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Live-Blogging: Dortmund – Gladbach

Dezember 12th, 2008

22.40: Endlich ist die Hinrunde vorbei. Das war schlimmer als in den schlimmsten Alpträumen erwartet. Ich weiß nicht, wie ich dieses Spiel oder irgendwas in den letzten sechs Monaten gutreden soll. Trotz einer Halbzeit in Überzahl gab es im ganzen Spiel eine einzige Torchance. Und die hat noch nicht mal zum Tor geführt.

Ich bin konsterniert und melde mich fürs erste hier ab. Ich hab zu knabbern.

22.02: Ich hab offiziell keinen Bock mehr.

21.57: Erste Torchance für Borussia. Dankbarer Ball für Weidenfeller.

21.50: 2:0 für Dortmund. Mal wieder aus dem Nichts heraus. Unfassbar. Kuba dribbelt auf Außen, drei Gladbacher stehen weniger als einen Meter entfernt. Trotzdem kann Kuba in die Mitte auf Sahin passen, der den Ball völlig freistehend nur noch einschieben muss. Das ist das bekannte Abwehrproblem.

Bereits vorher konnte man keine Überzahl der Gladbacher erkennen. Die Spielweise ist genauso fantasielos wie in der ersten Hälfte. Torchancen gleich Null. Das ist in der Offensive über die volle Distanz ganz schlecht und in der Abwehr punktuell. Eine tödliche Mischung.

21.48: Mit Colautti kommt der zweite Stürmer für Jantschke, dem Kuba ungewollt einen Jochbeinbruch zugefügt hat.  Diese taktische Umstellung wäre sowieso fälig gewesen.

21.35: Um das Positive hervorzuheben: Gladbach war besser, hat keine Chancen zugelassen und spielt jetzt in Überzahl. Das Negative: Es gab Null eigene Chancen. In der Offensive geht ganz wenig und weil sich Dortmund jetzt zurückziehen wird, dürfte die Hoffnung auf Standards liegen. Und der junge Tony Jantschke, ein Lichtblick in den letzten anderthalb Spielen,  wurde halb bewusstlos vom Platz getragen.

21.11: Gelb-Rot Hajnal, Gladbach in Überzahl. Hajnal, schon verwarnt, setzt ganz überflüssig gegen Heimeroth nach und fügt dem Gladbacher Keeper eine üble Wunde am Knie zu. Völlig berechtigt.

21.10: Parallelität zur letzten Woche. Eine gar nicht mal unbeholfene Abwehr-Aktion von Gladbach landet auf dem Fuß vom Gegner. Allerdings so unglücklich, dass für den Gegner alles passt.

21.07: Tor für Dortmund aus dem Nichts. Sonntagsschuss aus 25 Metern von Zidane. Bis dahin war Dortmund nicht einmal in eine gefährliche Situation gekommen.

21.00: Gladbach ein Mü besser als Dortmund. Immerhin. Mit kompakter Staffelung lässt das Team nichts zu. Allerdings geht bisher auch gar nicht Richtung Tor. Chancen bisher: Fehlanzeige.

20.53: Ganz wenig, was Dortmund zeigt. Der BVB passt sich einem niedrigen Niveau an. Viele hohe Bälle, die wie ein Flummi zwischen den Abwehrreihen hin und her springen.

20.47: Geplänkel deluxe. Aber Gladbach ist nicht schlechter.

20.39: Nach den ersten Spielzügen zu urteilen ist es zumindest in der Defensive eine 4er-Kette, Dorda lässt sich zurückfallen bei Angriffen des Gegners. Die Offensiv-Taktik ist mal wieder von langen Bällen auf Friend geprägt. Schlecht: Gladbach verursacht Freistöße auf den Außenpositionen. Und in der Mitte wartet u.a. ein Subotic auf die Flanken von Hajnal.

20.24: Dortmund mit gewohnter Aufstellung, Hummels rutscht für Santana rein. Gladbach in der Aufstellung von Premiere mit einem strangen 3-4-3 und mal wieder vielen Umstellungen. Brouwers soll in einer 3er-Abwehr-Kette links spielen, der junge gelernte Linksverteidiger Dorda dafür im links im Mittelfeld. Mal was Neues. Überraschungseffekt statt Stabilität. Oder doch nicht? kicker.de macht aus denselben Spielern ein 4-4-2.

20.20: Klopp spricht von einem “sehr starken Gegner”. Hallo? Wer ist denn dann ein schwacher Gegner, wenn nicht Gladbach im Moment?  Richtig, Jürgen Klopp, in der Offensive kann Gladbach Chancen produzieren. Aber vier eigene Tormöglichkeiten reichen in der Regel für zwei Tore.

20.13: Mal wieder ein Frust-vorpogrammierter Abend. Ich traue der Mannschaft genauso wenig zu wie vor dem Spiel gegen Leverkusen. Einziger Hoffnungsschimmer: Das letzte Spiel war spielerisch besser als erwartet und abseits vom Ergebnis war Gladbach gleichwertig, wenn nicht besser. Um was zählbares rauszuholen, müsste aber einiges in der Abwehr besser laufen als bisher. Ich bin gespannt, ob Meyer die ambitionierte Elf der letzten Woche wieder auflaufen lässt.

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Ein verschwörerisches Foul

Dezember 11th, 2008

Hat sich hier einer über die deutschen Schiedsrichter beschwert? Nein? Gut.

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Hoffenheim-Transfergerüchte: Hildebrand kommt

Dezember 10th, 2008

Wie ich gerade über @pleitegeiger via Twitter erfahre, hat Hoffenheim Timo Hildebrand verpflichtet. Nun gut, die Quelle ist bild.de, das gerne etwas vorschnell Transfers verkündet.

Überraschen würde es mich allerdings nicht im geringsten. Dieser Transfer ist mehr als logisch. Hildebrand wurde Hoffenheim per Berater schon vor der Saison angeboten. Jetzt ist die TSG in einer Position, in der sie dem Keeper sogar eine echte Perspektive auf die CL bietet. Also attraktiver für Hildebrand. Der wiederum ist ablösefrei, also attraktiver für Hoffenheim. Und es geht um die einzige Position, auf der der Tabellenführer echtes Verbesserungspotential hat. Da passt alles.

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Borussia-Transfergerüchte

Dezember 9th, 2008

Langsam sickern Namen durch und wie sich Gladbach eine bundesligataugliche Mannschaft in der Winterpause zusammenzukuafen gedenkt, lässt nicht gerade gutes erwarten.

Die gute Personalie vorweg: Der junge belgische Torwart Logan Bailly vom KRC Genk steht im Fokus, es soll sich nur noch um die Ablösesumme gehen. Bailly war der Rückhalt des außerordentlich erfolgreichen Olympiateams und ihm wird allgemein großes Potential bescheinigt (außerdem wurde er zum sexyiesten belgischen Fußballspieler gewählt, falls es einen der Leser interessieren sollte).

Laut “verlässlichen Quellen” hat Gladbach ein Angebot für Diego Klimowicz abgegeben, verlautet es im Dortmunder Forum schwatz-gelb. Damit fängt das Elend an. Nun spielt Gladbach in der Regel mit einem Stürmer und an Rob Friend hat die Misere – trotz Ladehemmung – bisher am allerwenigsten gelegen. Colautti und Neuville bekamen so wenige Einsätze, dass man ihre Leistungsfähigkeit kaum einschätzen kann. Wie ein 34-jähriger Bankdrücker aus Dortmund in der Offensive eine Bereicherung sein soll, bleibt ein Geheimnis. Da nehm ich dreimal lieber einen Oli Neuville, der, obwohl marginal älter, sicher ein bis zwei Stufen schneller als Klimo ist und in einem Zweiersturm deutlich besser zu Friend passt. Das Geld sollte sich Gladbach also lieber sparen um dort Verstärkung zu holen, wo es am dringensten notwendig ist. In der Abwehr.

Apropos Abwehr und alte Säcke. Als Verstärkung für die Defensive kursiert der Name eines  31-jährigen Rechtsverteidigers, ehemals erfolgreich in der Bundesliga unterwegs, jetzt in England aktiv. In den letzten zweieinhalb Jahren kam er dort gerade mal auf 16 Einsätze. Da ich die Personalie im geschlossenen Forum mit der Anmerkung “Bitte nicht weitersagen” erfahren habe, belasse ich es bei den reinen Fakten, damit sich jeder anhand selbiger selbst ein Urteil bilden kann.

Das kann nicht der Weg sein. Gladbach sollte aus an den angeblich erfolgreichen Verhandlungen mit Genk den Schluss ziehen, dass talentierte, gut ausgebildete Spieler auf dem Markt sind. Die Gladbacher Abwehr hat erstens ein taktisches Problem und zweitens ein Schnelligkeitsproblem. Die Neuzugänge sollten also taktisch gut und modern ausgebildet und athletisch auf einem Top-Stand sein.

Sowas bekommt man nicht, wenn man große Namen am Abend ihrer Karriere verpflichtet. Das sollte gerade Gladbach wissen. Sowas bekommt man mit einem anständigen Scouting. Hätte man ein echtes “Kompetenz-Team”, stünden bereits einige Namen aus der Schweiz, aus Ost-Europa oder aus Skandinavien auf der Liste, die man vielleicht in den nächsten Jahre hätte verpflichten wolle. Dann könnte man jetzt Risiko gehen und diese Spieler früher als geplant holen.

Alleine dass ein Name wie Klimowicz kursieren kann, lässt für mich leider nur den Schluss übrig, dass man aus der Vergangenheit immer noch nichts gelernt hat.

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Das goldene Händchen: 15. Spieltag

Dezember 5th, 2008

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1. Liga

Ohne Pizarro lief nichts am 15. Spieltag. Für Tagessieger Sönke holte der Bremer mehr als die Hälfte der Punkte. Dazu Olic mit 12 Zählern und ein bisschen Gestrüpp, fertig ist die Erfolgsmannschaft. In der Gesamtwertung hängt Sönke aber weiter rund 150 Punkte hinter der Spitze.

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2. Liga

Für den Tagessieg reichte die niedrigste Punktzahl ever. Mit 17 Zählern ging Sandro ins Ziel. Die Magerkost in der Bolzplatz-Liga dürfte repräsentativ sein für die mögliche Ausbeute angesichts der in der 2. Bundesliga utopischen Managerspiel-Preisstruktur. Tatsächlich reichten die 17 Punkte immer noch für einen 16.022 Platz in der Gesamtwertung, irgendwo in den Top-20-Prozent.

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Meine Borussia: Es geht immer noch schlimmer

November 7th, 2008

Gladbach-Fan zu sein war in den letzten Jahren nie einfach. In diesen Wochen ist es noch schwerer. Die Spielweise der Mannschaft ist so unambitioniert und ideenlos, dass ich mich ernsthaft mit dem direkten Wiederabstieg beschäftige.

Mit wehenden Fahnen unterzugehen, wäre erträglich. An einem Punkt angekommen zu sein, den man seit zwei Jahren hinter sich gebracht zu haben vermutete, ist grausam.

Die Borussia demissioniert drei Spieler, schickt sie zum U23-Training und legt ihnen einen Wechsel ans Herz. Dies wäre angesichts eines aufgeblähten 28-Mann-Kaders nicht weiter erwähnenswert, handelte es sich nicht um drei eigentlich ambitionierte Spieler, die irgendwann mal als Leistungsträger eingekauft worden wären. Hätte es Lamidi, van den Bergh und Schachten getroffen, jeder hätte der Entscheidung zugestimmt. Aber es traf Rösler, Coulibaly und Touma.

Zu einfach wäre es, nun mit dem Finger auf Hans Meyer und einen vermeintlichen eisernen Besen zu zeigen. Die Fehler sind viel früher gemacht worden. Statt auf den wirklich vakanten Positionen – auf rechtem Verteidiger und in der Innenverteidigung – Verstärkungen zu holen, wurden die defensiven Mittelfeldspieler und Außenflitzer Nummer acht, neun und zehn geholt. Die Balance im Kader stimmte hinten und vorne nicht.  Auf einer Position konkurrieren sechs Spieler, auf der anderen gibt es noch nicht mal ein Backup für den nicht vorhandenen Stammspieler.

Diese Zusammenstellung darf man nicht nur Luhukay ankreiden. Sie war eine zentrale Aufgabe des so titulierten “Kompetenzteams” Ziege, Eberl und Korrell. Während Luhukay Geschichte ist, sind letztgenannte in Wunschpositionen weiterbefördert worden.

Der 28-Spieler-Kader war ein Ergebnis der fragwürdigen Strategie, alle Systeme spielen können zu wollen. Es lief daraus hinaus, dass tatsächlich alle Systeme gespielt wurden, aber keines mit Können.

Hans Meyer hat eine klare Vorstellung von einem System. Dass er nun ausmistet und nur noch mit den Spielern arbeiten will, von denen er glaubt, dass sie in das System passen, ist absolut folgerichtig und eine notwendige Reinigung. Bittere Entscheidungen sind die notwendige Konsequenz. Ehrlichkeit denen gegenüber, die nicht mehr in den Mannschaftsverbund passen, gehört zur Fairness.

Was irritiert, ist eben, dass es keine No-Names getroffen hat, sondern mit Rösler einen Aufstiegs-Garanten, mit Touma einen mit hohen Ambitionen verpflichteten Außenstürmer und mit Coulibaly einen vermeintlich souveränen Mittelfeld-Backup.

Der Rauswurf ist von Außen kaum zu beurteilen und wird sehr viel mit Gruppendynamik zu tun haben.

Rösler kann in der Bundesliga aufgrund limitierter Mittel kein Leistungsträger sein. In einer ansonsten gut aufgestellten Mannschaft sollte er aber ein ordentlicher Mitläufer sein. Gerade im Gladbacher System wäre ein offensiver Mittelfeldspieler wichtig, der bei Flanken in den Strafraum stößt und einen zweiten Kopfball-Abnehmer neben dem Mittelstürmer markiert.  Das war Röslers große Stärke in der Vorsaison. Ebenso war er der Hitzkopf auf dem Platz, der der Mannschaft im Moment abgeht. Paauwe ist zwar ein Chef, aber ein ruhiger Vertreter. Der Borussia mangelt es an Körpersprache. Rösler wird seine Situation sicherlich nicht stillschweigend hingenommen haben. Wenn Meyer für ihn keine Perspektive sah, wollte er sich dieses Unruheherdes entledigen.

Touma war als Granate verpflichtet worden, in der holländischen Liga hatte er auf der Außenstürmerposition für Furore gesorgt. Warum er in Gladbach nie den Durchbruch schaffte, ist rätselhaft und wirft kein gutes Licht auf den Verein, der es nicht schaffte, die zweifellos vorhandenen Qualitäten auch nur annähernd auszureizen. Sein Rauswurf ist insofern bemerkenswert, als auf den Außenstürmerpositionen, die Meyer in seinem System fest etabliert hat, kaum Alternativen zu Matmour und Marin vorhanden sind.

Coulibaly hingegen ist einer von vielen im defensiven Mittelfeld. Bei ihm kann man annehmen, dass Trainingsleistung den Ausschlag gegeben hat.

Nach drei Spielen als verantwortlicher Trainer scheint sich unter Hans Meyer nichts gebessert zu haben. Das System ist kein anderes, die eingesetzten Spieler sind dieselben. Stattdessen scheint mehr Unruhe im Verein zu sein. In den Foren wird bereits heftige Kritik laut.

Aber Meyer hatte zwischen den Spieltagen gar keine Zeit, an grundsätzlichen Dingen zu arbeiten.  Er konnte nur versuchen, das Team zu stabilisieren und psychologisch zu arbeiten, was offensichtlich nicht wirklich geglückt ist. Immerhin hat er sich auf ein fixes System konzentriert, auch wenn genau dieses sich in der Vergangenheit als nicht geeignet für die Borussia erwiesen hat. Das musste dem “Kompetenz-Team” klar gewesen sein, als sie den Trainer verpflichteten. Wenn die Zwischenrufer laut werden, sollten sie ihre Stimme gegen die Vereinsführung richten, aber nicht gegen den Trainer.

Meyers Aufgabe ist es, Selbstbewusstsein in die Offensive und Automatik in die Spielzüge und in das Defensiv-Verhalten  zu bringen.  Die mangelnde Qualität auf bestimmten Positionen können nur Transfers in der Winterpause beheben. Ausnahmsweise würde ich diese begrüßen, wenn wenigstens einigermaßen bundesligataugliches Material gekauft würde.

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Where’s the fucking Achse?

September 27th, 2008

Ich will ja nicht Luhukay-raus-Rufer missverstanden werden. Das muss man wohl in dieser Woche stets vorschieben, bevor man an die Kritik geht. Ich will nur verstehen, was der Trainer sich bei seiner Personalpolitik denkt. Bloss: Es gelingt mir nicht.

Heute musste ich bei borussia.de lesen, dass Levels, Rösler und Baumjohann gegen Hamburg nicht mal auf der Bank sitzen. Drei Spieler, die im letzten Spiel noch in der Startelf standen. Was ist passiert, dass innerhalb drei Tagen aus Stammkräften verzichtbare Ergänzungsspieler wurden?

Eine Mannschaft braucht bekanntermaßen eine Achse. In der letzten Saison waren das Brouwers, Daems, Paauwe, Rösler, Neuville und Friend. In dieser Saison ist davon lediglich Paauwe übrig geblieben. Alles andere rotiert – mit Wohlwollen verletzungsbedingt (Neuville).

Gladbach braucht Arschlöcher, die sich in die Scheiße werfen. Die gleichzeitig feste Größen in der Mannschaft sind, unantastbar, auch wenn sie mal schlecht in Form sind. Gladbach braucht in der aktuellen Situation einen Rösler, einen Voigt, einen Friend und einen Neuville gleichzeitig auf dem Platz. Gladbach braucht eine Hierarchie. Und die wurde in den letzten Wochen demontiert.

Morgen geht es gegen den HSV und ich habe in den letzten Jahren selten einem Spiel so pessimistisch entgegen geblickt. Es wird das erste Spiel seit Äonen sein, dass ich mir nicht live anschaue, obwohl ich die Option hätte. Das will einiges heißen.

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Gladbach – Berlin: Eine Frage der Taktik

September 18th, 2008

Gladbach hat nach dem bitteren und in der Höhe abstrusen 1:5 in Hannover einiges gut zu machen. Mit Berlin kommt nun ein Gegner in den Borussia-Park, der bisher ebenfalls keine eindeutige Tendenz erkennen lässt. Bei beiden Mannschaften scheint es mir so, als wären die Mängel deutlich zu erkennen und abzustellen. Am Samstag wird es darauf ankommen, welcher Trainer die besseren Lehren aus den bisherigen Spielen gezogen hat.


Luhukay sucht immer noch seine Formation und kann sich nur eines sicher sein: Im letzten Spiel hat er sie nicht gefunden. Das System muss er umstellen. Im 4-5-1 produziert Gladbach kaum Chancen, ohne dabei in der Defensive sicher zu sein. Eigentlich muss ein zweiter Stürmer her. Als Alternative kann nur das 3-4-3 vom Bremen-Spiel gelten. Neuville ist wieder fit, deshalb drängt sich ein Zweier-Sturm mit ihm und Friend auf. Angesichts der desolaten Abwehrvorstellung sollte Gladbach versuchen, den Berlinern wenig Raum zum Kontern zu bieten. Optimal wäre ein frühes Tor und anschließend ein kompaktes Stellungsspiel.


Bei Berlin sieht es nicht anders aus. Während die Offensive ordentlich funktioniert hat, schoss die Abwehr übelste Böcke, angeführt von von Bergen, der gegen Bayern gleich zwei Elfmeter verursachte und bei Felix bereits Hyperventilation verursacht hat.


Gegen Bielefeld zeigte die Hertha, dass sie mit einer extrem defensiv stehenden Mannschaft nicht zurecht kommt.  Hingegen kam eine Mannschaft wie Frankfurt, die mit begrenzten Mitteln den eigenen Erfolg sucht, der Spielweise entgegen. Auch gegen Wolfsburg bewies Hertha, dass sie Räume zu nutzen weiß und in der Offensive unberechenbar ist.


Die Ausleihe von Voronin brachte Favre nicht nur einen absolut herausragenden Spieler, sondern auch ungeahnte taktische Möglichkeiten. Spielte Hertha zuvor ein 4-5-1, sollte nun ein 4-4-2 das Mittel der Wahl sein. Gerüchteweise hörte ich, dass die Gladbacher Kurve gegen Voronin mobil machen will, angeblich weil er sich vor einem Jahrzehnt nicht anständig aus Gladbach verabschiedet hat. Dazu muss man sagen, dass Voronin seinerzeit kaum einen Einsatz bei den Profis hatte und eine ganz kleine Nummer war. Albern also.


Gegen Bayern zeigte Hertha, das sie gegen eine technisch starke und rochierende Offensive Probleme hat. Dies sollte Gladbach ausnutzen und Matmour, Marin und Neuville in Szene setzen. Das aber aus einer tief gestaffelten Aufstellung. Spielt Gladbach Halali, wird Berlin die im Moment zwangsläufigen Stellungsfehler böse bestrafen.


Wenn ich mir in einem Punkt sicher bin, dann, dass es kein 0:0 geben wird. Holt Gladbach drei Punkte, dann ist die Bilanz nach den ersten fünf Spielen im Soll und die Diskussionen ersticken erneut, wie nach dem Bremen-Spiel, im Keim. Sollte Berlin gewinnen – unter Umständen sogar hoch -  gibt es Zunder für die sportliche Führung. Ich werde vor Ort sein und hoffentlich einige Tore bejubeln können.

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Hockenheim-Bilderstrecke: Formel1-Gucken ohne Karte

Juli 20th, 2008

Zwischen Nordtribüne und Tribüne Einfahrt Parabolika


[inspic=36,,,420]

Hinter der Haupttribüne, Höhe Start/Ziel


[inspic=40,,,300]

Neben der Südtribüne, Blick auf die Mobil 1-Kurve


[inspic=39,,,420]

Hinter dem Stehplatzbereich Parabolika


[inspic=37,,,300]

[inspic=38,,,420]

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Kein Pfostenschuss mehr?

Juli 4th, 2008

WTF? kurtspaeter hat Schluss gemacht? Zu traurig, es war eines der wenigen Blogs in meine Blogroll, bei dem ich wirklich jeden Beitrag gelesen habe. Nicht nur, weil ich den Autor persönlich kenne, sondern weil der Stil komplett meinem Geschmack entsprach. Ich hoffe, kurtspaeter wird uns in der ein oder anderen Weise erhalten bleiben. Vielleicht als Gastautor auf einem anderen Blog. Womit ich hiermit das Angebot mache, dass dies an dieser Stelle passieren kann (ohne zu erwarten, dass dieser Glücksfall für mich eintreten würde). Also, kurspaeter, wenns dir nochmal in den Fingern juckt, eine deiner großartigen Analysen Schalker Auftritte runterzutippen, meld dich. Ich fänds zu schade, wenn es die nicht mehr geben würde.

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    Ciao

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