Hinrunden-Endspurt: Bei Gladbach geht was
Morgen wird eine Weiche gestellt. Wird die Hinrunde für Gladbach ein Erfolg oder steht der Verein im Keller?
Wenn ich nicht auf die Punkte schaue, hat mir die Saison bisher gut gefallen. Viele Kritikpunkte, die ich in der letzten Spielzeit hatte, wurden abgestellt.
- Es gibt ein klares System
- Für das vorhandene Personal gibt es kein besseres System
- Zuletzt wurde diese Linie unabhängig von den Ergebnissen durchgezogen
- Die Neueinkäufe waren gezielt und verstärken die Mannschaft – es gibt mit Reuss sogar einen echten Glücksgriff. Ich müsste lange überlegen und wahrscheinlich Datenbanken bemühen, bis mir ein ähnlicher Transfer einfällt.
Es könnte alles sehr gut aussehen, wären da nicht die Punkte. Dank der spektakulären Negativserie, deren Auslöser das Hoffenheim-Spiel war, ist das zu wenig. Der Negativserie, in dessen Folge den Verantwortlichen Zweifel an der klaren Ausrichtung kamen und die sie die Mannschaft immer wieder umstellen ließ. Erfolglos – bis man wieder zur ursprünglichen Ausrichtung zurückgefunden hatte.
So schlecht es vor vier Wochen noch aussah – jetzt sieht es so aus, als würde Gladbach aus dieser Situation gestärkt hervor gehen. Sicher der eigenen Stärken und mannschaftlich zusammengeschweißt. Dass die Mannschaft immer lebte, bewies der Fansupport. Da merkte ein Publikum, dass sein Team stets unter Wert geschlagen wurde.
Deshalb ist mir nicht bange vor den nächsten vier Spielen, in denen es gegen Schalke, Bayern und Leverkusen geht. Und gegen Hannover. Die Saison hat bisher gezeigt, dass Gladbach dann am besten ist, wenn der Gegner das Spiel machen muss und die Mannschaft kontern kann. Das Restprogramm ist für Gladbach vielleicht erfolgversprechender als würde es gegen Bochum, Nürnberg und Berlin gehen.
Und die Saison hat gezeigt, dass die Abwehr, so sehr sie als Schwachstelle erschien, durchaus ein Garant für den Erfolg sein kann. Auch weil Spieler wie Brouwers oder Levels zwar keine herausragenden Talente, aber Typen sind.
Vier Punkte aus den nächsten vier Spielen – das ist realistisch und das würde für eine ausgezeichnete Ausgangsposition reichen. Und da Logan Bailly angekündigt hat, keinen Gegentreffer mehr zu kassieren, ist das ja auch fast schon in trockenen Tüchern.
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Sippenhaft oder BGH-Richter sind keine Auswärtsfans
In der letzten Woche hatten wir an dieser Stelle eine Diskussion über das allgemeine Alkoholverbot in Mönchengladbach vor dem Derby. Klar kamen da Argumente wie „Eingriff in die Grundrechte“. Ich äußerte einen Ansatz von Verständnis für die Maßnahme.
Was sind die Vorbedingungen? Nachdem Kölner Ultras eine Fahne der Gladbacher Fraktion gestohlen hatten, eskalierte die Gewalt im Vorfeld der Aufeinandertreffen im letzten Jahr. Von mir aus dürfen sich Hooligans gegenseitig blutig schlagen – nur sollten sie vorher ihre Krankenkassenkarte abgeben. Solange kein Unbeteiligter einbezogen wird, können diese Arschgeigen ihrem „Hobby“ frönen. Aber es eskalierte und Familien mit Kindern waren in der Gefahrenzone.
Diesen Zustand darf man nicht tolerieren. Aber wie soll man ihn verhindern? Mein Argument war, egal welche Maßnahmen man ergreift, irgendjemand ist immer in seinen Grundrechten verletzt. In meinen Augen wirken nur massive Polizeipräsenz und vorbeugende Stadionverbote – für C-Fans und für einen Teil der B-Fans.
Damit sind wir beim heutigen BGH-Urteil. Nach dem dürfen Vereine sozusagen auf Verdacht Stadionverbote erteilen. Das Fatale ist: Diese gelten nicht nur für den ausführenden Verein, sondern deutschlandweit. Sollte der SC Freiburg mich also verknacken, dann dürfte ich auch nicht mehr in den Nordpark.
Laut SpOn behauptet der betroffene Fan, nicht an gewaltsamen Auseinandersetzungen beteiligt, sondern nur ein unbeteiligter Mitläufer in der Gruppe der Gewalttäter gewesen zu sein. Beweise gegen ihn liegen nicht auf dem Tisch, er wurde zwar von der Polizei in Gewahrsam genommen, aber in der Sache freigesprochen.
Und in diesem Fall wird es problematisch. Darf man einen Fan, der aufgrund des Hörensagens ein potentieller Unruhestifter ist, dauerhaft aussperren?
In diesem Punkt habe ich eine klare Meinung: Das geht gar nicht. Ich habe lange genug Blogs und Foren verfolgt – ohne je selbst davon betroffen gewesen zu sein – um zu wissen, dass die Polizeitaktik vor solchen Spielen Sippenhaft provoziert. Da werden auch mal gerne völlig harmlose Fans mit dem oder sogar ohne den Mob eingekesselt und an der Freizügigkeit gehindert. Der Willkür ist Tür und Tor geöffnet.
Die Krux ist hier die Regelung zum Stadionverbot, dass eben nicht nur Hausrecht der Vereine ist, sondern nationale Wirkung hat. Das Hausrecht muss ich akzeptieren: Wie ich bei meiner Party, hat jeder Verein das Recht, bestimmte Personen nicht reinzulassen. Ein Verbot für einen Spieltag würde die Verhältnismäßigkeit – ob zurecht oder nicht – jedenfalls noch wahren. Dies sollte aber mit Fingerspitzengefühl und vor allem in Kooperation mit dem Fanprojekt stattfinden und nicht par Ordre de Mufti. Dass sich an einen einmaligen auf Verdacht ausgesprochenen Verweis aber eine jahrelange drakonische Sanktion anschließt, das ist unverhältnismäßig.
Die Anti-Fans aber, denen eindeutig ein Vergehen nachgewiesen wurde, sollten sich durchaus ein bis zwei Saisons vor jedem Spiel auf der Polizeistation melden müssen – aber, und das ist viel wichtiger, durch begleitende Maßnahmen in geordnete Bahnen gelenkt werden.
Das ist meine Meinung zu diesem schwierigen Thema: Ohne Pauschalierungen geht es aber nicht und irgendjemanden wird es immer treffen, der es eigentlich nicht verdient hat, um die Sicherheit für alle zu wahren. Aber die Richter am BGH waren wohl sehr selten auf einer Auswärtsfahrt im Sonderzug. Denn wenn sie die Realitäten kennen würden, hätten sie sich nicht so weit aus dem Fenster gelehnt. Wie seht ihr das?
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Rezension: Fußballschuh “Under Armour Dominate”
Zurzeit ruht dieses Blog aus diversen Gründen. Aber Deal ist Deal, deshalb gibt es zwischendurch die Rezension der Fußballschuhe, die mir Under Armour zur Verfügung gestellt hat.
Normalerweise kicke ich mit Deichmann-Schuhen. Ich habe festgestellt, dass die mindestens genauso lange halten wie Marken-Treter und die diversen Vorteile wie extra-weiches Leder mir persönlichen ziemlich schnurz sind, weil ich sie im Spiel nicht bemerke.
Die Under Armour Dominate liegen mit rund 100 Euro in der gehobenen Preisklasse. Welche Unterschiede konnte ich feststellen, die die Mehrkosten rechtfertigen würden?
Die Qualität der Materialien ist durchweg gut. Auch bei Kleinigkeiten hat UA nicht gespart. So sind die zum Beispiel die Schnürsenkel deutlich solider als der übliche Standard.
Der Spann ist nicht aus Leder, sondern aus einer Art Gummi gefertigt. Die Oberfläche ist dadurch extrem griffig. Beim Abschluss spürt man definitiv einen Unterschied. Das ist gewöhnungsbedürftig, könnte aber mit ein bisschen Übung tatsächlich die Kontrolle verbessern. Die Stelle, an der das Gummi mit dem Leder vernäht ist, könnte allerdings eine Sollbruchstelle sein. Ob es tatsächlich eine ist, muss der Langzeittest zeigen.
Das Futter des Schuhs ist ebenfalls sehr griffig und nicht aus dem üblichen Material hergestellt. Der Effekt ist schwer zu beschreiben; es fühlt sich an, als würde der Schuh den Fuß passgenau umschließen.
Bei der Nockensohle merke ich keinen Unterschied zu einem beliebigen anderen Schuh. Mangels Regeneinsatz konnte ich noch nicht beurteilen, ob der Nässeschutz hält, was er verspricht.
Abschließendes Urteil: Ja, die Schuhe sind besser als meine Deichmann-Treter. Ja, die Gimmicks machen Spaß. Nein, ich würde nicht den Mehrpreis investieren – außer diese Schuhe hielten zwei Saisons durch. Wer aber sowieso teurere Modelle bevorzugt, kann Under Armour bedenkenlos eine Chance geben.
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Vorschau: Gladbach gegen Bremen – viele Tore am Horizont
Meine Empfehlung für den Sonntag: Wer ein torreiches Spiel sehen will, sollte Bremen gegen Gladbach einschalten.
Die Voraussetzungen sind so parallel wie zwei Streifenauf der Autobahn. Sowohl Bremen wie auch Gladbach spielten bisher mit einer Doppelesechs, von der jeweils ein Spieler (Borowski, Marx) eher offensiv orientiert war. Beide spielen mit zwei sehr offensiven Außen-Mittelfeldspielern, von denen jeweils einer dribbelstark ist (Marin, Matmour) und einer für die Spielgestaltung zuständig und torgefährlich ist (Özil, Arango). Beide Mannschaften haben einen breiten Sturm ohne wirklich gesetzte Spieler (vor Pizarros Rückkehr) und beide haben echte Probleme in der Abwehr.
Der Unterschied: Gladbach steht in der Grundausrichtung extrem tief. Bremen hingegen sucht traditionell die Offensive.
Bremen agiert natürlich personell auf einem höherem Niveau. Es ist also wahrscheinlich, dass Michael Frontzeck von seinem bisherigen Konzept abrückt und die beiden bisher überragenden Flügelflitzer opfert zugunsten eines dichten defensiven Mittelfelds, in persona Meeuwis, Marx und Bradley. Aber nur, wenn er den Schwanz einzieht. Liefe er mit der offenen Hose rum, würde er nichts ändern und einfach mal auf die Schwäche der Bremer Außenverteidigung hoffen und vor allem über die rechte Seite Druck machen.
Ich fände letztgenannte Alternative deutlich attraktiver. Gladbach hat nichts zu verlieren, hat jetzt schon die einkalkulierten Punkte aus den ersten drei Spielen geholt, und sollte Bremen mit offenem Visier entgegentreten.
Das würde wirklich ein großer Spaß. Und das habe ich lange nicht mehr erwartet, dass Gladbach nicht wie das Reh vor der Flinte steht, sondern befreit aufspielen könnte. Morgen ist – unabhängig vom Ergebnis – eine Marke, wie man den Rest der Saison auftreten will.
Meine Empfehlung für den Sonntag: Wer ein torreiches Spiel sehen will, sollte Bremen gegen Gladbach einschalten.
Die Voraussetzungen sind so parallel wie zwei Streifenauf der Autobahn. Sowohl Bremen wie auch Gladbach spielten bisher mit einer Doppelesechs, von der jeweils ein Spieler (Borowski, Marx) eher offensiv orientiert war. Beide spielen mit zwei sehr offensiven Außen-Mittelfeldspielern, von denen jeweils einer dribbelstark ist (Marin, Matmour) und einer für die Spielgestaltung zuständig und torgefährlich ist (Özil, Arango). Beide Mannschaften haben einen breiten Sturm ohne wirklich gesetzte Spieler (vor Pizarros Rückkehr) und beide haben echte Probleme in der Abwehr.
Der Unterschied: Gladbach steht in der Grundausrichtung extrem tief. Bremen hingegen sucht traditionell die Offensive.
Bremen agiert natürlich personell auf einem höherem Niveau. Es ist also wahrscheinlich, dass Michael Frontzeck von seinem bisherigen Konzept abrückt und die beiden bisher überragenden Flügelflitzer opfert zugunsten eines dichten defensiven Mittelfelds, in persona Meeuwis, Marx und Bradley. Aber nur, wenn er den Schwanz einzieht. Liefe er mit der offenen Hose rum, würde er nichts ändern und einfach mal auf die Schwäche der Bremer Außenverteidigung hoffen und vor allem über die rechte Seite Druck machen.
Ich fände letztgenannte Alternative deutlich attraktiver. Gladbach hat nichts zu verlieren, hat jetzt schon die einkalkulierten Punkte aus den ersten drei Spielen geholt, und sollte Bremen mit offenem Visier entgegentreten.
Das würde wirklich ein großer Spaß. Und das habe ich lange nicht mehr erwartet, dass Gladbach nicht wie das Reh vor der Flinte steht, sondern befreit aufspielen könnte. Morgen ist – unabhängig vom Ergebnis – eine Marke, wie man den Rest der Saison auftreten will.
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Saison-Prognose Teil 2
Hannover 96
96 war auf dem Tranfermarkt extrem zurückhaltend. Nur die Abwehr wurde mit Haggui verstärkt (und jetzt auch der Sturm mit Konan Ya, aber die Prognose soll ja Stand letzte Woche widerspiegeln). Eigentlich nicht recht nachvollziehbar, nachdem in der letzten Saison doch einige Baustellen offenbar wurden. Aber Hannover traut wahrscheinlich dem eigenen Händchen nicht mehr, denn die teuren Neueinkäufe der letzten Jahre stellten sich durchweg als Durchschnittsware heraus.
Vielleicht ist es tatsächlich sinnvoller, mit dem vorhandenen Material an dem taktischen Verhalten zu Arbeiten, denn so schlecht, wie es die Anzahl der Gegentore vermuten lässt, ist die 96-Defensive nicht. Da ist mehr Potential drin und das sollte für eine Saison jenseits von Gut und Böse reichen.
10. Platz
1. FC Köln
Wie ich in diesem Blog bereits feststellte, gefallen mir die Kölner Neuzugänge durchweg gut. Die Verpflichtung von Maniche hat die für mich größte Schwachstelle behoben, die im zentralen offensiven Mittelfeld. Erfüllt der Portugiese 80 bis 90 Prozent der Erwartungen, dann geht da einiges im Vergleich zur letzten Saison. Die Innenverteidigung war eh schon gut, der Sturm ebenfalls und ist noch besser geworden. Sowas nennt man gemeinhin eine Achse.
Achtung: 5 Euro ins Phrasen-Schwein: Das einzige, was Köln im Weg stehen könnte, ist die Erwartungshaltung. Mit zwei absoluten Top-Transfers im Rücken könnten schnell unzufriedene Stimmen laut werden. Aber wenn nichts schief geht, sollt der FC eine ähnlich ungefährdete Saison spielen wie die letzte – mit Potential nach oben.
12. Platz
Eintracht Frankfurt
Mit Frankfurt tue ich mich schwer. Da sind viele Spieler, die man gerne unterschätzt, weil sie schon in der 2. Liga dabei waren und in den letzten Jahren bei der Eintracht gereift sind. Köhler, Russ oder Ochs. Auf demselben Level agieren die Neuverpflichtungen. Das sind alles keine Granaten mit höheren Ambitionen, aber durchaus geeignet für solides Mittelfeld und mit Teber und Franz sind zwei Charaktere mit Führungsanspruch dabei.
Insgesamt kann man nicht anders urteilen, als dass dieser Kader Eier hat, aber nicht für Spielkultur steht. Da dies aber etwa dem Profil entspricht, das man im Abstiegskampf braucht, sollte Frankfurt die Klasse halten.
Für so ein Spielermaterial war Funkel eigentlich der prädestinierte Trainer – und er hat lange genug bewiesen, dass er damit umgehen kann. Wie Skibbe, der ja eher als Taktiker bekannt ist denn als hemdsärmeliger Arbeiter, damit umgeht, das wird der entscheidende, unberechenbare Faktor.
14. Platz
VfL Bochum
Beim VfL Bochum ist personell so gut wie gar nichts passiert. Nicht wirklich die besten Vorzeichen, da in der letzten Saison bereits der Abstieg nur Dank einer für die Verhältnisse furiosen Rückrunde verhindert wurde. Die Hinrunde war hingegen unfassbar erfolglos. Was ist das wahre Gesicht der Mannschaft? Die Besetzung lässt eher schließen, dass die Rückrunde der Ausreißer war und die Hinrunde näher am Normalzustand war.
Koller muss ganz tief in die Taktik-Kiste greifen und selbst dann wird es schwierig. Ich traue dem VfL einen knappen Klassenerhalt zu, aber angesichts der Konkurrenz muss ich erstmal auf den Relegationsplatz tippen.
16. Platz
Borussia Mönchengladbach
Zur Borussia habe ich an dieser Stelle schon genug geschrieben.
Wäre da nicht die große Schwachstelle in der Abwehr, die durch ein bis zwei soliden Verpflichtungen hätte behoben werden können, ich wäre optimistisch. Aber so wird es für mich realistisch betrachtet wieder ein Überlebenskampf bis zum letzten Spieltag.
15. Platz
SC Freiburg
Wie immer ist Freiburg eine Mannschaft, die nur über Systemfußball und Mannschaftsleistung Punkte holen kann. Dass sie das kann, hat sie in der zweiten Liga eindrucksvoll bewiesen. Die Frage ist: Wie lange kann der SC die Euphorie und die Unbedarftheit bewahren. Ich glaube, dass es mittlerweile in der ersten Liga zu viel Qualität gibt, als dass man ausschließlich mit diesen begrenzten Mitteln den Klassenerhalt schaffen kann. Eine Mannschaft pro Saison schafft vielleicht diesen Kraftakt und den traue ich eher Mainz zu.
18. Platz
FSV Mainz 05
Ein Überraschungsteam muss es ja geben. Bei Mainz kann ich nicht viele rationale Argumente dafür nennen. Was mir einfällt sind die sinnvollen Verstärkungen im zentralen Mittelfeld. Ivanschitz ist der einzige Spieler, den Österreich herzeigen kann und ich hätte damit gerechnet, dass er bei einer höheren Hausnummer in die Bundesliga einsteigt. Polanski hat für mich in Gladbach in seiner Premieren-Saison fast alles vermissen lassen, was er versprochen hatte, aber in Getafe scheint er gereift zu sein und passt charakterlich 100% zu Mainz.
Der Trainerwechsel, so unverständlich er auf den ersten Blick erschien, macht für mich Sinn. Denn Mainz begründet ihn mit einer Philosophie und nicht mit aktuellen sportlichen Ergebnissen. Bei anderen Vereinen wären das Lippenbekenntnisse, aber bei Mainz ist das für mich glaubwürdig. Man will einen zweiten Klopp und glaubt ihn gefunden zu haben. Wenn das passt, dann ist der Klassenerhalt drin. Wenn man allerdings nur einen Pseudo-Klopp verpflichtet hat, kann das genauso gut schwer in die Hose gehen. Insgesamt sagt mir mein Gefühl: Da geht was.
13. Platz
1. FC Nürnberg
Einziger Neuzugang Thomas Broich? Was soll das denn? Für die Mittel des FCN fiel die Transferbilanz extrem mager aus und es waltet das Prinzip Hoffnung. Das einzige, was ich dem Club zugute halten kann, ist der erfahrene und vereinstreue Kern der Mannschaft. Vor allem im Sturm sehe ich aber extrem wenig Land und ein Mintal alleine macht noch keine Offensive.
So sympathisch ich Oenning und den Ansatz finde, auf junge Eigengewächse Talente wie Kammermeyer oder Gündogan zu setzen, so wenig sehe ich, dass damit kontinuierlich Punkte eingefahren werden können. Deshalb setze ich den FCN auf einen der beiden Abstiegsplätze.
17. Platz
Unter dem Strich, meine Tabelle:
- Wolfsburg
- Stuttgart
- Bayern
- Bremen
- Schalke
- Hoffenheim
- HSV
- Dortmund
- Leverkusen
- Hannover
- Hertha
- Köln
- Mainz
- Frankfurt
- Mönchengladbach
- Bochum
- Nürnberg
- Freiburg
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High Expectations no more
Vor jeder Saison spüre ich dasselbe. Ich glaube, die Neuzugänge sind durchweg der Burner, die alten Spieler werden einen Sprung machen und überhaupt wird alles besser als bisher.
Klar, Arango wird der Offensiv-Killer, holt 15 Scorer-Punkte. Bobadilla ist der aufgehende Stern am Stürmerhimmel. Dante ist ein überragender Verteidiger und hatte seine Aussetzer nur, weil er die Winterpausen-Vorbereitung verpasst hatte. Bradley wird zum international begehrten, torgefährlichen Mittelfeld-Motor. Bailly lernt Strafraumbeherrschung. Reus wird der neue Marin.
Ich sage diesem Gefühl: „Leck mich am Arsch!“
Realistisch gesehen wird nicht sehr viel besser. 10 andere Teams haben Ambitionen auf die internationalen Plätze angemeldet und sind klar stärker besetzt. 3 bis 4 Mannschaften haben personell nix vor der Brust, aber Kampfgeist und sie schwimmen auf der Euphoriewelle.
Dazwischen sind ein paar Vereine, die nur hoffen können, dass ihre Investitionen tatsächlich ihren Preis rechtfertigen, dass sie nicht in eine schlechte Serie geraten und optimalerweise einen Lauf bekommen, um früh die Liga zu sichern.
Gladbach ist eine dieser Mannschaften. Wir haben wenige ambitionierte Moves gemacht, die dazu ohne Garantie sind. Wir haben ein paar Moves gemacht, die nicht ambitioniert sind, sondern nur den Status quo untermauern.
Ich erwarte nichts. Ich schreibe hier nicht mehr vom 12. Platz. Alles, was besser ist, als das Ergebnis der letzten Saison ist für mich okay.
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Neue Trikots der Bundesliga 2009/2010
Es ist eine alte Tradtion (kann man das nach 5 Jahren sagen?) beim Bolzplatz, die neuen Trikots der Saison zu verlinken. Dieses Jahr ein bisschen später als gewohnt, dafür ziemlich viele in einem Post. Here we go:
1. Bundesliga Hertha BSC Home, Away
- VfL Bochum: Home, Away
- Werder Bremen: Home und Away, Torwart
- Borussia Dortmund: Home Away und Ausweich
- Eintracht Frankfurt: Home
- SC Freiburg: Home, Away und Ausweich
- HSV: Home
- Hannover 96: Home, Away, Ausweich und Torwart
- 1899 Hoffenheim Home Away
- FC Köln: Home
- Bayer Leverkusen: Away
- FSV Mainz: Home
- Borussia Mönchengladbach: Home, Away und Ausweich
- Bayern München: Home
- 1. FC Nürnberg: Home
- FC Schalke 04: Home
- VfB Stuttgart: Home Away und Ausweich bleibt
- VfL Wolfsburg: Home, Away und CL
2. Bundesliga
- Alemannia Aachen: Home and Away
- Rot-Weiss Ahlen: Home
- FC Augsburg: Home und Away
- FC Union Berlin : Home Away
- Arminia Bielefeld: Home Away, Ausweich und Torwart
- Energie Cottbus Home Away Ausweich Torwart
- MSV Duisburg Home und Away
- Fortuna Düsseldorf Home Away
- FSV Frankfurt
- SpVgg Greuther Fürth Home, Derby, Away
- FC Kaiserslautern: Home, Away und Ausweich Und mit Schwanz
- Karlsruher SC: Home, Away, Ausweich
- TuS Koblenz: Home
- 1860 München: Home Away
- Rot-Weiß Oberhausen
- SC Paderborn 07: Home
- Hansa Rostock: Home, Away und Ausweich
- FC St. Pauli: Home und Away Ausweich
3. Bundesliga
- Erzgebirge Aue: Home
- Eintracht Braunschweig
- Werder Bremen II
- Wacker Burghausen Home
- Borussia Dortmund II
- Dynamo Dresden
- Rot-Weiß Erfurt: Home
- FC Heidenheim
- FC Ingolstadt 04
- Carl Zeiss Jena
- Holstein Kiel
- Bayern München II
- Kickers Offenbach Home
- VfL Osnabrück: Home
- Jahn Regensburg
- SV Sandhausen
- VfB Stuttgart II
- SpVgg Unterhaching
- SV Wehen Wiesbaden
- Wuppertaler SV Borussia: Home und Away
Sollte jemand Trikots entdeckt haben, die hier nicht verlinkt sind, poste er es bitte in den Kommentaren. Gerade bei den Drittligisten ist die Aussagekraft der Websites – sagen wir mal provinziell.
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Die Klimaanlage und Ansetzungswillkür
Ein weiteres Kapitel in dem Buch: Wie dämlich können sich Gladbacher Spieler verletzen?
Logan Bailly hat sich eine Klimaanlage auf den Fuß geschmissen und fällt deshalb mit einem Bruch mehrere Wochen aus. Damit steht er in der Tradition Peter Nielsens, der sich beim Fernsehngucken die Schulter ausgekugelt hat (was für eine Sendung da wohl lief?) und Chiquinho, der besoffen vom Balkon im dritten Stock springen wollte.
Und dann gibt es da noch Spieler, die mit einem Elch zusammenstoßen oder sich am Flughafen die Boarding-Karten ins Auge rammen. Potentielle Neuzugänge also.
Jetzt spekuliert die RP, dass Mr. Jack Wolfskin Stefan Wessels kurzfristig verpflichtet werden könnte. Sollte es dazu kommen – was von Seiten der sportlichen Führung dementiert wird – muss man sich fragen, warum man einen Christopher Heimeroth immer noch beschäftigt. Als Stammkeeper in die letzte Saison gestartet, hat er einen Schlag nach dem anderen ins Gesicht einstecken müssen. Sollte Wessels verpflichtet werden, müsste man konsequent Heimeroth freistellen. So wenig Vertrauen hat niemand verdient.
Anderes Thema: So wie ich haben sicher alle anderen Gladbach-Fans ins Essen gekotzt, als der Spielplan heute raus kam. Die ersten 3 (!) Spiele sonntags. Danach eins freitags und irgendwann im Oktober dürfen wir auch mal samstags ran. Da hätte man ebenso gut absteigen können.
Rein rechnerisch hat jede Mannschaft 6 Sonntagsspiele. Die hat Gladbach schon zur Hälfte weg. Je nach Zwängen der Europa-League-Teilnehmer könnten es deutlich mehr als das statistische Mittel werden. Man fühlt man sich von Anfang an verarscht.
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Die Woche bei der Borussia: Mal wieder ein Talent verschenkt?
Langsam wird das hier das Pleiten-, Pech- und Pannen-Blog. Kurzfazit dieser Woche: Der für teuer Geld gekaufte Abwehrretter Dante hat sich einen Muskelfaserriss zugezogen und dürfte damit für den Rückrundenstart ausfallen. Währenddessen scheint der HSV an dem als untauglich aussortierten Marcel Ndjeng Gefallen gefunden zu haben. Dies wäre nur eine weitere Episode in der altbekannten Geschichte: Gladbach und Auge für Talent.
Im Fall Ndjeng bin ich zwiegespalten. Natürlich hat er die hohen Erwartungen, die er anfangs weckte, im letzten Jahr nicht bestätigen können. Die bisherige Saison taugte allerdings auch nicht dazu, ihn aufzubauen. In der Rückrunde der Zweitliga-Saison hat er viele Chancen nicht genutzt und wanderte berechtigt auf die Bank. Auch in den Einsätzen, die er zu Beginn der Saison bekam, konnte er sein Potential nicht bestätigen. Jetzt stellt sich mal wieder die Frage: Lag das am Spieler oder an den Umständen bei der Borussia? Mich würde es jedenfalls nicht wundern, wenn er in einem anderen Verein aufblüht.
Die beste Nachricht der Woche kommt deshalb aus Köln: Die Daumsche Lebensversicherung Novakovic hat eine Achillessehnenreizung, so dass sich der FC tatsächlich nochmal Gedanken um den Klassenerhalt machen müsste, sollte das eine längerfristige Geschichte werden. Ein potentieller Konkurrent mehr da unten.
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Baumjohann zu Bayern: Transfers, die ich nicht verstehe
Alexander Baumjohann wechselt ziemlich sicher zu Bayern. Das finde ich einen der erstaunlichsten Transfers der letzten Jahre. Der Junge hat keine fünf sehr guten Spiele für Gladbach gemacht. Er hat sich auch nicht als Antreiber oder entscheidender Mann auf dem Platz gezeigt – abgesehen von zwei Spielen gegen Bremen und Bayern, wo er lange unauffällig war aber die wichtigen Tore erzielt oder vorbereitet hatte. Zwei Spiele. Reicht das mittlerweile für Bayern?
Im Fall Marin ist es ja noch nachvollziehbar, dass man ein Mega-Talent an Land ziehen will, bevor es ein anderer Verein bekommt. Aber mit der Verpflichtung Baumjohanns schwächt man noch nicht mal einen anderen Club.
Und selbst einem Marin sei der Wechsel eine Nummer kleiner ans Herz gelegt. Bremen, Hamburg oder Stuttgart – zwei, drei Jahre als Backup für Ribery kann nicht das Ziel sein.
Aber zurück zu Baumjohann: Toni Kroos sollte das warnende Beispiel sein. Der Kerl ist erst 18, hat sich auf allen Ebenen schon mehr empfohlen als der Gladbacher und will trotzdem wechseln – aus berechtigten Gründen. Gegen einen Tausch mit kleinem Zuschuss hätte ich natürlich nichts einzuwenden, klappen wird der wohl nicht. Baumjohanns Trainer in der nächsten Saison wir wohl eher Gerland heißen als Klinsmann. Aber wer weiß: Einen ähnlichen Status hatten auch Compper und Polanski; und die spielen mitterweile in Sphären, in die Gladbach in den nächsten zehn Jahren nicht hinkommen wird.
Die Bayern-Community nimmt es gelassen hin: Lass den Typen mal kommen. Kostet so gut wie nix und schaden kann es auch nicht. Da reibt sich die Sau am Baum.
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