Baumjohann zu Bayern: Transfers, die ich nicht verstehe
Alexander Baumjohann wechselt ziemlich sicher zu Bayern. Das finde ich einen der erstaunlichsten Transfers der letzten Jahre. Der Junge hat keine fünf sehr guten Spiele für Gladbach gemacht. Er hat sich auch nicht als Antreiber oder entscheidender Mann auf dem Platz gezeigt – abgesehen von zwei Spielen gegen Bremen und Bayern, wo er lange unauffällig war aber die wichtigen Tore erzielt oder vorbereitet hatte. Zwei Spiele. Reicht das mittlerweile für Bayern?
Im Fall Marin ist es ja noch nachvollziehbar, dass man ein Mega-Talent an Land ziehen will, bevor es ein anderer Verein bekommt. Aber mit der Verpflichtung Baumjohanns schwächt man noch nicht mal einen anderen Club.
Und selbst einem Marin sei der Wechsel eine Nummer kleiner ans Herz gelegt. Bremen, Hamburg oder Stuttgart – zwei, drei Jahre als Backup für Ribery kann nicht das Ziel sein.
Aber zurück zu Baumjohann: Toni Kroos sollte das warnende Beispiel sein. Der Kerl ist erst 18, hat sich auf allen Ebenen schon mehr empfohlen als der Gladbacher und will trotzdem wechseln – aus berechtigten Gründen. Gegen einen Tausch mit kleinem Zuschuss hätte ich natürlich nichts einzuwenden, klappen wird der wohl nicht. Baumjohanns Trainer in der nächsten Saison wir wohl eher Gerland heißen als Klinsmann. Aber wer weiß: Einen ähnlichen Status hatten auch Compper und Polanski; und die spielen mitterweile in Sphären, in die Gladbach in den nächsten zehn Jahren nicht hinkommen wird.
Die Bayern-Community nimmt es gelassen hin: Lass den Typen mal kommen. Kostet so gut wie nix und schaden kann es auch nicht. Da reibt sich die Sau am Baum.
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