt und sich hinten rein drängen lassen.

20.39: Elfmeter für Wolfsburg. Blödes, übermotiviertes Foul von Frederic Löhe. 1:0 durch Grafite.

20.30: Wolfsburg feldüberlegen, Gladbach nur mit Entlastungsangriffen. Die werden aber nicht mal gefährlich. Im Moment ist das zuwenig, vor allem weil man jederzeit das Gefühl hat, dass Magaths Truppe ein Tor schießen könnte.

Löhe agiert unsicher, irrt bei hohen Bällen durch den Strafraum. Die Abwehr lässt zu viel in Höhe des 16ers zu. Zu Beginn des Spiels hat man gesehen, wie Wolfsburg zu schlagen wäre: Aus der eigenen Defensive raushalten, vorne entschlossen und früh attackieren. Irgendwann zwischen den 10 und 15. Minute hat Gladbach den Druck eingestellt.

20.18: Löhe mit zwei Unsicherheiten kurz hintereinander. Einmal unter der Flanke durchgesegelt, einmal in einer kniffligen Situation mit einer zu inkonsequenten Faustabwehr 16 Meter vor dem Tor, die Dzeko auf den Fuß fällt. Der zieht direkt ab und verfehlt nur um Zentimeter.

Sobald Wolfsburg in der Nähe des Gladbacher Tors auftaucht, wird es brenzlig. Das geht nicht lange gut. Die anfängliche Überlegenheit der Gladbacher ist Geschichte. Die Gastgeber jetzt klar Herr auf dem Platz.

20.13: Toller Angriff von Gladbach, dirigiert von Alberman. Wieder sehr breite Spielanlage, der Ball wechselt zweimal den Flügel, bevor Matmour auf Bradley flankt, der den Ball nicht unter Kontrolle bekommt und eher harmlos in die Arme von Benaglio schiebt.

20.10: Wolfsbrug startet sehr nervös mit hoher Fehlpassquote. Gladbach attackiert früh, spielt Forechecking in der gegnerischen Hälfte.  Das Aufbauspiel des VfL scheint konstruktiv, das Spiel wird breit gemacht.

Die erste Riesenchance hat dennoch Wolfsburg. Eine weite Flanke von Hasebe setzt Dzeko per Kopf an die Unterkante der Latte. Ein Spiegelbild des Bayern-Tors von letzter Woche.

19.59: Die Aufstellungen:

Wolfsburg: Benaglio – Riether, Madlung, Barzagli, M. Schäfer – Josué – Hasebe, Gentner – Misimovic – Grafite, Dzeko

Gladbach:  Löhe – Svärd, Kleine, Daems, Voigt – Alberman, Paauwe – Matmour, Bradley, van den Bergh – Friend

Bei Gladbach also auf dem Papier kein 4-4-2, sondern ein 4-5-1 wie in der Vorwoche, allerdings kann sich das auf dem Platz ganz anders darstellen.

19.55: Faustdicke Überraschung im Gladbacher Tor. Für den verletzten Gospodarek spielt nicht Heimeroth, sondern der dritte Mann Frederic Löhe. Höchststrafe für den ehemaligen Stammkeeper. Auf links läuft tatsächlich van den Bergh für Marin auf, einer der bei seinen wenigen Einsätzen in der zweiten Liga immer überzeugte, aber nie eine echte Chance bekam.

19.50: Die letzten 5 Spiele ging bei Wolfsburg wenig. 1 Sieg, 2 Remis, 2 Niederlagen. Der VfL ist im Moment kein übermächtiger und vor allem kein gefestigter Gegner. Heute geht es für Magath also schon um einiges. Nervosität statt breiter Brust. Das ist die Chance für die Borussia.

Bei Gladbach hatte Meyer keine Zeit, die Lehren aus dem Karlsruhe-Spieler seiner Mannschaft zu vermitteln. Das Feintuning dürfte also noch Luhukayscher Schule entspringen, Meyers Einflussmöglichkeiten beschränkt sich auf das Psychologische.

19.45: Der Express kündigte heute morgen einen (Überraschung) Systemwechsel bei Gladbach an. 4-4-2 statt 4-5-1, Marin auf die Bank, van den Bergh rein. Ob’s stimmt?

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Live-Blogging: Hannover – Gladbach

September 14th, 2008

Spielende: Bitterstes Lehrgeld hat Mönchengladbach heute gezahlt. Der nach dem Bremen-Spiel aufgekommene Optimismus wurde durch fünf Tore zerbombt.

Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Und ich weiß nicht, wie sich dieses Spiel so desolat entwickeln konnte.

Gladbach war in den ersten 30 Minuten gleichwertig und stand in der Abwehr sehr souverän. Danach kam Hannover durch einen individuellen Fehler nach dem anderen ins Spiel. Beim 1:0 schafften es drei Spieler nicht, Bruggink vom Ball zu trennen. Beim 2:0 boten die Innenverteidiger Schlaudraff eine Riesenlücke, in die der 96er reinlaufen konnte und Heimeroth sprach viel zu weit vor seinem Tor eine Einladung aus. Das 3:0 völlig katastrophal von Coulibaly und Brouwers. Beim 4:0 macht Schlaudraff 5 (!) Gladbacher nass.

Abgesehen von diesen individuellen Fehlern muss Luhukay merken, dass das 4-2-3-1 nicht das Gladbacher System ist. Drei Niederlagen sprechen eine deutliche Sprache. Auffällig ist, dass die Durchschlagskraft völlig fehlt, wenn nur ein Stürmer auf dem Platz ist und die beiden Außen Matmour und Marin auch für Defensivarbeit zuständig sind. Obwohl die 96er-Abwehr völlig verunsichert war, schaffte es Gladbach fast nie, für Torgefahr zu sorgen. Spätestens zur Halbzeit wäre eine Wechsel und eine taktische Umstellung unbedingt notwendig gewesen.

Ndjeng auf rechtem Verteidger mag eine vielversprechende Idee sein, aber sie geht (noch) nicht auf. Durch seinen Offensivdrang macht er seine Seite viel zu oft auf und bietet dem Gegner eine Angriffsfläche. Die Innenverteidigung hat sich einmal mehr nicht bundesligatauglich gezeigt. Sobald sich Forsell fallen ließ oder auf die Halbposition ausgewichen ist, wussten Browers und Callsen-Bracker nicht, wie sie sich stellen sollten.

Fazit: Die Niederlage geht auf das Konto von Naivität und mangelnder Torgefahr. Das kann abgestellt werden. Aber es wurde auch deutlich, dass Gladbach nur eine Chance hat, wenn die Mannschaft geschlossen und in Topform spielt.  Die individuelle Klasse einzelner Spieler (insbesondere in der Abwehr) wurde vor der Saison vielleicht überschätzt und kann nur kompensiert werden, wenn das defensive Mittelfeld die Bälle abräumt.

18.43: Elfer für 96. Klare Fehlentscheidung. Daems grätscht den Ball souverän und völlig fair von Husztis Fuss.

 5:1 Forssell.

18.40: Beinahe das 5:1. Forssell setzt sich im Strafraum rustikal durch, spielt Heimeroth aus und hämmert den Ball an den Pfosten des leerenTores.

18.24: Wieder ein Konter von Hannover, wieder brennt es lichterloh, wieder sind Schlaudraff, Huszti und Forssell beteiligt. Wieder sieht die Gladbacher Abwehr wie ein Hühnerhaufen aus. Forssell vergeigt völlig frei aus 10 Metern

TOR für Hannover. Schlaudraff mit einer sensationellen Einzelaktion, dribbelt mit dem Ball quer zum Tor fast die komplette 16er-Linie entlange, schlägt einen Haken und schießt halbhoch ins lange Eck. Erinnerte stark an das Baumjohann-Tor.

18.20: Gladbach drängt auf den Anschlusstreffer. Aber wie in der ersten Halbzeit, sind die Flanken und finalen Pässe viel zu harmlos. Hannover hat den Sieg geistig eingetütet und macht nur noch das Notwendigste.

18.12: 3:1 durch Friend. Geht da noch was? Hannover im Aufbauspiel an der Mittellinie. Baumjohann erobert den Ball, schickt Friend steil, der frei auf Enke zugeht und halbhoch über den fallenden Keeper einnetzt.

18.03: 3:0 für Hannover. Gladbach mit ganz üblen Fehlern. Die ganze Mannschaft ist aufgerückt, da verliert Coulibaly im Aufbauspiel völlig unnötig den Ball und versucht die Situation mit einer öffensichtlichen Schwalbe zu retten. Natürlich pfeift der Schiedsrichter nicht, genausowenig wie beim folgenden Steilpass, bei dem Brouwers unmotiviert und unberechtigt Abseits fordert, statt ins Laufduell mit Forssell zu gehen. Forssell dadurch frei durch, geht auf Heimeroth zu, passt quer auf den ebenso freien Huszti, der nur noch ins leere Tor einschieben muss. Jetzt ist Schadensbegrenzung angesagt.

Halbzeit: Ein nicht unbedingt verdiente Führung für 96. Mitte der ersten Halbzeit hatte Gladbach den Gegner im Griff, Hannover wurde nervös, die Fans pfiffen bereits. Doch dann leistete sich die Borussia unkonzentrierte 5 Minuten. Ein Elfer, eine Großchance und schließlich das Tor durch Huszti waren das Ergebnis.

Gladbach fehlte davor und danach die letzte Konsequenz im Abschluss. Der finale Pass kam nie an, Friend hängt bisher in der Luft. Dennoch steckte Gladbach nie auf und drängte auf den Ausgleich. Klar, dass die Defensive vernachlässigt wurde, aber so offen wie beim 2:0 darf man nicht stehen. Auf dem rechten Flügel verliert Borussia den Ball, der klärende steile Ball landet bei Huszti, der unbedrängt auf Forssell spielt, welcher direkt weiterleitet. Heimeroths Stellungsspiel ist ein Geschenk für den nach nur 3 Spielen bereits angezählten Schlaudraff. Nur eine Minute vor der Halbzeit war der folgende Lupfer eventuell schon die spielentscheidende Situation.

17.43: 2:0 für Hannover. Konter über die verwaiste rechte Gladbacher Abwehrseite. Huszti treibt den Ball nach vorne, passt diagonal nach vorne auf den am 16er postierten Schlaufdraff. Obwohl ihn beide Gladbacher Innenverteidiger bedrängen, kommt Heimeroth aus seinem Kasten und wird locker überlupft. Torwartfehler, aber auch ein Fehler der Gladbacher Defensive. Ndjeng war weit aufgerückt, aber wurde nicht abgesichert.

17.35: Beinahe der Ausgleich durch Matmour. Von Friend sehr schön und völlig frei im 16er angespielt, trifft er nur das Außennetz.

17.33: Tor für Hannover durch Huszti. Bruggink zieht in den Strafraum und ist eigentlich schon gestoppt. Doch der Holländer behauptet den Ball im Fallen gegen drei Borussen und spitzelt ihn zu Huszti, der aus 12 Metern flach ins Eck abzieht.

17.32: Nächste dicke Chance für Hannover. Forsell zieht nach einer Ecke aus spitzem Winkel ab. Der Ball prallt entweder an Heimeroth oder Daems ab.

17.26: Elfer für 96. Baumjohann sägt völlig übermotiviert Forssell auf der 16er-Linie um, statt nur zu blocken. Doof.

HEIMEROTH HÄLT! Huszti kickt unplatziert flach halbrechts. Kein Problem für den Keeper.

17.17: Erneut Unsicherheiten in der 96-Abwehr. Eggiman spielt den Ball völlig unbedrängt am 16er  ins Seitenaus.  Hannovers Fans werden, wie angkündigt, unruhig: erste Pfiffe gellen durch die Arena.

17.15: Erste Großchance des Spiels – für Gladbach. Coulibaly luxt Balitsch den Ball an der Eckfahne ab, flankt in die Mitte. Marin rutscht am kurzen Pfosten in den Ball, aber Enke steht so gut, dass der Ball nicht an ihm vorbei kann.

17.10: Wenig spektakulärer Auftakt. Das Spiel findet zu 90% 30 Meter vor und hinter der Mittellinie statt. Hannover mit mehr Ballbesitz, findet aber keine Lücke, um den Ball in gefährliche Distanz zu bringen. Meist kloppt 96 den Ball nach einigem Hin- und Hergeschiebe hoch Richtung Strafraum.

Gladbach mit wenigen Kontern, die aber durch individuelle Fehler auf Strafraumhöhe verpuffen.Paauwe muss verletzt raus, für ihn kommt Coulibaly. Ein herber Verlust.

16.55: Gladbach mit derselbem Personal wie in der Vorwoche, aber mit 3er- statt 4er-Kette. Dies wahrscheinlich der Hannoveraner Taktik mit zwei offensiven Außenspielern geschuldet.

Heimeroth – Daems, Callsen-Bracker, Brouwers, Ndjeng – Marin, Albermann, Paauwe, Baumjohann, Matmour – Friend

Enke – Schulz, Eggiman, Vinicius, Balitsch – Huszti, Yankov, Schulz, Bruddink, Schlaudraff – Forssell

16.45: Moinsen zusammen. Gladbach heute mit realistischen Chancen auf einen Auswärtssieg. Geht schließlich gegen den Tabellenletzten. Was den Optimismus leicht trübt: Hecking hatte zwei Wochen Zeit, die Stellschrauben zu justieren. Und früher oder später wird bei Hannover der Knoten platzen. Hoffentlich später.

96 ist mittlerweile so etwas wie ein Auffangbecken für Ex-Borussen. Hecking war als Spieler Anfang der 80er am Bökelberg, Forssell rettete die Borussia 2003 vor dem Abstieg, Schlaudraff wurde vor drei Jahren als untauglich aussortiert, Enke war in seinem Premierenjahr als Profi 1999 am ersten Gladbacher Abstieg beteiligt und Hochstätter führte Gladbach vor zwei Jahren als Manager in die zweite Liga.

Bei Gladbach hat die überragende Vorstellung gegen Bremen die Unkenrufe erstmal verstimmen lassen. Baumjohann gilt in Gladbach als neuer Hoffnungsträger – aufgrund eines einzigen 60-Meter-Solos  natürlich ein wenig verfrüht. Viel wichtiger war, dass die Mannschaft als solche funktioniert hat und die in den ersten beiden Spielen zwischen Abwehr und Mittelfeld klaffenden Lücken schließen konnte.

Sollte der VfL an die Form anknüpfen können, wartet auf Hannover ein ganz undankbarer Gegner. Gegen einen Aufsteiger vor eigenem Publikum ist ein Sieg eigentlich Pflicht. Steht es lange 0:0 oder geht Gladbach gar in Führung, werden die Nerven blank liegen und die Fans unruhig. Gladbach wird den Erfolg über die schnellen und trickreichen Außen Marin und Matmour suchen – sehr undankbar für jeden Verteidiger. Nicht viel anders sieht es auf der anderen Seite aus, nur heißen hier die Flügel Schlaudraff und Huszti.

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Live-Blogging zum Aufstieg: Gladbach – Wehen

Mai 7th, 2008

19.21:  NIE MEHR ZWEITE LIGA, NIE MEHR, NIE MEHR, NIE MEHR!

Aufstiegsparty ich komme! Sonntag erst Nordpark, dann Alter Markt. Zurück in die angeschlossenen Funkhäuser.

19.15: Ein völlig ungefährderter Sieg für Gladbach. Wehen hatte keinerlei Ambitionen, in der zweiten Hälfte noch weniger als in der ersten. Die Borussia war geduldig, hat es immer wieder versucht und erzielte völlig folgerichtig drei Tore. Der SV kann sich bedanken, dass Gladbach nicht aggresiver gespielt hat.

Die Gladbacher Auswechselspieler tanzen am Spielfeldrand, haben Aufstiegs-Shirts an. Gleich geht der Fisch ab.
19.07: Boooooooum! 3:0 für Gladbach, Sharbel Touma! Erneut Marin mit der Vorbereitung. Wehen versucht rauszuköpfen, doch der Ball lander genau auf dem Fuß von Touma. Der zieht aus zwölf Metern trocken ab und trifft satt halbhoch in die linke Ecke.

19.00: Traumpass aus dem Mittelfeld von Marin auf Neuville. Im letzten Moment abgegrätscht. Keiner im Stadion sitzt mehr, die Mannschaft wird durch die letzten Minuten getragen.

18.57: Gladbachs Alt-Star Herbert Laumen fungiert für die letzten 20 Minuten als Co-Kommentator bei Premiere. Nicht dass dies sehr erhellend werden wird, aber schön ein bisschen Gladbacher Dialekt zu hören. Heimatgefühle.

18.54: TOOOOOOOR für Gladbach. Marin Freistoß von der Eckfahne auf Rob Friend, der vom Fünfer locker einnickt. Das wars!

18.50: Riesenchance für Gladbach. Rösler eröffnet den Angriff durch die Mitte, spielt kurz vor dem 16er rechts auf Touma. Der könnte locker abschließen, spielt aber einen Pass in die Mitte in den Rücken von Friend und Neuville. Olli angelt sich den Ball, legt in zurecht, doch beim Abschluss steht bereits ein Wehener Abwehrspieler im Weg und blockt zur Ecke.

18.42: Glück für Gladbach bei einer Ecke. Daems fälscht einen Kopfball auf sechs Metern unglücklich ab. Heimeroth , schon in die andere Ecke unterwegs, kann seinen Körper gerade noch der Trägheit entreißen und fängt den Ball sicher. Heimroth-Rufe schallen durch den Nordpark.

Im Gegenzug zeigt Olli Neuville dem anwesenden Bundestrainer, was für ein Antritt noch in ihm steckt, und setzt eine gute Chance knapp über die Latte.

18.36: Rösler setzt ein 25-Meter Solo durch die Mitte, zielt auf die rechte untere Ecke, trifft den Ball aber nicht richtig. Mit ein bisschen weniger Egoismus hätte er auf Touma rechts rausgelegt.

18.33: Ein Lupfer von Rob Friend aus 18 Metern touchiert die Latte. Ich weiß nicht wie er gesehen hat, dass Richter zu weit vor dem Tor steht, da er die ganze Zeit auf den Ball gegeuckt hat. Vielleicht war’s die Intuition des Torjägers.

18.16: Halbzeit. Wehen erschreckend schwach. Nicht spielerisch, denn dazu kommt es fast nie, sondern kämpferisch ist da gar, gar nix. Es sieht so aus, als wolle der SV dem kommenden Zweitliga-Meister Spalier stehen wie heute abend Barcelona für Real Madrid es tun muss.

Meine Nervosität ist kaum noch vorhanden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Wehen noch etwas nachzusetzen hat in der zweiten Hälfte – außer Hock stellt die Taktik um und setzt auf volle Offensive. Aber vielleicht reicht ihm tatsächlich ein knappes Ergebnis und er will die zum sicheren Klassenerhalt notwendigen Punkte im nächsten Heimspiel holen bzw. verlässt sich auf die anderen Resultate.

18.06: Wehen macht extrem wenig, als ob die Mannschaft mit einer knappen Niederlage zufrieden wäre. Das Spiel findet zuletzt fast ausschließlich in der Gästehälfte statt. Gladbach spielt sich die Bälle nach belieben zu, hat aber scheinbar keine große Lust Druck aufzubauen. Stattdessen wird handballmäßig um den 16er herum gespielt. Heraus kommt meistens eine hohe Flanke. Die ist nicht immer gefährlich, aber Wehen sollte sich nicht darauf verlassen, dass es so bleibt.

17.55: Wehen findet jetzt besser ins Spiel, weil Gladbach einen Gang zurückschaltet. Die Gladbacher Viererkette steht aber gut und fängt die Pässe aus dem Mittelfeld locker ab. Das Spiel ist langsamer geworden, aber Gladbach versteht es, immer wieder Giftpfeile zu setzen, und kommt durch Neuville und Friend zum Abschluss.

17.45: Die Führung ist verdient. Gladbach mit der Initiative und vielen Ideen. Das Spiel über Außen läuft und Paauwe spielt großartige Pässe. Wehen dagegen versteckt sich und suchte das Heil in Kontern – ein Konzept das nun für die Tonne ist.

17.41: TOOOOOOOOOR für Gladbach 1:0 durch Sharbel Touma. Pass aus dem Mittelfeld auf Neuville am 16er-Eck. Feiner Pass von ihm in die Mitte, wo der völlig ungedeckte Touma sich die Ecke aussuchen kann. Wehen war zwar mit genug Abwehrspielern vertreten, hatte sich aber zu sehr auf den Ball konzentriert und Touma übersehen.

17.40: Zweite Großchance für Gladbach. Rösler kommt aus 13 Metern frei zum Kopfball, kann sich die Ecke aussuchen. Die Flanke war aber zu lasch, als dass er Druck hinter den Ball hätte bekommen können.

17.31: Erste Riesenchance für Gladbach. Friend geht nach Pass Paauwe in den Strafraum, kommt aus relativ spitzem Winkel zum Abschluss. Masic wirft sich entgegen und pariert.

17.29: Gladbach mit der Stammformation. Einzig die rechte Seite war fraglich. Einfach-Torschütze Touma erhält erneut den Vorzug gegenüber Doppel-Torschütze Ndjeng. Wehen läuft erwartet defensiv auf.

Gladbach: Heimeroth – Voigt, Daems, Brouwers, Levels – Marin, Paauwe, Rösler, Touma – Friend, Neuville

Wehen: Richter – Simac, Kopilas, Nakas, Kokot – Schwarz, Catic – Siegert, Nicu – Atem, Diakité

17.26: Kaiserwetter, das Bier steht kalt, Riesenstimmung auf dem Bökelberg (gerade schon telefonisch eingefangen), es kann eigentlich nichts mehr schiefgehen. Okay, nichts außer einem Unentschieden oder einer Niederlage.

Stadionsprecher Toto Knippertz schnappt sich das Stadionmikro und stimmt die Gladbacher Nationalhymne live an. Erste Gänsehaut stellt sich ein – Aaargh! Premiere blendet aus! Egal, bei mir ist Festtagsstimmung.

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Live-Blogging: Jena – Gladbach

April 16th, 2008

19.20: Abpfiff. Ein glücklicher, glücklicher Punkt für Gladbach. Jena war optisch nicht unbedingt besser, hatte aber unglaubliche Chancen, die es nicht nutzte. Simak machte ein fantastisches Spiel, war der beste Mann auf dem Platz. Gladbach hatte so gut wie keine Torgelegenheiten, aber die wurden genutzt. Colautti war ein absoluter Glücksgriff, aber ohne die fantastischen Vorlagen von Marin, dem besten Gladbacher, hätte er auf verlorenem Posten gestanden. Der Rest des Gladbachers Mittelfelds ließ fast alles vermissen, was es in so einem Spiel braucht. Der Sturm hing völlig in der Luft. Friend und Neuville ohne jegliche Aktion. Die Innenverteidigung mit bisher unbekannten Fehlern: Daems hebt zweimal unnötig das Abseits auf. Brouwers zweimal kurz vor dem Eigentor. Allerdings musste man in diesen Situationen auch fragen, wo Paauwe war, der Simak niemals in den Griff bekam. Das war vielleicht die rechtzeitige Warnung, dass der Rest der Saison kein Selbstläufer ist.

19.13: Herzstillstand Teil 2: Torghelle köpft aus zwei Metern Heimroth in die Arme.

19.12: Herzstillstand! Brouwers köpft an den eigenen Pfosten.

19.11: Luhukay ist mit dem Punkt zufrieden. Neuville geht raus, dafür kommt Kleine rein. Gladbach wieder im 4-4-2.

19.10: Was spielt der Simak ein geiles Spiel. Nach einem 30 Meter Dribbling spielt er Schied im 16er frei. Zentimeter im Abseits.

19.03: TOOOOOR für Gladbach! 2:2. Ecke Marin, Kopfball Colautti vom kurzen Fünfereck.

Zuvor bereits eine Riesenchance. Brouwers verlängerte per Hinterkopf eine Freistoß-Flanke von Marin, Jenas Keeper klärte im letzten Moment.

19.00: Kribbelige Situation: Simak fällt an der Strafraumgrenze. Schiedsrichter Weiner gibt zurecht Freistoß. Das waren Zentimeter. Jenas Trainer Henning Bürger regt sich so sehr auf, dass er auf der Tribüne Platz nehmen darf.

Der Freistoß geht knapp über den Winkel.

18:56: Erneut eine 1000-prozentige von Jena. Schied beinahe mit seinem dritten Tor. Völlig freistehend zieht er ab, aber Heimeroth zeigt erneut eine Sensationsparade.
18.52: TOOOOR für Gladbach. Colautti per Kopf vom Fünfer nach Flanke Marin. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

18.47: Mega-Chance für Jena. Ausgangspunkt erneut Simak, wieder mit einem glänzenden Doppelpass, doch diesmal schliesst er selbst ab, scheitert aber dank einer Glanzparade von Heimeroth. Erneut hob Daems das Abseits auf und überraschte damit seine Kollegen.

8.43: Gladbach in der zweiten Hälfte im 3-4-3. Die linke Gladbacher Abwehrseite verwaist. Wenn es brennt, rückt Daems raus. Vorne nun Friend als Mittelstürmer, Colautti links, Neuville rechts.

Die Chancen für Gladbach häufen sich – allerdings nur relativ gesehen zur ersten Halbzeit. Gegessen ist das Spiel jedenfalls noch nicht.

18.40: Abseitstor. Rösler köpft nach Freistoß Marin ein. Für mich kein Abseits von Rösler, dafür stand Friend direkt hinter ihm einen halben Meter drin. Der Linienrichter hat wohl Rösler Position gewertet. Unglücklich.

18.37: Den Auftakt in der zweiten Halbzeit macht Jena. Eine Flanke “klärt” Brouwers knapp neben den Pfosten zur Ecke. Im Gegenzug zirkelt Marin den Ball per Außenrist auf Friend, doch der köpft in Rückenlage über das Tor. Kurz darauf kommt Schied nach einem Konter in aussichtreicher Position aus 17 Metern zum Schuss, verzieht aber weit neben das Tor.

18.30: Luhukay ist böse. Gladbach kam schon nach zehn Minuten aus der Kabine. Stürmer Colautti kommt für Verteidiger Voigt.

Halbzeit: Es war bisher so ziemlich die schlechteste Saisonleistung von Gladbach. Von konstruktivem Spiel kann nicht die Rede sein. Es gibt bisher kein Rezept gegen das kompakte, lauffreudige Mittelfeld der Jenaer. Im Gegenteil: Viele Ungenauigkeiten, ein kaum vorhandenes Kombinationsspiel. Die Außenpositionen sind tot und in der Mitte ist es viel zu eng, als dass von dort erfolgversprechende Chancen vorbereitet werden könnten. Es gab tatsächlich nur einen kläglichen Torschuss in der gesamten Halbzeit. Stattdessen viel Herumgestolpere.

Damit hier noch was geht, muss eine andere Mannschaft aus der Kabine kommen. Jena wird nun Beton anrühren und nur durch Standards oder Einzelaktionen könnte es einen Anschlusstreffer geben.

Nachtrag zum 1:0: Es war ein Riesenfehler von Daems, der 10 Meter(!) hinter der seinen Viererketten-Kollegen steht und das Abseits aufhebt.

18:16: 2:0 für Jena. Jena drückt aufs Glabacher Tor. Simak bekommt den Ball kurz vor dem 16er, spielt einen Doppelpass und schickt dann Werner steil. Seinen Schuss kann Heimeroth nur abklatschen. Marcel Schied steht auf dem Posten und schiebt ein. Zum kotzen.

18.12: Der erste Torschuss von Gladbach durch Rösler. Gefährlich war’s aber nicht.

18.10: Jena hat jetzt den Defensiv-Modus eingeschaltet. Lässt Gladbach kommen, steht mit 11 Mann in der eigenen Hälfte. Gladbach tastet sich aus dem Halbfeld heran, lässt den Ball durch die Defensive laufen. Doch nie findet die Borussia die entscheidende Anspielstation. Aus Verlegenheit werden dann hohe Bälle Richtung Strafraum geschlagen, die Jena dankend aufnimmt und rausschlägt.

18.00: Nach der Auswechslung von Levels gab es doch keine taktische Umstellung. Ndjeng ist in die Viererkette gerückt. Coulibaly nun im rechten Mittelfeld. Eine für mich nicht ganz nachvollziehbare Änderung. Ndjeng soll wohl von rechts hinten mehr Druck nach vorne entwickeln.

17.57: Riesenchance für Jena. Allagui wird im Strafraum angespielt, kann aus spitzem Winkel zehn Meter vor dem Tor frei abziehen, knüppelt den Ball aber über das Tor. Da sah Gladbach nicht gut aus. Ausgangspunkt war ein fataler Fehlpass von Paauwe direkt vor dem eigenen 16er.

17.53: Erster Wechsel bei Gladbach. Coulibaly kommt für Levels. Der Verteidiger ist offensichtlich nicht verletzt. An der Leistung kann es nicht liegen, Levels hatte bisher kaum etwas zu tun. Also eine taktische Änderung von Luhukay, der wohl sieht, dass es im Mittelfeld bisher keine Anspielstationen gibt und dort Überzahl erzeugen will.

17.47: Jena spielt sehr aufwendig im Mittelfeld mit Simak in der Offensive und einer Dreier-Kette dahinter, die extrem früh angreift und stets Überzahl am Ball erzeugt. Sobald Gladbach die Mittellinie überquert steht ein betonharter 7er-Block vor dem Strafraum. Lange Bälle auf Friend und Dribblings durch Marin sind im Moment die einzigen Mittel, mit denen es konstruktiv nach vorne geht.

17.40: 1:0 für Jena. Agui startet auf außen durch, schiebt den Ball in die Mitte in Simaks Lauf. Der spielt einen Sahne-Steilpass auf Marcel Schied. Heimeroth stürzt auf den Stürmer zu, doch der bleibt eiskalt und schiebt die Kugel vom 16er am Keeper vorbei ins Tor.

Es war die allererste Torchance überhaupt in dem Spiel, das zuvor fahrig und ungenau von beiden Mannschaften geführt wurde.

17.37: Lahmer Auftakt. Das Logo des Jena-Sponsors sorgt bei mir immer wieder auf neue für Erheiterung. Gnihihihi.

17.29: Randnotiz: Alexander Voigt wurde zu Jenas “Sportler des Jahres 2007” gewählt. Das sagt wohl alles über die Qualität des aktuellen Kaders.

17.27: Trotz guter Leistung in der Vorwoche muss Kleine bei Gladbach wieder auf die Bank, weil Brouwers nach Rotsperre in die Mannschaft rückt. Touma hat auch seine zweite Chance nicht genutzt und Ndjeng erhält den Vorzug im rechten Mittelfeld. Gladbach damit mit der Stammelf der Saison:

Gladbach: Heimeroth – Voigt, Daems, Brouwers, Levels – Marin, Paauwe, Rösler, Ndjeng – Neuville, Friend

Jena: Khomutovski – A. Maul, R. Müller, Kandelaki – Kikuchi, N. Hansen – Ziegner, Simak, Werner – Allagui, Schied

17.25: Warum in aller Welt darf eigentlich Peter Kötzle schon die ganze Saison als “Experte” für die zweite Liga auftreten? Außer Allgemeinplätzen und Phrasen gab es nichts, nichts, nichts. Dazu ein Temperament, dass auf gepflegten Haschisch-Konsum schließen lässt und anscheinend null Vorbereitung auf die Spieltage.

17.19: Das Rezept heute sollte einfach sein: Simak aus dem Spiel nehmen, der Rest läuft von alleine. Jena kann es sich nicht leisten, sich hinten rein zu stellen. Die Abwehr der Gastgeber ist so in etwa das Schlechteste, was in der zweiten Liga rumläuft.

17.15: So wird’s gemacht: Zwei Tage lang vorgearbeitet, um heute rechtzeitig vor der Glotze sitzen zu können. Leider haben Mainz und Köln nicht ähnlich versagt wie am Wochenende, deshalb kann es heute nur um die Verteidigung des Status quo gehen. Doch selbst dies wäre ein Schritt nach vorne, denn je näher das Saisonende rückt, desto mehr wiegt ein 9-Punkte-Vorsprung.

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Live-Blogging: Gladbach – Koblenz

März 30th, 2008

15.51: Keine Ahnung, wie das noch gepasst hat. Flanke Marin, Baljic verlängert unhaltbar für den Keeper. Sensationell, so ein Spiel noch zu gewinnen.  Das sind die geilsten Spiele. Bis vor zwei Minuten noch angepisst und jetzt YEAAAAAAH!

Bei Gladbach: Heftigste Traubenbildung. Luhukay macht eine Grätsche auf den Platz, die Ersatzbank sprintet kollektiv auf das Spielfeld, das Stadion tobt. Alle haben realisiert: Das war wahrscheinlich das entscheidende Tor zum Aufstieg.

Neun Punkte Vorsprung auf den Nicht-Aufstiegsplatz. Großartig! Es war ein Spiel, wie man es keinem wünscht. Das schwerste Spiel. Keine Frage: Es war hochverdient, aber Koblenz hat es so schwer gemacht, wie es schwerer nicht geht.

Am Ende wird nicht diskutiert, sondern es gibt nur noch: YEAAAAAAAH

15.50: TOOOOOOOOOOOOOOOR für Gladbach! Eigentor!

15.46: Vier Minuten Nachspielzeit. Letzte Hoffnung. Zweimal hatte ich den Torschrei auf den Lippen, aber sowohl Voigts als auch Marins Flanke wurden knapp verpasst.

15.41: Es geht nur noch blind und hoch vorne rein. Colautti kommt als letzte Hoffnung, es geht aber kein Abwehrspieler, sonder mit Neuville ein Stürmer rein. Koblenz wechselt auch den letzten Stürmer aus. Das sagt wohl alles.

15.26: Selbst bei Kontern der Koblenzer bleiben sieben Leute in Nähe des 16-Meter-Raums. Die TuS findet nach der Halbzeit nicht mehr statt. Ein gutes Spiel ist so nicht möglich. Und jetzt nimmt Rapolder sogar Vata vom Platz. Es bleibt die Hoffnung auf eine Standard-Situation. Und auch die sind seit der Winterpause nicht mehr so zwingend wie zuvor. Touma ist mittlerweile auch komplett abgemeldet, so dass in der Offensive gar keineIdeen mehr vorhanden sind.

15.20: Großartiges unnützes Wissen: Koblenz’ zweite Mannschaft spielt in der B-Klasse. Wer also gar nichts kann – so wie ich- und trotzdem eine gewisse Chance auf einen Zweitliga-Einsatz haben will, sollte zur TuS wechseln.

15.15: Koblenz geht nur noch auf das Unentschieden. Von Gladbach kamen zwei ordentliche Torschüsse, aber immer noch keine zwingende Chance. Luhukay hat Ndjeng erlöst und mit Marin kommt direkt eine ganz andere Dynamik ins Spiel, auch wenn bei ihm wieder vieles besser aussieht, als es tatsächlich ist.

15.05: WTF? Kein Wechsel zur Halbzeit. Dieses Spiel schreit nach Marin. Und Luhukay tut Ndjeng sicher keinen Gefallen, ihn weiterhin gegen diese unangenehme Abwehr laufen zu lassen.

14.45: Ein echtes Drecks-Spiel. Die Koblenzer Abwehr steht fantastisch. Gladbach fällt nichts, aber auch gar nichts ein. Wenn Koblenz, was nicht oft der Fall war, nach vorne kommt, haben sie ungleich mehr Platz als die Borussia auf der anderen Seite. Neuville und Friend sind komplett aus dem Spiel genommen. Wenn im Mittelfeld jemand sich ein Herz nimmt, dann ist es Touma. Der versucht wenigstens hin und wieder ein kurzes Solo mit Abschluss aus der zweiten Reihe, aber das Tor hat auch bisher nicht getroffen.

14.32: Im Angriff geht mal gar nichts bei Gladbach. Ndjeng immer noch ganz schwach. Bei zwei Aktionen hintereinander versiebt er den Ball unterirdisch. Der Kommentator bezeugt bereits Mitleid. Koblenz spielt haargenau so wie erwartet. Sie stehen ganz tief und machen die eigene Hälfte extrem eng. Nur eine gelungene Einzelaktion kann diese Defensive aufreißen. Wo ist Marin?

14.30: Die offizielle Kommentatoren-Aussprache koreanischer Namen scheint sich geändert zu haben. Statt dem einige Jahre gepflegten Cha Du-Ri heißt es wieder Du-Ri Cha. Noch 60 Minuten zu gehen

14.21: Koblenz spielt ganz stark auf und drückt Gladbach seit fast zehn Minunten in die eigene Hälfte. Forkel verpasst die Riesenchance und schießt und Heimeroth aus sieben Metern in die Arme.

14.15: Ein ausgeglichenes Spiel ohne Höhepunkte. Koblenz findet nicht den Weg nach vorne, bricht die Angriffsversuche oft ab und versucht den Ball in den eigenen Reihen zu halten. Gladbach kaum besser, spielt die Bälle aber vorne rein, ohne jedoch eine Abschlussmöglichkeit zu bekommen. Auffällig wieder: technische Schwächen und Stockfehler bei Ndjeng. Gegenüber der Vorrunde ist er kaum wiederzuerkennen.

14.07: Zwei Überraschungen in der Gladbacher Aufstellung: Levels hat seinen Platz auf der rechten Abwehrseite zurückerobert, Bögelung wieder auf der Bank. Im Mittelfeld muss Marin, in der Vorwoche ein absoluter Aktivposten, für den zuletzt starken Touma weichen. Ndjeng, der in der Rückrunde bisher enttäuschte, bekommt unerwartet eine weitere Chance.

14.05: Torjubel im Borussia-Park. Offenbachs Führungstor gegen Köln geht über die Anzeigetafel.

14.00: Voigt nach guter Leistung in der Vorwoche wieder dabei, allerdings profitiert er vom Ausfall Steve Gohouris. Daems ist für den Ivorer in die Mitte gerückt.

13.54: Knapper Einstieg, weil meine Sch…-Katze um 13.45 mal kurz vier Blumentöpfe abgeräumt hat. Gladbach steht vor einem ganz unangenehmen Spiel gegen einen Gegner, der gerade auf der Erfolgswelle schwimmt. Habe gerade erfahren müssen, dass die TuS die zweitbeste Rückrundenmannschaft ist. Das bestätigt meinen persönlichen Eindruck. Der Trainerhat die Abläufe gefestigt und Koblenz spieltmit den üblichen Rapolder-Qualitäten: Kompakt in der Abwehr und schnell nach vorne, dabei taktisch höchstdiszipliniert. Ein 5:0 wie im Hinspiel dürfte ein feuchter Traum bleiben.

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Live-Blogging: Aachen – Gladbach

März 24th, 2008

22.05: Schlusspfiff. Gladbach ist mit einem hart erkämpften Punkt sichtlich zufrieden. Keine Frage: Das Remis ist gerecht, ein Sieg wäre für Aachen schmeichelhaft gewesen. Der Spielverlauf spielte der Alemannia voll in die Karten. Nach dem 1:0 konnte die Mannschaft ihre kämpferischen Qualitäten voll ausspielen. Im Gegensatz zur bisherigen Saison stand die Abwehr absolut sicher und sie bot der Borussia den eigenen Schwachpunkt, Standardsituation, sehr selten an. Gladbach mit einer überzeugenden zweiten Hälfte, aber nie mit einem guten Ball auf Friend. Der Ausgleich war nur der individuellen Klasse von Neuville geschuldet.

22:00: Nach dem Tor folgte nur eine kurze Druckphase der Gladbacher. Seitdem zeigt sich die Borussia zwar überlegen, aber kommt wie zuvor nicht mehr zu Chancen. Aachen hat sich wieder sortiert.

21:52: TOOOOOOOR für Gladbach! Neuville zum 1:1! Dabei war der Junge beinahe abgetaucht in der zweiten Hälfte. Aber wenn er am Ball war, dann hat es gerappelt – einmal Latte , einmal Tor. Im 16er nimmt er den Ball knapp rechts neben dem Elferpunkt auf, schlängelt sich um den Gegenspieler und drückt ab. Das überragende Anspiel kam von Coulibaly. Also: Alles richtig gemacht von Luhukay.

21.50: Coulibaly kommt für Marin. Wobei Marin der mit Abstand auffälligste Spieler der zweiten Hälfte war. Fast alles lief über ihn auf der linken Seite.

21.45: Strammer Flachschuss von Voigt in die rechte Ecke, doch Stuckmann hat die Finger dran. Vorher gab es ein Spiegelbild des Gladbacher Spiels: Ein hoher Ball aus dem Halbfeld flipperte durch den Aachener 16er, ohne dass irgendjemand kontrolliert in dessen Nähe hätte kommen können. Spielt Neuville eigentlich noch mit?

21:34: Nächste Großchance für Gladbach. Marin beweist aus 13 Metern seine Ungefährlichkeit. Der eigentlich optimal zurückgelegte Ball rutscht ihm über den Spann und wird zur Bogenlampe, die über die Querlatte eiert. Immerhin hatte sich Marin die Gelegenheit selbst eingeleitet.

21.31: Fünf Zentimeter fehlen nach einer Freistoßflanke, als Rösler zum Flugkopfball ansetzt. Der Ball trudelt an seiner Stirn vorbei ins Toraus.

21.28: Lattentreffer für Gladbach Neuville zieht von halblinks, Höhe Strafraum, ab und lässt dem Torwart keine Chance.

21.25: Gladbach kommt mit mehr Druck aus der Kabine, aber nicht mit mehr Ideen. Trotz gefühlten 90 Prozent Ballbesitz hat Aachen wieder die beste Chance der Anfangsphase. Nemeth ersprintet sich einen Steilpass auf der rechten Angriffsseite und geht alleine aus spitzem Winkel auf den Torwart zu. Für die optimale Alternative, den Abschluss, fehlt ihm der Mut und er passt wie beim 1:0 in die Mitte, doch da steht diesmal Bögelund.

21.15: Mein Näschen hat mich nicht ganz getäuscht. Touma kommt für Ndjeng in die Partie.

21.00: Halbzeit. Das Fazit bleibt das gleicht: Gladbach kommt nicht durch, hatte keine zählbare Torchance. Nach der Pause sollte der ein oder andere frische Spieler seine Chance bekommen. Hier bieten sich insbesondere die Außenpositionen an. Ndjeng wäre der erste Kandidat. Marin hat zwar einen schweren Stand in dem knüppelharten Spiel, aber auch einige ganz ordentliche Situationen. Wie immer trennte er sich zu oft einen Moment zu spät vom Ball. Neuville und Friend hingen völlig in der Luft. Ihre Leistung ist kaum zu bewerten. Röslers Leistung ist höchstens in der Defensive annehmbar, bei eigenem Ballbesitz ist er kaum zu sehen. Voigt versuchte einige Bälle zu verteilen, aber ließ Präzision vermissen. Er scheint mit dem nassen Rasen nicht zurecht zu kommen.

20.50: Aachen ist näher am zweiten Treffer als Gladbach am Ausgleich. In der Abwehr schaut es nicht gut aus. Vor allem Bögelund ist meist zwei Schritte zu spät. Aus der Aachener Fankurve (oder Fangerade?) schallt seit dem 1:0 Daueranfeuerung durch den Tivoli. Bis zur Halbzeit wird für die Alemannia wahrscheinlich nichts mehr anbrennen und dann muss sich Luhukay etwas einfallen lassen, den in den letzten 15 Minuten war keine Kombination über mehr als drei Stationen zu sehen.

20.40: Gladbach bringt nur Stückwerk zustande. Aus dem Halbfeld versuchen Bögelund, Ndjeng, Voigt immer wieder halb hohe Bälle in die Mitte oder flache Pässe an den Strafraumrand, die sich Neuville aus der Mitte erlaufen soll, um flanken zu können. Aber Aachen ist stes auf dem Posten oder die Hereingaben sind zu ungenau. Die Alemannia zeigt sich in der Offensive hingegen präzise und kann fast jeden Vorstoß in zumindest aussichtsreiche Position spielen.

20.31: Gladbach findet langsam zu seinem Spiel, es mangelt aber klar an Torchancen. Voigt hat – zumindest offensiv – noch nicht zu seiner Rolle gefunden. Aachen verteidigt jetzt geschickt und beschränkt sich auf Konter.

20.24: Aachen trägt einen herrlichen Konter über Ebbers nach Ecke Gladbach nach vorne. Der Spielzug war so wunderbar wie der Abschluss bescheiden. Hinter den Schuss hätte Fiel ein Butterbrot herwerfen müssen, damit er nicht verhungert.

20.21: Zweite gelbe Karte im Spiel nach bösem, unnötigem und obendrein absichtlichem Foul von Jerome Polenz an Marin in Höhe der Mittellinie. Herzlichen Glückwunsch Herr Polenz. Gegen Marin nach zehn Minuten vorbelastet zu sein, ist ein sehr clevere Entscheidung.

20.19: 1:0 für Aachen. Ein kurzer Steilpass hebelt die linke Gladbacher Abwehrseite aus. Nemeth geht durch und passt auf den in der Mitte völlig freistehenden Ebbers, der nur noch einschieben muss. Gladbach wollte Ebbers Abseits stellen, doch im Moment des Steilpasses stand der Mittelstürmer passiv, bei der Hereingabe von Nemeth auf gleicher Höhe mit Marin. Also traurigerweise ein absolut korrektes Tor.

20.15: So startet man in ein Derby: Gelbe Karte nach zwei gespielten Sekunden für Rob Friend. Gladbach startete mit einem hohen Flugball auf Außen. Friend stieg mit Anlauf hoch und traf seinen Gegenspieler mit dem ausgefahrenen Arm im Gesicht. Keine Absicht, aber ziemlich ungeschickt.

20.11: Bei Gladbach hätte ich fast mit einer Pause für Ndjeng gerechnet, der zuletzt nicht mehr frisch wirkte. Touma hätte nach seiner beherzten Auftritt gegen St. Pauli eine Chance verdient gehabt.

Gladbach: Heimeroth – Daems, Brouwers, Gohouri, Bögelund – Marin, Rösler, Voigt, Ndjeng – Neuville, Friend

Aachen: T. Stuckmann – Polenz, Olajengbesi, N. Herzig, Casper – Krontiris, Fiel, Plaßhenrich, D. Brinkmann – Ebbers, Nemeth

20.00: Zeit, den Sender zu wechseln. Und wen begrüßt Michael Leonhard als Experten? Kalla Pflipsen. Aaargh. Die ganze Nummer nochmal. Ich glaub ich guck mir bis Anpfiff die Werbung auf dem DSF an.

Bei Aachen sind Leiwakabessy, Kolev und Rhegekampf nicht im Kader. Angeblich aufgrund schlechter Trainingsleistungen. Seeberger vertraut beinahe derselben ersten Elf, die in der Vorwoche gegen Paderborn gewinnen konnte. Nur Fiel kommt für Lagerblom.

19.50: Derby-Zeit, Live-Blogging-Zeit. Während Kalla Pflipsen als DSF-Experte gerade die Werbetrommel in eigener Sache rührt (“Habe ich schon erwähnt, dass ich mit Jos Luhukay den Trainerschein gemacht habe? Ich habe also jetzt einen Trainerschein! Trainerschein! Trainerscheeeiiiin!”), macht sich Alex Voigt für seinen Einsatz in der Startelf bereit. Er vertritt Patrick Paauwe im defensiven Mittelfeld. Für Svärd und Polanski rücken damit Einsätze von Beginn an in weite Ferne – zumindest in dieser Saison und bei diesem Verein.

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Live-Blogging: Augsburg – Gladbach

März 7th, 2008

19.42: Ich neige selten dazu, bereits in der 84. Minute ein Fazit zu schreiben, aber heute kann man das getrost machen. Augsburg hat mich arg enttäuscht. Da war heute nichts von Ambition zu spüren. Von Beginn an ging es der Loose-Truppe nur darum, Gegentore zu vermeiden. Nach der Gladbacher Führung gelang es dem FCA nicht, im Kopf den Schalter umzulegen. Taktisch war keine Änderung zu erkennen, die Mannschaft ergab sich in ihr Schicksal.

Gladbach hat an die Spielweise der Hinrunde angeknüpft. Nicht haushoch, aber immer den entscheidenden Tick überlegen und vor allem konsequent in der Chancenverwertung. Im Gegensatz zu den ersten Spielen der Rückrunde hat das Team im zweiten Spiel in Folge nicht die Linie verloren, sondern konzentriert zuende gespielt. Tatsächlich war Gladbach stets dem 3:0 näher als Augsburg dem Anschlusstreffer – ohne Torchance kann man kein Tor erzielen. Ein guter Auftakt für einen wichtigen Monat, der mit ein bisschen Glück ohne Gegenpunkt enden könnte.

19.38: Gladbach ist mit dem Ergebnis zufrieden. Für Stürmer Neuville kommt Voigt als defensives Mittelfeld.

19.36: Lattenknaller von Hdiouad. Es war klar: Wenn was geht beim FCA, dann mit Distanzschüssen. Das war einer der besseren.

19.31: Rösler verlässt den Platz, für ihn kommt Coulibaly. Rösler ging angeschlagen ins Spiel, von daher ein logischer Wechsel. Augsburg spielt trotz des Rückstandes immer noch mit einem Stift in der Bux (für Nicht-Niederrheiner: mit den Hosen voll). Kein Forechecking, kein Pressing, keine Gefahr.

19.25: Elfmeterreife Situation an der Gladbacher Außenlinie. Bögelund foult seinen Gegenspieler völlig unsinnig und unnötig, doch Gagelmann gibt Abstoß. Mehr als diskussionswürdig.

19.23: Großes Kino. Gladbach hat ca. 50 Ballkontakte, ohne dass Augsburg annähernd an den Ball kommt. So souverän kanns weitergehen.

19.15: TOOOOR für Gladbach. Rob Friend aus dem Nichts. Marin dribbelt am 16er vor der massiven Abwehr, legt den Ball auf Rösler, der einen kurzen Steilpass auf Friend spielt. Friend macht kurzen Prozess, nimmt den Ball an, dreht sich und zieht ab. Der Ball schlägt halbhoch in der rechten Ecke ein.

Gerade wollte ich von gepflegter Langeweile schreiben, denn bisher war in der zweiten Halbzeit so gar nichts passiert. Loose hatte gerade erkannt, dass in der Startaufstellung nichts geht, einen Doppelwechsel vorgenommen, unter anderem Ledezma für Luz gebracht, um dann sofort den zweiten Treffer zu kassieren. Ich würde behaupten, das Drops ist gelutscht.

19.00: Ab in die zweite Halbzeit. Ein Manko bei Gladbach ist die fehlende Alternative auf der rechten Seite. Ndjeng hätte langsam eine Ruhepause verdient. Aber kein echter Flügelspieler kann ihn vertreten. Marin könnte nach rechts ausweichen, Touma wohl auch. Aber Ndjeng hat wohl einen Bonus ob seiner potentiell brandgefährlichen Standards – die in den letzten Spielen leider nicht mehr brandgefährlich sind.

18.45: In der Schlussminute hat Augsburg die beste Chance durch Luz. Nach einem Steilpass wichst der ehemalige Paulianer den Ball aus gut 25 Metern fünf Meter neben den Pfosten. Das sagt eigentlich alles über die Gefährlichkeit des FCA.

18.39: Marin wurde in den letzten Wochen gerne vorgeworfen, zu leicht zu fallen. Wenn ich mir das heutige Spiel anschaue, dann festigt sich mein Eindruck, dass der Junge einfach einen extrem schweren Stand hat. Seine Spielweise provoziert ständig Fouls und mit der Statur eines C-Jugendlichen fliegt er einfach bei jedem robusten Körpereinsatz weg, ohne dass er es verhindern könnte.

18.35: Nach viel Magerkost ein kleiner Lichtblick: Marin spielt an der Torauslinie Möhrle auf dem Bierdeckel schwindelig, schlägt einen Haken und versucht einen Abschluss, der allerdings mit harmlos noch milde umschrieben ist. Ndjeng hat sein Spiel derweil in die Zentrale verlegt, weswegen die rechte Gladbacher Seite weitgehend verwaist ist.

18.26: Gladbach versucht den Vorsprung zu verwalten, hat sich zurückgezogen aber kommt auch nicht zu ordentlichen Kontern. Augsbrug hat nicht die Mittel, die Borussen-Abwehr auszuhebeln und strahlt höchstens bei Standards Gefahr aus. Ein mäßiges Gekicke also. Enttäuschend bisher: die rechte Gladbacher Seite, wo Ndjeng seit Wochen seiner Form der Hinrunde hinterher rennt und heute ganz blass bleibt.

18.12: Im direkten Gegenzug fast der Ausgleich. Der unglaublich große Benschneider kommt nach Flanke zum Kopfball, verzieht aber kläglich. Der hätte aufs Tor kommen müssen. Wenn man der Statistik glauben darf, war der Gladbacher Treffer die halbe Miete, weil Augsburg seit zwei Jahren nach einem 0:1 nicht mehr gewonnen hat. So ähnlich sieht Ralf Looses Minenspiel auch aus.

18.10: TOOOOR für Gladbach. Nach herrlicher Flanke Marin köpft Rösler aus fünf Metern ein. Und zwar mit schönem Gruß an die Augsburger Abwehr, die eine Abseitsfalle versuchte und dadurch drei Gladbacher mutterseelenalleine vor Neuhaus ließ.

Bis zu diesem Zeitpunkt war nichts passiert. Das Spiel hielt sich im Mittelfeld auf, Pässe auf die Sturmspitzen blieben stets in den Viererketten hängen.

18.07: Erste Chance für Gladbach. Marin dribbelt ans Strafraumeck und tickt den Ball Rob Friend in den Lauf. Die Distanz ist zu kurz, um den Torwart zu überwinden.

18.02: Ich verdränge ganz gerne, über welch großes Stadion der FCA verfügt. Von der Optik her erinnern die Ränge an den Bökelberg – steil, alt, orange Treppen. Nur die Laufbahn passt nicht ins Bild.

17.58: Die Aufstellungen bringen nur eine Überraschung. Ralf Loose bringt Luz statt Diabang.

Heimeroth – Daems, Gohouri, Brouwers, Bögelund – Marin, Paauwe, Rösler, Ndjeng – Neuville, Friend

Neuhaus – Möhrle, Hertzsch, Benschneider, Wenzel – Kern, da Costa, Hdiouad, Müller – Luz Thurk

17.42: Die Abgesänge auf Kaiserslautern haben in der letzten Woche wohl erst so richtig angefangen. In den Medien scheint angekommen zu sein, dass es nicht mehr eine vorübergehende Schwächephase ist, sondern dass fünf Punkte Rückstand verdammt schwer aufzuholen sind. Auf Premiere startet der Spieltag mit ausführlichen Krisenberichten, die insofern sehenswert sind, als viele Fans zu Wort kommen, aber abseits alkoholgeschwängerter Stammtischparolen. Nachdenkliche Statements, die in die Anhängerseele blicken und einen Hauch von Kapitulation erkennen lassen.Aber zurück zum eigentlichen Spiel. In Gladbach hat nach einem Zwischentief der Sieg gegen Aue wieder Optimismus einkehren lassen – zum Glück ohne den Überschwang des Hinrundenendes. Obwohl die gute Leistung der Vorwoche am allerwenigsten an ihnen gelegen hat, dürfen wohl Bögelund und Daems erneut auf den Außenverteidigerpositionen spiel. Dafür bleiben Voigt und Levels auf der Bank. Diese Personalentscheidung lag wohl weniger daran, dass die beiden in den ersten Spielen der Rückrunde explizit negativ herausgeragt haben, sondern dass Luhukay etwas ändern musste. Und da boten sich diese Positionen an, weil durch einen Wechsel dort keinerlei Qualitätsverlust drohte. Von den individuellen Fähigkeiten nehmen sich die vier Spieler nichts, alleine die Tagesform oder die Psycholgie entscheidet darüber, wer der Borussia am besten helfen kann.

Der Gegner aus Augsburg hat eine wechselhafte Saison gespielt. Auch nach dem frühen Trainerwechsel hat sich trotz eines kurzen Zwischenhochs keine merkliche Besserung eingestellt. Auf dem Papier steht eine überdurchschnittliche Zweitligamannschaft mit einer äußerst erfahrenen Abwehr, einem an guten Tagen brandgefährlichen Sturm aber Defiziten im Mittelfeld. Einzig Hdiouad erfüllt dort höhere Ansprüche.

Von der Borussia dürfte eine solide Leistung zu erwarten sein. Wie das Spiel ausgeht hängt von der Augsburger Tagesform ab. An einem guten Tag könnte der FC drei Punkte holen, an einem schlechten 0:4 verlieren. Ich hoffe auf ein 3:1 für Gladbach, bin aber innerlich auf ein torreiches Remis eingestellt.

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Live-Blogging: Gladbach – Mainz

Februar 18th, 2008

22.04 Uhr: Eine weiteres ganz bitteres Spiel für Gladbach. Wieder kein Sieg, zum vierten Mal in Serie. Aber mit einer anderen Qualität als in den Vorwochen. Heute konnte man der Mannschaft nichts vorwerfen. Sie hat sehr gut gespielt, sie hat gekämpft, sie hatte Torchancen. Deswegen sind für mich die Pfiffe der Fans unverständlich.

Einen Vorsprung gibt es zwar nicht mehr, aber an der Tabellenführung hat sich nichts verändert. In der heutigen Form hätte wahrscheinlich jede andere Zweitligamannschaft dran glauben müssen. Auf ein Wort reduziert: Pech.

Ich melde mich für den Rest der Woche ab, bis Samstag bin ich auf Dienstreise und mangels Notebook offline. Sonntag geht es gegen Osnabrück und da wird der heutige Einsatz hoffentlich nachträglich belohnt.

21.53 Uhr: Gladbach geht auf die volle Offensive. Ohne Außenverteidiger, dafür mit drei Spitzen und fünf Mittelfeldspielern. Rafael kommt für Voigt.

21.51 Uhr: Das Spiel wird giftig. Manager Ziege muss auf die Tribüne. Friend prüft mit Kopfball-Lop Ischdonat.

21.42 Uhr: Das Gladbacher Spiel hat keine Ideen mehr. Außer Schüssen aus gefühlten 30 Metern fällt der Offensive nichts mehr ein. Zeit für Marko Marin, für den Levels geht. Eine echte Systemumstellung also. Nur noch drei Abwehrspieler, dafür ein Fünfer-Mittelfeld. Marin holt direkt beim ersten Dribbling einen Freistoß in aussichtsreicher Position.

Lattentreffer Gladbach! Daems per Kopf nach Freistoß Coulibaly.

21.40 Uhr: Zeit ein wenig Lob zu verteilen. Einmal an den Schiedsrichter, der eine blitzsaubere Partie pfeift und ein flüssiges Spiel zulässt und zweitens an die Mainzer Innenverteidigung die so gut gegen Gladbachs Flanken verteidigt wie keine andere Mannschaft in dieser Saison.

21.31 Uhr: Der Schwung der ersten Halbzeit ist weitgehend dahin. Mainz zieht sich in der Defensive weit zurück und Gladbach spielt in Handball-Manier um den Strafraum rum, wo Friend, Neuville und Rösler auf Flanken lauern. Leider ist das lange nicht mehr so erfolgversprechend wie vor der Pause.

21.22 Uhr: Der Auftakt der zweiten Halbzeit war ein erfolgloses Flankenfestival der Gladbacher – hier entstand aber viel aus Verlegenheit. Die erste richtige Chance hatte Mainz in Person des Torschützen Borja. Der kann den Ball in Bedrägnis aus kurzer Distanz aber nicht platzieren und spitzelt ihn genau in die Arme von Heimeroth.

21.02 Uhr: Halbzeit. Für mich eines der besten Spiele dieser Zweitliga-Saison. Über 45 Minuten ein Mordstempo auf hohem taktischen Niveau. Trotz einem extrem engen Mittelfeld gibt es viele Torchancen. Gladbach kann sich nichts vorwerfen. Das Gegentor kann so fallen. Wenn in der Situation ein Fehler zu verorten war, dann beim zweiten Ball, als Karhan in aller Seelenruhe die Anspielstation aussuchen konnte. Vorne fehlt bisher einfach das Glück.

20.56 Uhr: Trotz sehr enger Räume kommt Gladbach immer wieder zu Flanken und damit zu Gelegenheiten. Eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis es hinter Ischdonat einschlägt. Zuletzt hatte Friend die Kopfballchance. Mainz seit fünf Minuten in Unterzahl, weil Noveski am Spielfeldrand an der Nasenseite genäht wird.

20.50 Uhr: Bittere Auswechslung bei Mönchengladbach. Paauwe muss den Platz verlassen, nachdem er dreimal richtig auf die Socken bekommen hat. Für ihn kommt Polanski.

20.42 Uhr: Die nächste 100-prozentige für Gladbach. Rösler kommt nach Traumflanke von Ndjeng aus sieben Metern aus vollem Lauf völlig ungehindert zum Kopfball – eine Situation die der Regisseur in neun von zehn Fällen nutzt. Dieses war leider der zehnte.

20.38 Uhr: Riesen-Chance für Gladbach. Nach einer Flanke versucht schlägt Coulibaly fünf Meter vor dem Tor ein Luftloch, trifft den Ball aber immerhin so, dass er parallel zur Torlinie zu Paauwe trudelt, der bereits in Rücklage die Kirsche über das Tor wichst und sich dabei beinahe verletzt. Langsam gerät Mainz unter Beschuss.

20.34 Uhr: Mainz kommt kaum noch in die Offensive, spielt aber im Mittelfeld ein ungeheuer intensives Pressing. Selten kann sich Gladbach dadurch kombinieren und muss stattdessen oft den langen Ball auf Friend probieren. Das Niveau würde manchem Bundesliga-Spiel gut zu Gesicht stehen.

20.25 Uhr: Das Spiel hat ein hohes Tempo aufgenommen. Nach einer zweiten guten Standard-Chance von Mainz setzt nun Gladbach Duftmarken. Mainz stoppt die Borussia frühzeitig durch Fouls, so dass sich auch auf dieser Seite Gefahr aus ruhenden Bällen entwickelt.

20.18 Uhr: Tor für Mainz! 0:1 durch Borja. Freistoß von der linken Seite. Ein halbgarer Befreiungsversuch landet bei Karhan, der viel Zeit hat und aus zentraler Position den Ball in den Strafraum lupft. Borja der anders als seine Nebenleute nicht im aktiven Abseits steht bekommt den Ball und schiebt ihn ins lange Eck. Gladbachs Abwehr hat sich bei der Abseitsfalle eindeutig verzockt.

20.15 Uhr: Die Aufstellungen: Bei Gladbach steht bis auf Browuers die Erfolgself der Hinrunde mit der Coulibaly-Variante auf links auf dem Platz . Einzige Überraschung: Gohouri erhält den Vorzug vor Kleine.

Heimeroth – Voigt, Daems, Gohouri, Levels – Paauwe, Coulibaly, Ndjeng, Rösler – Neuville Friend

Bei Mainz prägen einige Ausfälle das Bild der Mannschaft. Vor allem Gunkel wird schmerzlich vermisst.

Ischdonat – Rose, Noveski, Subotic, Hoogland – Gaghfous, Pekovic, Vrancic, Karhan – Boakye, Baljak.

20.00 Uhr: Gladbach gegen Mainz ist wohl das Spiel, von dem ich mir fußballerisch in dieser Saison am meisten erwarte und wird von der Kribbel-Intensität nur noch vom Derby gegen Köln getoppt. Nach der Hinrunden-Schmach und den einigermaßen verpatzten Rückrunden-Auftakt gilt es heute einiges wettzumachen. Dass ich uneingeschränkt optimistisch bin, kann ich nicht behaupten. Das wird sicher ein ganz knappe Kiste.

Im Vorfeld wird im DSF ein obskure Meldung diskutiert, wonach Jürgen Klopp einen Vorvertrag bei Red Bull Salzburg unterschrieben haben soll. Interview-Gast Benjamin Auer kann sich das Lachen nicht verkneifen, so unwahrscheinlich scheint ihm diese Konstellation und mir geht es nicht anders. Wieso sollte sich ein Man, der in Deutschland Optionen wie kein anderer Coach hat, so etwas antun? Zwar sind die Posten bei den Top-Clubs Bayern und Bremen scheinbar langfristig besetzt, aber auch der HSV oder – je nach weiterem Saisonverlauf – Schalke sind nicht zu verachten.

Aber zurück zum Spiel. Bei Gladbach dürften die Köpfe ordentlich durchgeföhnt worden sein und eventuelle Anwandlungen von Überheblichkeit der Vergangenheit angehören. Oder wie Luhukay am Premiere-Mikro sagt: Die Mannschaft muss die Rückschläge der letzten Wochen “in Positivismus umsetzen.” Eine Führung wird, soviel wage ich zu prognostizieren, wird jedenfalls nicht mehr als Ruhepolster herhalten.

Jürgen Klopp selbst gibt übrigens keinen Kommentar zu den Grüchten um sein Person zu Protokoll, sondern kündigt an, mit einem Punkt nicht zufrieden sein zu wollen.

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Live-Blogging: Gladbach – Kaiserslautern

Februar 1st, 2008

19.47: Tor für Kaiserslautern. Kopfball Runström in der 90. Minute nach einem Freistoß von Halbrechts. Lautern feiert, Gladbach flucht. Dies war einer der überflüssigsten Punktverluste, die ich seit langem gesehen habe. Nach der zweiten Roten Karte hat die Borussia das Laufspiel eingestellt und das Ergebnis noch nicht mal mehr verwaltet. Das war überheblich und phlegmatisch.

19.42: Lautern schnuppert am Ausgleich. Thomas Kleine klärt kurz vor der Linie für den geschlagenen Heimeroth.

19.37: Falls der ein oder andere Zuschauer den Eindruck haben sollte, ST Voyagers Lieutenant Tuvok würde im Lauterer Mittelfeld rumlaufen: Das ist Patrice Bernier, der dringend einen anderen Haarschnitt braucht.

19.31: Kein Tor für Gladbach. Daems hat nicht getroffen. Nach einer Freistoßhereingabe Ndjengs von der Eckfahne verlängert Rösler per Kopf. In diesem Moment steht Daems Abseits und der Linienrichter hebt die Fahne zurecht, als der Innenverteidiger die Kugel über die Linie bugsiert.

19.26: Die erste große Chance nach dem Platzverweis hat Lautern in Person von Bellinghausen, der eine hohe Flanke aus sieben Metern volley neben das Tor drischt.

Rote Karte gegen Josh Simpson! Harte Entscheidung, aber vertretbar. Simpson geht mit gestrecktem Bein in die Knochen von Daems, ohne den Ball treffen zu können. So oder so war das Foul am Gladbacher 16er völlig überflüssig. Rekdals Brecheimer müsste langsam voll sein.

19.21: Beda holt sich die Rote Karte ab – Grätsche in die Achillessehnen von Neuville. Rekdal kotzt gerade am Spielfeldrand ab. Der Kapitän und Abwehrchef dürfte dem FCK mindestens die nächsten beiden Spiele fehlen.

19.15: Bellinghausen hat ebenfalls kein Zielwasser getrunken. Aus sieben Metern schafft er es nicht einzuschieben – Heimeroth bringt seinen Körper zwischen Torlinie und Ball. Eine Volleyabnahme nach der folgenden Ecke klatscht an den Außenpfosten. Langsam werde ich wieder wach.

19.13: Nando Rafael demonstriert zweimal hintereinander, wie man aus fünf Meter freistehend vor dem Tor scheitern kann. Wahrscheinlich wollte er nur seinem Vorbild Neuville nacheifern, der eine Minute zuvor das gleiche zustande gebracht hatte. Das musste die Vorentscheidung sein.

19.05: Wiederapfiff, keine Änderungen auf beiden Seiten. Ndjeng gibt per Freistoß eine erste Kostprobe, dass Gladbach nun vielleicht etwas mehr Ernsthaftigkeit an den Tag legen will. Sippel klärt mit den Fingerspitzen im linken unteren Eck.

18.41: Rösler holt sich mit einer rüden Grätsche die fünfte gelbe Karte ab. Vielleicht holt das die Gladbacher aus dem Dämmerzustand.

18.30: Ein müdes Spiel. Kaiserslautern arbeitet sich an der Gladbacher Verteidigung ab. Die Borussia hingegen beschränkt sich auf das Allernotwendigste. Die meisten Angriffsversuche scheitern, wenn Ndjeng den Ball vertändelt.

18.20: Seit einer viertel Stunde geht nur noch sehr wenig. Lautern hat sich ein wenig berappelt, sprich es lässt keine Großchancen mehr zu. Das ist es aber auch. Wenn mal eine schöne Aktion kommt, dann von Bellinghausen.

Was ist eigentlich aus der ominösen norwegischen Eckballtraube geworden, die der FCK zu Saisonbeginn im Repertoire hatte?

18.08: Rekdal hat die Faxen dicke und schickt die ersten Spieler zum Aufwärmen hinters Tor.

18.03: Beinahe das zweite Tor für die Borussia. Neuville darf sich auf links den Ball zur Flanke sekundenlang zurechtlegen. In der Mitte schafft es die Lauterer Abwehr nicht, den keine 1,80 Meter großen Rafael am Kopfball zu hindern. Glanzparade von Sippel.

Lautern lässt alles das vermissen, was es in einem Spiel gegen Gladbach gefragt wäre. Man könnte meinen, dass die Spieler absichtlich das Gegenteil von dem machen, was ihnen Rekdal mit auf den Weg gegeben hat.

18.00: TOOOOOR für Gladbach! Brutale Abwehrschwäche des FCK bei einer Freistoßflanke von Ndjeng. Rösler köpft nach 51 Sekunden ein.

17.55: Auf Gladbacher Seite eine kleine Überraschung in der Aufstellung. Coulibaly beginnt im linken Mittelfeld. Kleine spielt von Anfang an in der Innenverteidigung, Rafael für den gesperrten Friend im Sturm. Bei Lautern, wie in der Vorrunde mit einer Doppel-6, dürfen die erst vor wenigen Tagen verpflichteten Neuzugänge Mandjeck und Iacob ran.

Gladbach: Heimeroth, Voigt, Daems, Kleine, Levels, Paauwe, Coulibaly, Ndjeng, Rösler -Rafael, Neuville
Lautern: Sippel – Weigelt, Schönheim, Beda, Müller – Mandjeck, Demai, Bernier, Bellinghausen – Iacob, Simpson

17.30: N’abend allerseits. Statt dem geplanten Bierchen im Stadion muss ich mich heute auf Kamillentee vor den Fernseher beschränken. Winter sucks. Meine Laune hellt ein wenig Christoph Daum auf, der den Premiere-Fieldreporter bei jeder Frage sowas von auflaufen lässt:

“Herr Daum, ein Sieg zu Karneval?”
“Karneval? Wen interessiert Karneval? Wir sind hier beim Fußball”
“Aber Ihre Fans würde ein Sieg das Feiern sicher versüßen.”
“Unsere Fans feiern das ganze Jahr, dazu brauchen die weder Karneval noch einen Sieg”

Uiuiui, da ist aber jemandem eine Laus über die Leber gelaufen.

Der Nordpark in Gladbach sieht spärlich besetzt aus. Kaiserslautern scheint wenig Anhang mitgebracht zu haben. Eitel-Sonnenschein herrscht bei Ziege und Luhukay. Da gibts nicht viele Fragen für das Interview. Etwas besseres als “Werden Sie heute versuchen, ein frühes Tor zu erzielen?” sollte einem Journalisten dennoch einfallen.

Erstmals in seiner neuen Funktion vor der Premiere-Kamera: Fritz Fuchs, der für seinen FCK als Ziel ausgibt, am Ende der Saison vor St. Pauli zu stehen. Sonst hat auch er nichts anderes als die üblichen Durchhalteparolen (“Auch heute spielen 11 gegen 11”).

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Live-Blogging: 1860 – Gladbach

November 12th, 2007

22.01: Abpfiff, Endstand 0:0. Ein Punkt, mit dem beide Mannschaften zufrieden sein bzw. sich schönreden können. Am Ende hätte München die drei Punkte eher verdient gehabt als Gladbach, ein Remis entspricht aber durchaus den Leistungen. In der Schlussphase war 1860 heißer, wollte den Sieg. Heute hat man gesehen, dass dort eine Menge Potential vorhanden ist. Nicht nur Bierofka und Göktan mit sehr guten Leistungen, auch der junge Sven Bender spielte sehr auffällig. Fazit: Ein Zweitliga-Fight auf hohem spielerischen Niveau. Damit zurück in die Funkhäuser.

22.00: Chaos im Borussia-Strafraum. Göktan mit der Kugel am Fuss versucht abzuziehen doch ein Borusse nach dem anderen wirft sich in den Schussweg. Doch die Pille will einfach nicht hinten raus. Nach Göktan darf Wolff ran. Auch er trifft nur Gladbacher Körper.

21.54: Göktan rast aus spitzem Winkel auf Heimeroth zu und zieht aus zehn Metern ab – über das Tor. Der Ex-Gladbacher mit einer starken zweiten Halbzeit. Luhukay rührt Beton an: Gohouri kommt für Neuville.

21.50: Kopfball Friend nach Flanke Rösler – etwas zu unplatziert. Schade, da stimmte vorher alles. Die Hereingabe war absoluzt präzise, Friend völlig frei und sein Timing war optimal. Beste Gladbacher Chance in der zweiten Hälfte.

21.47: Levels wird von seiner undankbaren Aufgabe befreit. Für ihn kommt Polanski. Ndejng rückt nach hinten und spielt nun gegen Bierofka, dafür der neue Mann im rechten Mittelfeld.

21:41: Was die Löwen sehr gut lösen: Sie vermeiden Fouls in der Nähe des eigenen Strafraums und damit die gefährlichen Gladbacher Standards. Sogar Marin wird meistens fair vom Ball getrennt – ein Novum in dieser Saison.
21:33: Guter Schuss von Wolff. Auf Höhe des Elfmeterpunkts lässt er halbrechts im Strafraum seinen Gegenspieler aussteigen und zieht sofort ab – einen knappen Meter am langen Pfosten vorbei. Bei der Borussia kommt Marin für Touma und damit hoffentlich mehr Schwung.

21.23: Keine Wechsel zur Halbzeit. Das Spiel beginnt sehr ruppig. Viel Gedrängel und Geschubse, viele kleine Gemeinheiten außerhalb des Schiri-Sichtfelds. Besonders Ghvinianidze glänzt jetzt wie auch schon in der ersten Halbzeit mit dreckigen Aktionen.

21.11: Gladbach muss nun unbedingt Bierofka unter Kontrolle bekommen. Levels war bisher völlig überfordert und hat sich zudem in einer Offensiv-Aktion die gelbe Karte abgeholt. Eine Auswechslung gegen Bögelund drängt sich geradezu auf.

20.58: Tor für 1860. Mal wieder Bierofka mit Flanke, Wolff hält die Fußspitze rein und der Ball landet im langen Eck. Aber Pustekuchen, Wolff stand einen Schritt im Abseits. Mit dem 0:0 geht es in die Halbzeit.

20.51: Ausgerechnet Touma hat die beste Situation für Gladbach bisher herausgespielt und abgeschlossen. Sonst war von dem kleinen Schweden nullkommagarnichts zu sehen. Gar keine Bindung zum Spiel. Die von Marin gewohnte Gefahr von der Außenbahn ist nichtmal ansatzweise präsent. Auch auf der anderen Seite schafft es Ndjeng nicht, eine gute Hereingabe zu produzieren.

20.47: Heimroth segelt ganz böse an einer Ecke vorbei. Glück für ihn, dass kein Löwe bereit stand. Die Unsicherheiten häufen sich in den letzten Spielen beim Schlussmann.

Im Spiel keine Änderungen: Gladbach mit mehr Ballbesitz, aber ohne Ideen….

...Verdammt! Pfostenschuss Touma!....

Gut, mit einer Idee. Aber sonst harmlos im Abschluss. Bei 1860 läuft alles über Bierofka...

...Nochmal verdammt! Heimeroth schon wieder mit einem Aussetzer. Kann eine harmlosen Kerze nicht runterpflücken, sondern lässt den Ball genau vor die Füße von Di Salvo fallen. Der ist so überrascht, dass er die Kirsche nicht Richtung Tor bringt.

20.35: Riesenchance für 1860. Der bärenstarke Bierofka spielt Tobias Levels schwindelig und passt flach und hart in die Mitte. Der Einschussversuch per Hackentrick ist aber zu unpräzise und Paauwe kann den Ball wegschlagen.

20.33: Den anfänglichen Druck hat 1860 nicht aufrecht halten können. Nun liegt ein leichtes Übergewicht bei Gladbach, doch richtig was los ist im Münchner Strafraum nicht. Das Spiel ist zwar temporeich, aber spielt sich hauptsächlich im Mittelfeld ab.

20.28: Kann mal bitte jemand einen Frisör verständigen? Der Schiedrichter braucht dringend einen neuen Haarschnitt.

20.19: Vierte Minute, der nächste gute Münchner Angriff. Ein langer Ball auf die Salvo, der ganz alleine auf Heimeroth zuläuft. Zum Glück etwas zu lang, der am 16er kann der Gladbacher Keeper den Ball vor dem Stürmer wegpflücken. Da ist ganz schön Feuer drin.

20.15: Gerade vom Training nach Hause gekommen, deswegen Vorgeplänkel verpasst. Bei Gladbach ist Marin raus, dafür Touma im linken Mittelfeld. Sonst alles beim erfolgreichen alten.

Heimeroth – Levels, Dames, Brouwers, Voigt – Paauwe, Touma, Rösler, Ndjeng, Neuville, Friend.

In der zweiten Minute gleich zwei brandgefährliche Flanken von 1860. Rösler klärt und weckt anschließend erstmal seine Abwehrspieler mit hochrotem Kopf.

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