Schöne Sachen, die die Post bringt
Normalerweise mag ich den Postboten nicht. Wenn etwas im Briefkasten landet, will in der Regel jemand etwas von mir. Meistens Geld. Heute kamen gleich drei wunderbare Lieferungen an.
Erstens: Meine Dauerkarte für die neue Saison.
Ich hoffe, ich werde wirklich Spaß daran haben – in der letzten Saison war dieses Ticket eher eine Garantie für Verdruß. Ein Lob muss ich an dieser Stelle an die Borussia zollen: die ganze Saison kostet mich 163 Euro – 9,50 Euro pro Spiel. Das ist echt ein fairer Preis und wenn man mal über den Tellerrand guckt, was in anderen europäischen Ligen so los ist, mag ich das gar nicht zu laut sagen, sonst kommt noch jemand im Gladbacher Marketing auf dumme Ideen.
Zweitens: Meine neuen Fußballschuhe.
Die Teile hat mir Under Armour kostenlos zur Verfügung gestellt. Ich habe, wie viele andere Blogger auch, eine Einladung zur Präsentation dieser Schuhe (die ersten überhauot von UA) und der neuen Hannover-Trikots bekommen. Da ich zu der Veranstaltung nicht anreisen kann, habe ich einfach mal nachgefragt, ob ich nicht ein Paar Schuhe bekomme unter der Auflage, eine Review darüber zu schreiben. Ich habe nicht damit gerechnet, aber die Firma ist drauf eingegangen – für mich ein guter Deal. Bevor Nachfragen kommen: Der PR-Kollege, mit dem ich gemailt habe, hat betont, dass ich der einzige Blogger wäre, dem sie die Treter stellen würden. Demnächst – nach Beginn der Vorbereitung Ende Juli – an dieser Stelle also eine ehrliche Kritik aus Sicht eines mäßig talentierten Kreisliga-Fußballers.
Achso: Das dritte Paket enthielt ein cooles Poster, das mir der Kollege r0ssi hat zukommen lassen (habe ich erwähnt, dass ich im Nebenjob großer Sci-Fi-Fan bin?).
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Ich hab Bronze
Das hefte ich mir gerne ans Revers: Bronze bei der Wahl zum Sportblog-Beitrag des Jahres. Ich fasse die Wahl als Wink mit dem Zaunpfahl auf, hier ein bisschen mehr zu zeichnen. Meine Glückwünsche gehen natürlich an Oliver und Dogfood, die mich ganz knapp (hüstel) geschlagen haben. Dogfood ist eh Pflichtprogramm und seit Oliver in den letzten Monaten den direkten Freistoß richtig steil geschickt hat, hält er auch dort eine überragende Qualität. Die beiden Platzierungen sind also absolut verdient. Nicht nur für den Einzelbeitrag, sondern stellvertretend für die konstante Leistung. Schade nur, dass sich Jürgen nicht selbst zur Wahl gestellt hat. Schließlich hatte er im letzten Jahr auch einige Titelkandidaten am Start gehabt.
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The Sport-Blog-Oscar goes to….
Bei Jürgen gibt es die Wahl zum besten Sport-Blog-Post des Jahres. In der Auswahl finde ich zwei Beiträge herausragend, weil nicht nur Schlagzeilen wiedergekäut werden, sondern eigene Recherche dahinter steht. Zum einen dogfoods Beitrag zur Doping-Affäre bei Team Telekom, zum anderen (auf regionaler Ebene) Knuts Anmerkungen zur Berichterstattung der Siegener Zeitung über die Sportfreunde Siegen.
Dabei bin ich im Zwiespalt. Denn was soll Bloggen eigentlich können? Für mich heißt Bloggen Meinung. Fakten zu bewerten und zu kommentieren. Und zwar in einer Art und Weise, dass den üblichen Medien ein Kontrapunkt gesetzt wird. Dass ich tiefere und treffendere Analysen der Situation lese – Analysen, die Klischees vermeiden. Analysen, die diskutieren, wie das Spielsystem der eigenen Mannschaft funktioniert und warum sich dieses positiv oder negativ ausgewirkt hat. Analysen, die nicht so furztrocken sind, wie der Taktikkasten im Kicker. Eine Diskussion auf hohem Niveau also.
Wenn ich dieses als Maßstab nehme, dann hat Stefan von der Südtribüne vor gefühlten anderthalb, zwei Jahren, die für mich besten Postings geschrieben. Und bei Oliver Fritsch habe ich das auch häufiger gefunden (jedoch nicht im nominierten Beitrag). Deshalb lese ich kurtspaeter deutlich lieber, als zum Beispiel das Bundesliga-Blog.
Kontinuierliche Qualität steht bei Jürgen (kann bei Jürgen) nicht zur Abstimmung (stehen). Deshalb tendiere ich zu den oben gelobten Beiträgen, bei denen eigentlich den Journalisten vorbehaltenen Qualitäten überzeugen.
Ich bin zwar auch nominiert, aber wohl eher außer Konkurrenz. Ein Cartoon steht halt eher neben allen anderen Beiträgen und ist nicht wirklich vergleichbar. Gegen Stimmen für meinen Beitrag hab ich natürlich trotzdem nichts. Immer her mit den Stimmen.
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Aaaarghh! Erster Wordpress-Ausraster
Neues Blog, neue Probleme. Mit twoday war alles so schön einfach. Mangels Möglichkeiten konnte man recht wenig falsch machen. Wordpress hingegen treibt mich schon jetzt in den Wahnsinn.
Okay, es war vielleicht auch anmaßend, nicht einfach ein Theme zu übernehmen, sondern direkt im CSS rumfrickeln zu und alles genau so haben zu wollen, wie man es sich auf dem Scribble hingemalt hatte.
Speziell wegen der Widgets stehe ich kurz vor dem Hospitalismus. Die rechte Sidebar basiert nämlich komplett auf den Teilen, die angeblich so einfach und anwenderfreundlich sein sollen. Leider zerreißt es das komplette Layout im IE, dort ist die komplette Sidebar ca. 700 Pixel tiefer als sie sein sollte. Außerdem lassen sich diese schicken RSS- und Social-Bookmark-Buttons einfach nicht linksbündig ausrichten. Hat jemand einen Tipp?
Wenn ich ein Bild einbinde, wird die Schrift des folgende Absatzes ca. 4 Punkte kleiner dargestellt als vorgesehen – im Code ist jedoch nix zu erkennen, was dieses Verhalten auslösen könnte. Und mit Mygallery ein Bild so darzustellen, dass der Text elegant außen rumfließt, treibt mich ebenfalls zur Verweiflung. Idee irgendjemand?
Abgesehen von diesen mehr oder weniger kleinen Problemen bin ich natürlich über jedes Feedback dankbar. Als ich das Design zum ersten Mal vorgestellt habe kamen ja schon viele gute Kommentare, die ich teilweise umgesetzt habe. Über weitere Anregungen würde ich mich freuen.
Update: Der Header macht mit ebenfalls zu schaffen. Der grüne Balken scheint leicht durch den Cartoon-Dülp oben links durchzuscheinen. Im Photoshop sind das zwei Ebenen, die übereinanderliegen, beide ohne jede Transparenz. Im psd-Format sieht das noch richtig gut aus, aber kaum speichere ich es als jpg, tritt der Effekt auf. Tipps anyone?
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Lokale Domain-Rivalität – Ihr Schweine!
Gemeinheit! Auf der Suche nach einer neuen Domain hab ich hintereinander “Bolzplatz” mit sämtlichen denkbaren Endungen eingegeben. Und was muss ich bei bolzplatz.com und bolzplatz.org sehen? Schon besetzt. Und zwar von einer Freizeit-Truppe, die geschätzte sieben Kilometer Luftlinie von meiner Haustür kickt.
Ich nehme die Niederlage sportlich fair, und lasse mir www.bolzplatz-blog.de reservieren.
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Danke, Google
Dank Googles neuem Algorith-Dingsbums hat Bolzplatz nun einen besseren Pagerank als die Netzeitung. Find ich zwar ganz witzig, aber trotzdem ein wenig fragwürdig. Solange ich Kicker.de noch nicht eingeholt hab, mach ich mit aber noch keine ernsthaften Sorgen über Relevanzprobleme professioneller Medienschaffender.
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Von Foren und Blogs (Update: und Toni Kroos)
Ich sag es wie es ist: Ich mag Fußball-Foren nicht. Ich habe mich vor einigen Jahren intensiv bei torfabrik.de beteiligt, es waren ruhige Zeiten. Als noch nicht jeder Bauer eine Flatrate hatte. Man konnte fundiert diskutieren und bekam meistens fundierte Antworten.
Irgendwann schlugen auch dort die Trolle auf. Plötzlich waren Threads vollgestopft mit unterirdischen Abhandlungen, die auf alles eingingen, aber nicht auf die zuvor vorgebrachten Argumente.
Heute teilen sich die Foren-Besucher in zwei größere Gruppen auf. Diejenigen, die ihre Bild-Zeitungs-bestimmten Ansichten runtertippen und diejenigen, die auf der Arbeit nicht viel zu tun haben und deswegen ca. 70 Posts am Tag raushauen, so dass ein Thread über das letzte Heimspiel gerne mal darin endet, dass über der Omma ihren eingewachsenen Zehennagel berichtet wird.
Diese Umstände haben mich originär dazugebracht, ein Blog zu starten, weil ich hoffte, dass sich hierher zwar wenige verirren würden, aber dafür diejenigen, die sich wirklich Gedanken machen, bevor sie einen Kommentar abgeben oder im eigenen Blog einen Beitrag posten.
Ich bin nicht enttäuscht worden. Die Diskussion findet hier auf einem anderen Niveau statt. In der Regel themenorientiert und differenziert. Was allerdings passiert, wenn ein Blog-Eintrag in einem Forum verlinkt wird, konnte man vorgestern bei dogfood erleben. Da schlagen plötzlich die Trolle, die man glaubte hinter sich gelassen zu haben wieder auf. Ganz grausam.
Und bevor ich diesen Post schließe noch eine kurze Anmerkung zum aktuellen Geschehen: Was geht eigentlich mit dem Toni Kroos? Fünf Minuten drin und serviert Klose schon wieder eine Maßflanke auf die Stirn? Oliver, mit diesem Vorhaben wird das wohl nix mehr.
(Update eine Minute später: Kroos haut seinen zweiten Freistoß direkt rein. Oliver, bitte übernehmen Sie).
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New Blog for the Kids
Ein paar aufmerksame Mitblogger haben es bereits festgestellt: Ich bastele fleißig an einem neuen Blog/Relanuch/Weiterentwicklung.
Einfacher Grund: Der Speicherplatz hier bei twoday ist erschöpft und für jeden neuen Beitrag fliegt ein anderer aus dem Archiv raus. Das hab ich zum Anlass genommen, auf Wordpress umzusteigen.
Wenn man wie ich seit knapp drei Jahren am Start ist, vermisst man bei einem Blogservice wie twoday einfach eine Menge Möglichkeiten, die Wordpress eröffnet.
Allerdings sind die Möglichkeiten so weitläufig, dass ich mir echt nicht sicher bin, was die Leser brauchen und was sie wirklich nutzen. Klickt überhaupt jemand auf die Kategorien? Oder auf das Monats-Archiv? Nutzt Ihr Tags-Clouds?
Ich habe ein paar Fixpunkte, die ich auf jeden Fall in der Sidebar präsentieren will: Suchfunktion, Blogroll, Links zu den aktuellen Beiträgen und Comments, RSS-Abos und Social-Bookmarks. Außerdem Empfehlungen für DVDs, CDs und Büchern, weil ich glaube, dass ein Blogger ein Profil haben sollte und sein Geschmack in diesen Dingen dem Leser einen wirklich wichtigen Anhaltspunkt gibt. Außerdem werde ich Sponsored Links einbauen, weil ich sehen will, was in der Richtung gehen kann.
Hab ich irgendwas vergessen? Kategorien will ich nicht mehr anzeigen, weil ich das Gefühl habe, dass man dann Beiträge künstlich einordnen muss, auch wenn sie nirgends hinpassen. Wenn es nicht ganz offensichtlich ist, habe ich immer das Problem: Wo gehört es hin und am Ende landet es in “Allgemein”.
Stattdessen vergebe ich Tags, aber strikt mit den Vereinsnamen und einige wenige Sondertags, die zu meinem Blog-Style passen, z.B. “Managerspiel” und “Comics”, die in einer Cloud angezeigt werden. Passt ein Post zu keinem Tag nach diesem System, wird er nicht getagged.
Ein Monatsarchiv wird am Start sein, denn ich bin hin und wieder auf Blogs unterwegs und denke “Der Beitrag muss irgendwann im Januar gewesen sein.” Gerade bei Fußball-Blogs kann man den Zeithorizont eingrenzen.
So, irgendwelche Optionen, die Ihr vermisst? Damit ihr euch einen Eindruck verschaffen könnt, das neue Blog gibt es in der Sneak-Preview.
Und klar: Das Teil bekommt noch eine anständige URL.
Da sind wir beim nächsten Problem. “Bolzplatz” – was für ein Scheißname. Damals, als ich mit dem Bloggen angefangen habe, wollte die Anmeldung bei twoday irgendeinen Namen. Ich hab den Titel eingehackt, was mir als erstes durch den Kopf ging. Schließlich wollte ich nicht lange über so einen Scheiß wie einen coolen Namen nachdenken, sondern losschreiben.
Mittlerweile bin ich immer noch nicht glücklich mit dem Namen, aber er ist so etwas wie eine Marke geworden. Leider komme ich auch nicht auf den anderslautenden Burner, der er rechtfertigt, davon abzurücken.
Und an dieser Stelle muss ich allen meinen Mitbloggern einen Vorwurf machen: Die deutsche Fußball-Blogger-Szene ist doch sehr einfallslos, was die Benamung angeht. Es gibt entweder Buzzwords ((z.B. Pfostenschuss, Drei Ecken ein Elfer, Nachspiel) oder Allgemeinplätze (Ball-Blog, Bundesliga-Blog). Sowas schönes wie “Who ate all the Bratwurst” ist noch niemanden eingefallen. “Fritten,Fußball & Bier” kommt da noch am nächsten ran.
Also: Mein Titel ist noch frei. Soll ich “Bolzplatz” beibehalten, oder mein Gehirn nach einem besseren Titel auswringen?
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