Blind und trotzdem glücklich: Der Auftakt einer Serie?

Februar 14th, 2009

Heute bin ich um zehn Jahre gealtert. So einen unverdienten Punkt hat Gladbach nicht mehr mitgenommen, seit Kasey Keller gegen den HSV ein dritter Arm gewachsen war. Heute hat sich eindeutig gezeigt, dass Gladbach mindestens einen richtigen Transfer in der Winterpause gemacht hat.

Logan Bailly hat unfassbar gut gehalten. Genau so ein Torwart hat Gladbach in der Hinrunde gefehlt. Genau so ein Torwart kann am Ende der Saison den Unterschied machen.

Über die Leistung der zehn anderen Spieler werfe ich das Mäntelchen des Schweigens. Ich hoffe nur, dass der zählbare Erfolg das Selbstbewusstsein stärkt und dass die zwei Spiele ohne Niederlage so etwas wie der Auftakt einer Serie sind.

Es war ruhig hier im Blog  und das lag nicht nur daran, dass ich eine Woche lang beruflich offline war. Ich bin immer noch schwer angekotzt von allem, was rund um den Borussia-Park passiert. Ich nehme es nur am Rande war, weil ich mich gar nicht tiefer damit beschäftigen will, und deshalb kann ich nur das beurteilen, was durch die Medien gejagt wird.

Der Brandbrief: Ich kann völlig verstehen, dass die Mannschaft ihren Unmut mit der Personalpolitik äußert. Ist ja keine Tiefenpsychologie. Wenn man dauernd den Eindruck hat, dass Hire & Fire waltet, dann kann man keine Top-Leistung bringen. Dass die Spieler das äußern, in welcher Form auch immer, sollte der sportlichen Leitung zu denken geben. Das direkte Gespräch wäre der konsequente Weg. Wenn es tatsächlich ein von dem Gros der Spieler  getragenes Schreiben sein sollte, dann hat diese Form sicher auch ihre Gründe.

Klar, Hans Meyer hat Recht. Die Spieler geht es im Prinzip einen Scheißdreck an, wie der Verein seine Personalpolitik plant und umsetzt. Aber: Wir befinden uns im Jahr 2008 2009 und da muss man seine Angestellten mitnehmen. Die Zeit, in der das Personal autoritäre Ansagen stillschweigend akzeptiert, sind seit ca. 15 bis 20 Jahren vorbei. Wie sich in diesem Punkt die interne von der externen Kommunikation unterscheidet, kann ich nicht beurteilen, ist aber entscheidend.

Dann wurde noch kurzfristig Rainer Bonhof als Vize-Präsident installiert. Rainer Bonhof? Genau. Der Alt-Internationale, der die Borussia als Trainer zum ersten Abstieg führte, der als Co-Trainer von Berti Vogts Fußball aus der Vergangenheit propagierte, der als Coach der schottischen U-21 keinen einzigen Sieg erreichen konnte. Er soll den sportlichen Sachverstand in die Vorstandsetage bringen. Abgesehen davon, dass er vielleicht einige gute Kontakte haben könnte, ist das nicht der Mann, dem ich eine Vision zutraue, wie man Gladbach mittelfristig nach vorne bringen könnte.

Zurück zum heutigen Spiel: Eine Diskussion dürfte beendet sein: Ob ein Christopher Heimeroth ein ordentlicher Rückhalt für Gladbach war. Heute hat man den Unterschied gesehen, den ein Torwart machen kann.

Druckversion Druckversion

3 Responses to “Blind und trotzdem glücklich: Der Auftakt einer Serie?”

  1. r0ssi on Februar 16, 2009 12:35

    psst! wir ham sogar schon 2009! ;-)

  2. Dr. ED on Februar 21, 2009 13:06

    ... und heute wird der letzte Platz zementiert ;-)

  3. nicolas on März 3, 2009 15:12

    Kasey Keller hat mehrere Arme er ist schliesslich die Krake:-)

Trackback URI | Comments RSS

Name (erforderlich)

Email (erforderlich)

Webseite

Sachet, Otze! (Links in der Form: Linktext)


    Ciao

    Twitter
    Counter
    Bolzplatz im Abo