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	<title>Bolzplatz &#187; Amateure</title>
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		<title>Fr&#252;her war alles besser: Kreisliga-Zuschauerschwund mit DFL-Unterst&#252;tzung</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Dec 2008 20:14:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dülp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Amateure]]></category>
		<category><![CDATA[Fußball-Geschichte]]></category>

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		<description><![CDATA[	Vor 14 Jahren, als ich&#160; aus der Jugend der Spvgg L&#252;rrip in die Bezirksliga-Mannschaft von Fortuna M&#246;nchengladbach wechselte, waren die Sonntags-Spiele meiner Mannschaft noch ein Treffpunkt. In der Kurve vor dem Vereinsheim gab es kaum eine L&#252;cke. Die Bande war durchweg besetzt mit Alt-Internationalen des Clubs, mit Mitgliedern des &#246;rtlichen Sch&#252;tzenvereins und eine Traube Kinder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Vor 14 Jahren, als ich&#160; aus der Jugend der Spvgg L&#252;rrip in die Bezirksliga-Mannschaft von Fortuna M&#246;nchengladbach wechselte, waren die Sonntags-Spiele meiner Mannschaft noch ein Treffpunkt. In der Kurve vor dem Vereinsheim gab es kaum eine L&#252;cke. Die Bande war durchweg besetzt mit Alt-Internationalen des Clubs, mit Mitgliedern des &#246;rtlichen Sch&#252;tzenvereins und eine Traube Kinder tollte &#252;ber die Laufbahn. Nach dem Spiel tranken die Spieler zwei bis drei Bier im Vereinsheim und anschlie&#223;end traf sie sich mit den Zuschauern in der Stadtteils-Kneipe.</p>

	<p>Dabei waren die goldenen Zeiten schon lange vorbei. Zehn Jahre zuvor noch standen die Zuschauer in mehreren Reihen um den Platz herum, als die A-Jugend des Vereins in der Niederrhein-Liga gegen Fortuna D&#252;sseldorf gegen den Abstieg spielte. Wollte man sich das Spiel anschauen, musste man an einem Kassierer vorbei, der stolze 5 DM kassierte.</p>

	<p>Heute verlieren sich&#160; bei meinem Verein 5 bis 10 Zuschauer an den Seitenlinien. Eintritt wird nicht mehr kassiert, damit &#252;berhaupt noch jemand kommt. Selbst Stadtteil-Derbys finden unter Ausschluss der &#214;ffentlichkeit statt.</p>

	<p>Die Ursache ist nat&#252;rlich nicht, dass Premiere zeitgleich die zweite Liga zeigt. Die Menschen sind nicht mehr in ihren Gemeinden verwurzelt &#8211; das ist die Ursache. Vor 30 Jahren war das Ergebnis der Fortuna Gespr&#228;chsstoff in M&#246;nchengladbach-Windberg. Man traf sich in Kneipen und fachsimpelte &#252;ber die Leistung des Teams, w&#228;hrend die Spieler mit an der Theke standen.</p>

	<p>Heute trifft man sich nicht mehr in Kneipen und die Spieler selbst in den Kreisligen sind Legion&#228;re, die den Verein wechseln wie die Unterhose, wenig bis gar nicht interessiert am Umfeld und an einem lebendigen Vereinsleben. Das ist keine Klage, sondern eine Beschreibung der Realit&#228;t.</p>

	<p>Dort, wo eine Gemeinde bzw. eine organisierte Gemeinschaft noch funktioniert, da kommen auch noch Zuschauer zu den Spielen. Bei Dorfclubs zum Beispiel. Und bei Vereinen, die von Immigranten gegr&#252;ndet wurden. Vor zwei Wochen spielten wir gegen den Club der kurdischen Gemeinschaft in Schwetzingen, den <span class="caps">KSC </span>Schwetzingen. Mit der Mannschaft reisten mehr als 50 Zuschauer an &#8211; f&#252;r die Kreisliga sensationell.</p>

	<p>So desolat die Lage ist, durch den neuen Spielplan der <span class="caps">DFL</span> wird sie noch schlimmer. Nicht nur die potentiellen Zuschauer geben sich lieber die Bundesliga-&#220;bertragung. Sogar die Spieler bleiben weg, weil sie lieber ihren Verein im Fernsehen anschauen als selbst zu kicken. Dieses Problem kumuliert vor allem in St&#228;dten wie M&#246;nchengladbach, wo 90% der Aktiven hei&#223;bl&#252;tige Fans sind.</p>

	<p>So sind es nur Lippenbekenntnisse von Theo Zwanziger, wenn er gleichzeitig den Amateurfu&#223;ball f&#246;rdern will, aber nicht lautstark gegen den neuen Premiere-Vertrag zu Felde zieht. Kreisliga und Bezirksliga geh&#246;ren zur Fu&#223;ball-Kultur, ein fragiles Pfl&#228;nzchen, dass es aufzup&#228;ppeln gelte, w&#252;rde man so etwas wie soziale Verantwortung ernst nehmen. Dort k&#246;nnen&#160; sich junge Spieler Selbstvertrauen holen und Bindung an das soziale Umfeld finden &#8211; aber nur solange es ein Umfeld gibt.</p>
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		<title>Waldhof: Almosen vom Feindbild</title>
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		<pubDate>Thu, 27 Nov 2008 21:57:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dülp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Amateure]]></category>

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		<description><![CDATA[	Bitterer geht&#8217;s glaub ich nicht f&#252;r einen Fan. In den letzten 5 Wochen hat Waldhof Mannheim den Aufstieg weitgehend verspielt, hat festgestellt, dass der Kader unglaublich viel zu teuer ist f&#252;r die Regionalliga und musste sich schlie&#223;lich erneut von Dietmar Hopp retten lassen.

	Genau jenem Dietmar Hopp, der das Feindbild Nummer 1 ist. Dem nicht verziehen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Bitterer geht&#8217;s glaub ich nicht f&#252;r einen Fan. In den letzten 5 Wochen hat Waldhof Mannheim den Aufstieg weitgehend verspielt, hat festgestellt, dass der Kader unglaublich viel zu teuer ist f&#252;r die Regionalliga und <a href="http://www.11freunde.de/newsticker/116027">musste sich schlie&#223;lich erneut von Dietmar Hopp retten lassen.</a></p>

	<p>Genau jenem Dietmar Hopp, der das Feindbild Nummer 1 ist. Dem nicht verziehen werden kann, dass er eine Kreisliga-Mannschaft in die Bundesliga f&#252;hrte statt dem Traditionsverein.</p>

	<p>Dass es die Vereinsf&#252;hrung Mannheims war, die die Jahrhundertchance verspielte, als Hopp vor ein paar Jahren noch offen war f&#252;r ein Waldhof-Engagement &#8211; egal.&#160; Dass er dem Verein f&#252;r 3 Millionen ein Jugendzentrum gebaut hat &#8211; egal. Was z&#228;hlt, ist die verletzte Ehre.</p>

	<p>Von seiner Gnade abzuh&#228;ngen, zum zweiten Mal von ihm vor der Insolvenz gerettet worden zu sein, das tut weh. Und ich bin mir sicher, es gibt nicht wenige, die lieber einen Neustart in der Kreisliga in Kauf genommen h&#228;tten, als auf Almosen aus der benachbarten Provinz angewiesen zu sein.</p>
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		<title>100 Euro f&#252;r Uerdingen</title>
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		<pubDate>Sun, 30 Dec 2007 14:38:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dülp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Amateure]]></category>
		<category><![CDATA[Fußball vs. Kommerz]]></category>

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		<description><![CDATA[	Wenn ich 100 Euro &#252;brig h&#228;tte, w&#252;rde ich es wahrscheinlich an Orang-Utans spenden. Eine andere aussterbende Art ist der Fu&#223;baller des KFC Uerdingen. In der Grotenburg drohen n&#228;mlich die Flutlichter f&#252;r immer auszugehen. Selbst legend&#228;re Aktionen wie die Versteigerung eines Kaderplatzes via eBay haben das Vereinskonto nicht retten k&#246;nnen. Jetzt sucht der KFC via Xing [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Wenn ich 100 Euro &#252;brig h&#228;tte, w&#252;rde ich es wahrscheinlich <a href="http://www.bos-deutschland.de/">an Orang-Utans spenden</a>. Eine andere aussterbende Art ist der Fu&#223;baller des <span class="caps">KFC </span>Uerdingen. In der Grotenburg drohen n&#228;mlich die Flutlichter f&#252;r immer auszugehen. Selbst legend&#228;re Aktionen wie die Versteigerung eines <a href="http://www.netzeitung.de/sport/349782.html">Kaderplatzes via eBay </a>haben das Vereinskonto nicht retten k&#246;nnen. Jetzt sucht der <span class="caps">KFC</span> via Xing junge, erfolgreiche und obendrein gutaussehende Sponsoren, die die <a href="http://www.traditionsretter.de">Tradition retten.</a> Ich sag mal so: Wer sich noch <a href="http://www.kfc-uerdingen.de/saison2007_08/index.php?id=5&#038;sid=">Aleksandar Ristic als Trainer </a>leisten kann, dem muss ich keine Kohle r&#252;berschieben. Aber vielleicht haben andere ein weicheres Herz als ich.</p>

	<p>P.S.: Von der eigentlichen <span class="caps">URL</span> der Aktion www.traditionsretter.de wird man auf eine andere Domain umgeleitet, wo die eigentliche Inhalte stehen. Und die hei&#223;t www.firmenparkplatz.de. Das nenne ich Betriebssporttradition.</p>
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		<title>Die R&#252;ckkehr der Bauunternehmer</title>
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		<pubDate>Sun, 23 Sep 2007 19:32:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dülp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Amateure]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesliga]]></category>
		<category><![CDATA[Fußball vs. Kommerz]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://web118.milhouse.kundenserver42.de/die-rueckkehr-der-bauunternehmer/</guid>
		<description><![CDATA[	Es gibt eine seltsame Symbiose im Fu&#223;ball. Der Sport scheint eine Einladung f&#252;r mehr oder weniger erfolgreiche Baul&#246;wen zu sein, ihre Eitelkeiten auszuleben. Ich habe in meinem Leben in vier Vereinen gespielt. In zwei davon waren eben solche Unternehmer am Start, die ihre kleinb&#252;rgerliche Existenz durch Sponsoring h&#246;chstens lokal erfolgreicher Mannschaften aufjazzten.

	In den Niederungen des [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Es gibt eine seltsame Symbiose im Fu&#223;ball. Der Sport scheint eine Einladung f&#252;r mehr oder weniger erfolgreiche Baul&#246;wen zu sein, ihre Eitelkeiten auszuleben. Ich habe in meinem Leben in vier Vereinen gespielt. In zwei davon waren eben solche Unternehmer am Start, die ihre kleinb&#252;rgerliche Existenz durch Sponsoring h&#246;chstens lokal erfolgreicher Mannschaften aufjazzten.</p>

	<p>In den Niederungen des deutschen Fu&#223;balls l&#228;uft es mit solchen Leuten meistens nach demselbem Schema: Sie kaufen sich eine Mannschaft aus Maurern, Kfz-Mechanikern und Elektrikern zusammen, die zwei Spielzeiten lang gl&#228;nzt, ein- bis zweimal aufsteigt und dann ganz &#252;bel die Grenzen ihrer Leistungsf&#228;higkeit aufgezeigt bekommt. Dann kriegen die Stars des Teams &#8220;hochdotierte Angebote&#8221; (so um die 50 bis 100 Euro pro Spiel) von einem anderen M&#228;zen und der Laden bricht sowas von auseinander, dass es direkt die zwei Klassen wieder nach unten geht, die man zuvor hinter sich gelassen hatte (im positiven Fall) oder noch viel weiter in die Wald- und Wiesen-Ligen (im negativen Fall).</p>

	<p>Man mag mir eine negative Einstellung solchen Stadtteil-Napoleons gegen&#252;ber unterstellen. Und wisst ihr was: Das ist richtig. Aus einem Club bin ich bereits rausgeflogen, weil ich einem Vertreter dieser Gattung ordentlich die Meinung gesagt habe. Der hatte, als es gerade wieder schwer nach unten ging, dem Vereinsnachwuchs wie mir eine echte Perspektive geboten, um eine Saison sp&#228;ter wieder eine ganze Elf Bezirksliga-Legion&#228;re einzukaufen um uns auf der Bank schmoren zu lassen.</p>

	<p>Aber zur&#252;ck zum Thema, warum ich eigentlich darauf komme. Manche dieser Bauunternehmer schaffen es tats&#228;chlich in den Profi-Fu&#223;ball. Warum auch immer &#8211; im Osten finden sie immer noch eine Spielwiese.</p>

	<p>Erinnert sich noch jemand an Dieter Krein? Den Cottbusser Pr&#228;sident, der mit Ede Geyer die erste Bl&#252;te Energies einleitete? Ein absoluter Provinzf&#252;rst, der den Verein an den Rande der Insolvenz f&#252;hrte.</p>

	<p>Leider hat es den Verein in der Nachfolge nicht besser getroffen. In der Lausitz geht es um Eitelkeiten, um sonst nichts. Wie sonst k&#246;nnte sich ein Sparkassen-Vorstand anma&#223;en, auf Bundesliga-Ebene Ahnung haben zu wollen. Mit solchen Ausssagen wie: &#8220;Im Interesse der weiteren erfolgreichen Zukunft des <span class="caps">FC </span>Energie Cottbus blieb uns letztlich keine andere Wahl, als ein Wechsel auf der Trainerposition.&#8221; Hallo? Ohne Sander w&#252;rde Cottbus heute mit Gl&#252;ck in der Regionalliga kicken.</p>

	<p>Aber nicht nur in Cottbus d&#252;rfen solche Experten rumverwalten. Auch in Jena wachsen die Anspr&#252;che in den Himmel. Zwei hochverdiente Trainer nacheinander zu feuern &#8211; alle Achtung. Und dann noch einen Investor anzuschleppen, der so halbseiden ist, dass die <span class="caps">DFL</span> die Zustimmung verweigert &#8211; gute Arbeit. Was die Fans von solchen Selbstdarstellern halten, hat Rainer Zipfel heute von der Fankurve mehr als deutlich zu h&#246;ren bekommen.</p>

	<p>Fazit: Egal ob Kreis- oder Bundesliga. Jeder Verein sollte sich vor Sonnenk&#246;nigen sch&#252;tzen und auch mal nein sagen. Lieber mit W&#252;rde ein paar Ligen tiefer, als abh&#228;ngig von einem Arschloch.</p>
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